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Full text of "Der Conjunktiv im altfranzösischen Volksepos"

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Der 



Conjunktiv im altfranzosischen Volksepos. 

Inaugural -Dissertation 

Erlangung der philosophischen Doctorwiirde 

philosophischen Fakultat 

Christian - Albrechts-Universitat zu Kiel 

?org£legt and nebst (k'ii beigefttgten Thesen nftvntlich vertheidigt 

Gustav Busse 



aits Sossmar. 



111 



441 0/58 
B967c 




KIKI i. 

Buchdruckerei von Carl B ( 
1886. 



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Der 



Conjunktiv im altfr anzosischen Volksepos. 



Erlangung der philosophischen Doctorwtirde 

der 

philosophischen Fakultat 

der 

Christian - Albrechts- Universitat zu Kiel 

vorgelegt und nebst den beigefflgten Thesen fiffentlich vortheidigt. 

von 



Inaugural-Dissertation 



zur 



Gustav Busse 



aus Sossmar. 



- — — %v^^" — 



KIEL. 



Buchdruckerei von Carl ]1 u c k e 1. 



886. 




44 7. 0/5'B 



Imprimatur: 
ad,. Stimming, 

h. t. decanus. 



THE PENNSYLVANIA STAT* 
UNIVERSITY LIBRARY 



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Herrn Prof Dr. Stimming" 



in Dankbarkeit und Verehrung 



gewidmet. 



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Die betrachtliche Anzahl von Specialarbeiten iiber die Ver- 
wendung des Conjunctivs*) beweist wohl genugdiewichtige Stellung, 
die dieser Theil der Grammatik in der Keihe der synijactischen Be- 
traehtungen einnimmt. Urn nun dem Bestreben entgegenzukommen, 
dass auch fur das Altfranzosische allmahlig ein Granzes auf diesem 
Gebiete der Syntax erzielt werde, habe ich es mir zur Aufgabe 
gemacht, die Verwendung des Conjunctives im altfranzosisehen 
Volksepos, den chansons de geste, zu untersuchen, einem Gebiete, 
auf welchem bis jetzt eine derartige Arbeit noch nicht geliefert 
ist, und hoffe damit den Betrachtungen iiber die Verwendung des 
Conjunctives im Altfranzosisehen ein en gewissen Abschluss zu 
geben, da ja dann mehrere Hauptvertreter der altfranzosisehen 
Literatur: »Wace, ChrestiendeTroyes, Ville-Hardouin 
und die chansons de geste einer genaueren diesbeziiglichen 
TJntersuchung unterzogen worden sind. 

Ausser den oben erwahnten Specialabhandlungen wurden 
noch die Grammatiken von Diez, M&tzner und Liicking, sowie 
die Abhandlung Toblers: Vom Verwiinschen. Commentationes 

*) Fiir das Altfranzosische allein vgl. 
Krollick : Ueber den Conjunctiv bei Ville-Hardouin, Greifswald 1877. 
Svenoiiicus : Om bruket of subjonctif hos Chrestien de Troves. Upsala 1880. 
Bischoff: Der Conjunctiv bei Chrestien. Halle 1880. 
Kowalski : Der Conjunctiv bei Wace, Breslau 1882. 

Qniehl : Der Gebrauch des Conjunctivs in den altesten franzosischen Sprach- 

denkmalern. Kiel 1881. 
Haase : Ueber den Gebrauch des Conjunctivs bei Joinville. Custrin. Progr. 

1881 — 1882. 

Go tth old Willenberg: Historische Untersuchung uber den Conjunctiv Pra- 
sentis der ersten schwachen Conjugation im Franzosischen, Rom. 
Stud. III. 390 ff, 

1 



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philologicae in honoreni Theodori Mommseni. zur Benutzung heran- 
gezogen. Was die Anlage der vorliegenden Arbeit anbetrifft, habe 
ich mich der Arbeit von Fr. Bischoff : Der Conjunctiv bei Chrestien *) 
angeschlossen. 

Die zur nachstehenden Arbeit verwendeten Texte sind in 
alphabetischer Reihenfolge : 

Aiol — Aiol et Mirabel, ed. W. Forster. Heilbronn 1876. 

Alisc. — La bataille d' Aliscant, ed. F. Guessard et A. de Montaiglon. Paris 



Amis — Amis et Amiles, ed. Konr. Hofmann. Erlangen 1882. 

Aub. — La cbanson d' Auberi le Bourgoin, ed. Ad. Tobler. Berlin 1878. 

A vigil. — Aie d' Avignon, ed. P. Meyer et F. Guessard. Paris 1861. 

Ant. — La chanson d' Antioche composed par Richard le Pelerin, ed. Paulin 

Paris. Paris 1848; tome I et II. 
Aquin — Li romans d' Aquin ou la conqueste de la Bretaigne par le roy 

Charlemaigne, ed. F. Jotin des Longrais, Nantes 1880. (Society des 

bibliophiles bretons). 
Band. — Li romans de Bauduin de Sebourc (III * roi de Jherusalem), publ. 

d'apres les manuscrits de la bibliotheque royale. Valenciennes 1841, 

tome I et II. 
Berta — Berta de li gran pie\ ed. Romania III. 
Berte — Berte aux grans pies, ed. P. Paris, Paris 1882. 
Buev. — Bueves de Commarchis, ed. Aug. Scheler. Bmxelles 1874. 
Capt. — Hugues Capet, ed. Le Mis de la Grange. Paris 1846. (Sous la 

direction de M. F. Guessard). 
Cygne. — Le chevalier au cygne et Godefroid de Bouillon, ed. par le baron 

de Reiffenberg et A. Borgnet, Bruxelles 1854 Tome I-IV. (Collection 

d. cronig belg. ined. XVI— XVIII.) 
Boon — Doon de Mayence, ed. A. Pey. Paris 1859. (Les anc. poet. d. 1. 

France. 

Elie — Elie de Saint-Gille, ed. W. Foerster. Heilbronn 1876. 

Fierab. — Fierabras (franc), chanson de geste, ed. A. Kroeber et G. Servois. 

Paris 1860. (Les anc. poet d. 1. France.) 
Flooy. — Floovant, ed. H. Michelant et F. Guessard. Paris 1859. (Les anc. 

poet, de la France. 

Gar. — Li romans de Garin le Loherain, ed. P. Paris. Paris 1833. Tome 

I. — II. (Les rom. d. XII. pairs). 
Oirb. — Girbert de Metz, (fragm.), ed. Stengel Rom. Stud. I. 
Oorm. — Gormund et Isembart, ed. Rob. Heiligbrodt, Rom. Stud. Bd. IV. 



*) Vgl. dariiber die Recension von Prof. H. Suchier,Literaturblatt f. germ, 
und rom. Philologie. Jahrg. 1881 II. 



1870. 



pg. 501. 




Gui B. — Gui de Bourgogne, ed. F. Gtiessard. Paris 1858. Les aac. poet, 
d. 1. France). 

Gui N. — Gui de Nanteuil, ed. P. Meyer. Paris 1861. (Les anc. poet. d. 1. 
France). 

Guillanme d'Orengre, ed. W. J. A. Jonckbloet, La Have 1854. enthaltend: 

a. Looys. — Li coronements Looys ; 

b. Charr Li charrois de Nynies; 

c. Orenge — La prise d'Orenge; 

d. Tiv. — Li convenans Vivien. 



Huou — Huon de Bordeaux, ed. F. Guessard. Paris 1860. (Les anc. poet, 
d. 1. France). 

Jems. — La conquete de Jerusalem, faisant suite a la chanson d'Antioche, 

comp. par le pelerin Richard et renouvetee par Graindor de Douai, 

ed. C. Hippeau. Paris 1868. 
K. Reise — Karls Reise nach Jerusalem und Constantinopel, ed. Ed. Kosch- 

witz. Heilbronn 1880. 
Jourd. — Jourdains de Blaivies, ed. Konr. Hofinann. Erlangen 1882. 
Mac. — Macaire, chanson de geste, ed. Ad. Mussafia. Wien 1864. 
Main. — Mainet, ed. Gaston Paris. Romania Bd. IV. pg. 305. 
Mong. — Li moniages Guillanme, fragm. des Gnillaume d'Orenge, ed. Konr. 

Hofmann. Munchen 1850. Abh. d. I. CI. d. K. Ak. d. Wiss. VI. 

Bd. m. Abth.) 

Mort G. — La mort de Garin le Loherain, ed.M. Ed£l£stand du Meril. Paris 

1846. (Rom. d. XII. pairs\ 
Pain pi. — La prise de Pampelune, ed. Ad. Mussafia. Wien 1864. 
Ogrier — Ogier de Danemarche, ed. Raimbert de Paris. Paris 1842. 
Otin. — Otinel, ed. F. Guessard et H. Michelant. Paris 1858. Les anc. poet. 

d. 1. France). 

Par. — Paris la duchesse, ed. F. Guessard et L. Larchey. Paris 1860. (Les 

anc. poet, de la France. 
Raoiil — Li romans de Raoul de Cambray et de Bernier, ed. Edward Le 

Glay. Paris 1840. (Rom. d. XII. pairs.) 
Ren. — Renaus de Montauban, ed. H. Michelant. Stuttgart 1862. (Bibl. d. 

lit. Vereins in Stuttg.) 
Rol. — Chanson de Roland (et remaniements), ed. Th. Muller. GOttingen 1878. 
Rome — La destruction de Rome (premiere branche de la chanson de geste 

de Fierabras), ed.P. Meyer et G. Paris. Paris 1873. Romania Bd. II.) 
Ross. — Girard de Rossillon, ed. Francisque Michel. Paris 1856. 
Saisn. — La chanson des Saisnes, ed. Fr. Michel. Paris 1839. Tome I u. II. 
Yiane — Gerard de Viane (fragm.), verzeichnet im Fierabras (provenzal), ed. 

Immanuel Bekker. Berlin 1829. 



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A. Der CoDjooctiv des Wunsches. 



I. In unabhangigen Wunschsatzen. 

a. In unbedingten, realen Wunschsatzen. 

Im allgemeinen findet sich im altfranzosischen Volksepos, den 
chansons de geste, der unabhangige Wunschsatz, dem gewdhnlichen 
Gebrauche des Neufranzosischen entgegen, ohne die ihn ein- 
leitende Partikel «que», haufig genug aber zeigt sich schon das 
einleitende que, urn dem Satze einen grosseren Nachdruck zu 
geben, sodass der Wunschsatz als elliptischer Nebensatz auftritt. 
Gern auch treten an die Spitze des unabhangigen Wunschsatzes 
andere verstarkende Partikeln wie «si, or oder car.»*) Am hau- 
figsten sind von diesen die Partikeln «or» und «car» verwendet 
worden; «or» zeigt sich mit besonderer Vorliebe als einleitende 
Verstarkung bei den unabhangigen Aufforderungssatzen, wahrend 
«car» besonders bei den irrealen (unerfiillten oder unerfiillbaren) 
Wunschsatzen, nicht selten auch 'wie «or» bei den unabhangigen 
Aufforderungsatzen beliebt gewesen zu sein scheint. Am wenigsten 
trifft man die in ahnlicher Weise verwendete einleitende Partikel 
«si», mit Ausnahme der Beschworungsformeln, wo sie allein ver- 
wendet und gleichsam zur stehenden Formel geworden ist. 
Wahrscheinlich um dem unabhangigen Wunschsatze einen noch 
grosseren Nachdruck zu geben, zeigt sich in einzelnen Beispielen 

*) Vgl. Diez III 4 213 § 4. 




5 



das Auftreten mehrerer dieser Partikeln neben einander, z. B. 
«or» neben dem einleitenden «que» in Gar. II. 140,11. Diex! 
qu'or n'i fust dus Begues de Belin!*) Endlich zeigt sich der 
unabhangige Wunschsatz ziemlich haufig als explicativer Relativsatz 
verwendet. Bei der haufig eintretenden dialogisirten Redeweise 
in den chansons de geste zeigt sich natiirlich eine ungeheure 
Fiille von Material in Betreff dieses ersten Theiles der Verwendung 
des Conjunctives; wir wollen eine Reihe von Belegen anfiihren, 
indem wir zunachst die unbedingten, realen Wunschsatze behandeln 
und sie nach ihren beiden Hauptgesichtspunkten «Guteswunschend» 
und «Verwiinschend» auf einander folgen lassen. 



a. Ohne einleitende Partikel : 

Rol. 1854 ff. Seignors barons, de vos ait Deus mercit! Tutes vos amnca 
otreit il pareis ! ib. 2887, 2898, 3720, Gar. I. 76,16, II, 280,1, Huon 12,27, 
Mort G. 12,14, Raoul 136,13, — Viv. 1222. Dex les conduie, li cors de majesty ! 
— Buev. 1697, Berte 37,15, Huon 18,22, 180,1, Gui B. 56,11, Jourd. 964, 2133, 
Ogier 3695, Pampl. 786, — Ogier 27. Oiez, baron, beneie-vos Dex, Mac. 3567, 
Rome 627, Gar. I. 189,17, ib. II. 20,16, 99,17, Raoul 319,3 ff. — Gar. I. 2904. 
Brunamont sire, Mahom te puist garir ! ib. I. 118^2, 240,13, Alisc. 223,£, 
Aubr. 252.1, Amis 91, Baud. I. 14,21, n, 6,32, Gui B. 128,10, Mart G. 19,20, 
202,20, Looys 665, etc. — Alisc. 4.16. Diex penst de same qui pres est del 
inorir! Gar. I. 24,13, Rome 402, 824, — Amis. 2257. Dex le garisse li peres 
de lassuz! — Aubr. 17,16, Buev. 132, Gar. I. 134,8, Gui. N. 95,21, Mong. 520, 
K. Reise 305, Looys 585, 933, etc. — Berte 60,2. Dame-Diex par sa grace li 
renvoit bon £ur! — Ogier 516. Dex et saint Pieres m'en face vengison. — 
ib 4909. Moi retenistes, Dex vos en sace gres, Aub. 61,20, Alisc. 108,33, Floov. 
716, Huon 128,5, 158,1, Jourd. 761, Jerus. 9021, Looys. 2259, Par. 35,9, Ren. 
47,24, Viv. 439, 3399, etc. — ib. 5385. Li cors trebuce, Tame ait le Rois 
du ciel! — Huon 127,11. Sewins ot nom, Diex li face pite\ ib. 184,4, 237,2, 
Buev. 846, Cygne 2990, Gar. I. 44,16, 419,21, Mort. G. 230,17, — Gar. II. 14,15. 
Tenez, dans rois, Diex vous en doint joi'r ! Pampl. 4197, Rome 945, — ib. 
70,8. De Dieu en ait graces et mercis! — Berte 21,12. Mere, ce dist Aliste, 
Diex oi'e vo proiere, — Capt. 69,18. Ay! Huon, dist eHe, Jhesu vos soit 
garans, etc. 

ft. Der unabhangige Wunschsatz ist durch eine den Satz ver- 
starkende Partikel eingeleitet, ahnlich wie im Lateinischen durch 
»ut, utinam« etc. Solche altfranzosische Partikeln sind: »or, que 
si und car. 

*) Vergleiche weiter unten pg. 17. 



a. Outes wfinschend. 




6 



fii. durch »or«. 

Alisc. 30,14. Or le garisse cil qui le mont cria, ib. 50,20, Jerus. 37,74, 
ib. 6214> 9041, — Aubr. 181,29. Or me soit diex, li vrais peres, aidans ! Alisc, 
57,20, Gar. I. 78,4, Aquin 644, — ib. 190,13. Or en penst dieus, li roi de 
majesty ! So: Orenge 859, 1022, 1543, Gui B. 63,4, Gar. 11-25,2, 121,12, Ant. 
I. 80,10. Berte 27,6. Ore en ait Diex pite li rois de majeste ! Gar. I, 132,11, 
— Huon 169,9. Ar face Dieus de moi sa volente. Paris 35,2. — Doon 146,10, 
Or en soit Dex au droit par la sue bonte ! — Floov. 53,10, Or les condue 
Dex, li fiz Saingte Marie! Alisc. 47,20, 63,16, 192,2, Ant. I. 96,7, Capt. 46,1, 
Doon 15,11, — etc. 

^2. Durch »que«, wie es im Neufranzosischen allgeinein ge- 
worden ist; »que« entspricht ganz dem lateinischen »utinam«. 

Aiol 1 ff. Signor, or escoustes, que dieus nous soit amis, .... Amis 
903, Floov. 1,1, — ib. 74. Signor, or escoustes, que dieus grant bien nous face . . . 

Huon 1,1, Ogierl. — Alisc. 13,9, Que Diex recoive s'ame! — Amis 1 If. 

Or entendez, seignor gentil baron, — Que Deus de gloire voz face vrai pardon ! 

Ant. I. 270,12. Or entendez, Seigneur, (Que Diex vous doinst honor!) 

Avign. 56,31, Paris 26,4, Home 7, Charr 1300. Oez Seignor, que Dex vous 
beneie! Aehnl. Orenge. 1, Ogier 5576, Jourd. 1, — Cygne 1 If. Or escoutes en 
nom de la Vierge royne ! Que Dieux ly tous - poissans, qui tous li biens 
afine, Vous veille herbegier en la glore angeline ! — Doon 1,2. Que Damedieu 
vous doinst leiche, vie, estaucbe! — Gar. I. 21,17. Chevauches, Sire, que 
Diex te soitgarant! Looys 1, Gaufr. 73,19, Gar. I. 25,2, — Pampl. 3595 . . . . 
Mes brocons contre lour, che Jesu nous condue ! Gar. I. 25,2. — 

fis. durch «si»*) 

Avi^ri';"l5,9 ff. Or sera la bataille cors a cors el sablon; Si en soit 
Diex au droit par sa redempcion. Ogier. 4929. Si face Dex de moi ses voluntes. 

Beide Beispiele finden ihr Gegenstiick in den unter fii, auf- 
gefiihrten Belegen : 

Doon 146,10. Or en soit Diex au droit par la sue bont£! und Huon 
169,9. Or face Dieus de moi sa volenti! 
% ^4. durch: «car», 

Alisc. 82.14 ff. Mar accointames Guillame a son beubant; Car laist 
Orenge, as maufes le commant, S'ait Vermendois dusqe as pors de Vuisant. 

NB. Das in diesem Satze sich befindende «si» (cp. s'ait etc.) 

ist nicht verstarkende Partikel, sondern einfache Copula, (cp. 



Auffallend ist das dem »car« noch vorgesetzte »et«**) in 



*) «Si» entspricht ganz dem in ahnlicher Weise verwendeten lat. »sic». 
Cp. Post damnum sic vendas omnia pluris, Hor, cit. Georges Lex. «sic II. c.» — 



Diez m 4 405). 



**) cfr. Diez III 4 403. 




Aubr. 145,1, Biax jentis oncles, et ear li soit meri; dies «et» 
findet sich in lebhafter Rede, nicht run die Satze zu verkniipfen, 
sondern urn den Uebergang von der Anrede (es geht immer ein 
Vocativ voraus) zum Ausruf e (hier : «des Wunsches») zu vermitteln. 

Vgl. Huon 294,5 ff. Lire, dist Nales, por Diu de majeste\ Et qu'or vous 
prenge de Huelin pite\ — In : Baud. I. 213,17 if. Li contes de le Marehe, qui 
la estoit saisis, Dist a ses IV. frereH, ehius la est nos amis; Diex le voeille 
garder, car il ne soit ochis! 

ist neben der Moglichkeit, dass «car» hier einen zweiten, unab- 
hangigen Wunschsatz einleitet, es wahrscheinlicher, dass »car« 
(an Stelle von »que«) den von »Diex le voeille garder « abhangi- 
gen Zwecksatz einleitet; es kann vielleicht als »cor« (= cor = 
qu'or)*) erklart werden. 

^5. Auch haben wir ein Beispiel zu verzeichnen, wo die 
Verwendung zweier Partikeln ncben einander als einleitende Ver- 
starkung des unabhangigen (unbedingten, realen) Wunschsatzes 
stattgefunden hat, wohl zu dem Zweck, dem Wunsche erne noch 
intensivere Kraft zu verleihen. Diese Art der Verstarkung tritt 
haufiger auf bei den spater zu besprechenden irrealen Wunsch- 
satzen. 

Huon 294,5 ff. Sire, dist Nales, por Dieu de majeste, Et qu'or vous 
prenge de Huelin pite\ 

y. In der Form der indirecten Rede ausgedriickt, findet sich 
der unabhangige Wunschsatz in: 

Berte 65,17. Berte le prent et dit que Diex Ten sache gre\ 

S. Endlich zeigt sich der unabhangige (unbedingte, reale) 
Wunschsatz in der Form eines Relativsatzes. Trotzdem der Wunsch- 
satz scheinbar durch ein einleitendes Relativpronomen an sein Be- 
stimmungswort angekniipft ist, haben wir es mit einem vollstandig 
unabhangigen Wunschsatze zu thun ; es ist namlich z. B. in Alisc 
64,24 »Li quens cevauce, qui Diex croisse barnage« dieser expli- 
cative Relativsatz nur eine andere Schreibart fiir »li quens cevauce 
Diex li croisse barnage« oder »Li quens cevauce, que Diex li 
croisse barn age « etc. Der Wunsch ist also in alien Fallen der- 
selbe, nur die Form ist verandert. Belege fiir die Verwendung 
des Conjunctives in solchen explicativen Relativsatzen sind ziem- 
lich haufig. 

*) cfr. Diez III 4 214 Anm. und Wackernagel, Altfz. Lieder pg. 145. 



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8 



Alisc. 63,24. Li quens eevauce, que Diex eroisse barnage. Aehnl. Aquin 
802, 1109, Berte 178,11 ,Fierabr. 108,8, 189,25, OaT. I. 98,5, — Aquin 3083 ff. 
Le ber due Nesmes, qui prenge bonne fin, — Avign. 57,29 .... Et ung bon 
pelerin, qui Diex face pardon ! Aehnl. Jerus. 4048, 1575, Cygne 2269, 9701, 
Gar. II. 268,17, 271,10, — Cygne 3095. La royne de France, a qui Dieux 
voelle aidier! ib. 4463 (que), — ib. 5883. Et ly bon pelerin quelhesus ben&e, 
ib. 31004, — Doon 15,11 ff. Or lea conduie Dieu par son disne commant, Qui 
les puisse sauver et mener a garant, — ib 49,30. Et li enfes Doez, qui Diex 
soit en aie, .... So: Alisc 63,32, Gaufr. 314,3, Aehnl. Huon 138,34, 
ib. 139,31, — Fierab. 106,3 .... Et les autres barons, cui Diex gart d'encombrier : 
ib. 118,9 (qui), Jourd. 3661. — Gaufr. 184,20. Et les barons Francheis, a qui 
Dex soit ami. — Gui B. 64,5. Si dirons des enfans, que Jhesu puist aidier. 
ib. 112.23, 113,4. 115,16, Ant. II. 26,6. Fierab. 133,9 (qui), Ren, 12,1 (cui), Alisc. 
20,12, Jerus. 637. 

c. Am Schlusse dieses ersten Abschirittes der Verwendutig des 
Conjunctives mochte ich noch einiger Bespiele Erwahnung thun, 
bei denen der Inhalt des unabhangigen Wunschsatzes in einem 
Nebensatze angegeben wird. Solche Beispiele sind: 

Berte 40,6 ff. Dame Diex, . . . Doiut qu'encor leur en soit li guerredons 
rendus! Huon 19,16, Gar. 1.194,11, Buev. 546 ff. -- Ren. 6, 22 ff. He 
portiers, biaus amis, de vos soit gra£ Que nos puissions entrer laiens en la 
cite . , . . Rol. 2938 ff. 

Im nachsten Zusammenhange mit der bisher zur Sprache 
gekommeaen Verwendung des Conjunctives mogen hier aueh die 
Begriissungs-undAbschiedsformeln ihren Platz finden . 

Begriissungsformeln. 

1) Im freundlichen Sinne: 

a. die Begriissung wird durch das Verb, »saluer « eingeleitet: 

Mac. 2073 ff. H le salua de la part de Jesu : Cil Damened£ qi ait*) 
la grant vertu Ve salyi, rods, e vu e vestri dru. So: Gui B. 11,11, 83,20 ff., 
Capt. 216,3 ff., Moniag. 118. 

fi. Der Ausdruck der Begriissung bat, sich bereits zu einer 
gewissenformelhaftenWendungausgebildet,wiein »bien veignies«, 
»bien soy 6s troa?6s« und ahnHcben Beispielen: 

Aubr. 2,32. Enfant, dist il, bien soies uos troue. So: Huon 127,13, 134,34, 
181,16, Gapt. 13,3, Doon 332,8, Raoul 319,9, Ren. 47,12, Paris 29,14, 47,9, 
€ygne 26178 ff., — Aubr. 162,18. Bien soit uenus li fius Basin le fieri Mort 

•) »Ait« ist hier, wie tiberhaupt in den franco-italienischen Denkmalern, 
nicht die Conjunctivform, sondern die 3. p. ind. praes. Cfr. Gerard deViane: 
B3, AS, 43, 47, 85, ^6, 165, 186 etc. — Mac. Berta etc. Die gewohnliche 
Form der 3. p. conj. praes, ist »aca« in derartigen Denkmalern. 



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G. 196,9 ff., — Berta 425. Vu sies ben trove! — Mac. 676. Dist li rois: vu 
sies ben Venus ! ib. 2082, Jourd. 310, Viane 3152, Cygne 3558, — Berte li8,19. 
Mere, ce dist la Serve, bien puissiez-vous venir! So: Huon 22,15, Gar. I. 
153,8, II. 3,4, 55,19, 111,12, 137,2 , 258,8, 269,19, Mort. G. 201,3, 121,9, 
ib. 241,8, — Cygne 18504. Roys de Jherusalem, voas soyes bien vignant. — 
ib. 1916. Biaux fieux, ce dist li roys, bien soye» retournes! Pampl. 5326 ff. 
— Aubr. 87,13. Bien veignies, sire, dist la dame honoree. So : Huon 134,32, 
Gar. I. 145.18, Mort G. 28,10, 80,13, 96,6. Raoul 322,1, Paris 16, ib. 88,2, 
Baud. I. 6,20, 248,4, 275,1, II. 74,24, 108,20 , 316,4, Cygne 2864, 
ib. 29788 etc. 

Die Begriissung betrifft nicht die ^ngeredete, sondern eine 
dritte Person: 

Gar. I. 300,4. Or dist li rois: Bien puist-elle venir! Aehnl. Mort G. 
18,25, 19.16, — Mort G. 18,15. Dist la reme: bien puissent-il venir! ib. 22,8. 

2. Die Begriissung wird geaussert gegen eine unwill- 
kommene Person: 

Gaufr. 164,30 ff. Puis li a escrte: Mai soies vous venant! ib. 174,19. 
Et se che estes vous, mal soies vous trouv6! — Ren. 362,12. Frere, mal 
veignies vos; fet nos aves annoi. 



Die Abschiegsformeln treten bei weitem nicht so haufig auf 
wie die soeben behandelten Begriissungsformeln, haben sich in 
Folge dessen auch weniger zu formelhaften Wendungen ausge- 
bildet. Hierher zu stellen waren: 

Mort G. 19, 18. Et dist la dame Bien aiez- vos, Amis! (= gehabt eucb 
wohl !), — Paris 22, 18. A. Damede de gloire soit vos cor commandez, — 
Raoul 401, 9 A Mahomet soies vos commended, — Ren. 125,38. A dame 
Deu de gloire soies vos comandes. — Ant. I. 42,1. A Dame Dieu soies- vos 
comandes! und annl. Ausdr. — — 

Bevor wir nun zu dem zweiten Theile unseres ersten Ab- 
schnittes, zu den Verwiinschungen, ubergehen;" wollen wir erst 
noch jene Beispiele betrachten, in denen der Wunsch sich insofern 
zu einem guten gestaltet, als durch seinen Inhalt ein bevorstehen- 
des TJnheil abzuwenden versueht wird. Satze solcher Art pflegen 
eingeleitet zu werden durch »N e place D i e u« , »D e x m e 
gart« und ahnliche Ausdriicke. Der Inhalt des Wunschsatzes 
wird meistens durch einen Nehensatz angegeben. 

Fierab. 10, 30 Sire, dist Guenelun, Dius en gart mon barn6. Aehnl. 
Gui B. 42,27, Floov. 31,6, Oti 50,9, Raoul 11,14, 272,4, Mort G. 81. Ja 
Dex de gloire ne Ten doigne joi'r! - Orenge 737. Bex le deffende de perte 
et damage! — Jerus. 1761. Baron, or a TassenthDex vos destort de mal!^ 



Abschiedsformeln. 



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Viane , 2140. Cil damedeus 



et da mort te desf^nde. — Aubr. 14,20. 



Ne place Dieu, nies, que nous i muiriens . . . . , ib. 140/27. Ja ne place Jesu 
Que por le cors aie l'espir perdu, ib. 145,22, 232,9, — Amis 396. Ja Deu lie 
place que vive un mois entier I Aehnl. ib. 3353 ff., 1918, Buev. 1889, — Capt. 
194,18, Cygne 27207, 29321, Avign. 41,16, Gar. II. 182,4, 263,13, Gui N. 8,14,. 
12,30. 40,5, Gui B. 24,19, Huon 19,10, 44,2, Aiol 594, 1437, 1797, Jerus 6697, 
7171, Jourd. 615, Mort G. 13,12, 103,1 ,126,20, Mac-. 3130, Raoul 193.18, Ren. 
150,33, Rol. 1062, 1073, 3710, Ross. 292,17, Saisn. I. 225,4, Viane 660, 2055,. 
ib. 3969, etc. etc. 



a. Ohne einleitende Partikel: 

Aiol 1509. Maleoite soit toute Tame uo pere! Aehnl. .ib. 4806. Aubr. 16,26,. 
ib. 35,29, Aquin 2367, Buev. 794, Huon 43,22, Ren. 9,6, Viv. 157, — Aubr. 33,36. 
Au vif deauble soit ses cors comandez ! Alisc. 44,2, 73,13, 133,32, Doon 
219,10, Otin. 66,12, — Berte 84,12. Dame Dieu les confonde, le fils de sainte 
Marie! Aehnl. ib. 93,16, 100,12, 101,4, 102,12, 103,12, 107,2, 118,6, 119,1 
etc., Buev. 284. 1614, 1781, 3376, Baud, H. 53,29, 252,11, Gar. I. 47,1, Gui N. 
7,21, 10.5, Huon 30,1, Jourd. 111,126, Mac. 175, 2224, Otin. 64,4. Ren. 44,35,. 
etc. — Aubr. 101,26. Cuiurt Flamenc, dieus uos doinst enconibrier! Aehnl. 
Rome 841, Doon 149,19, 167,14, 293,17, Huon 287,4, Looys 1572, 2555, 
Jerus. 327, Raoul 202,5 ff.. — Charr. 7313. Diva! vilaines, Mahomes mal de 
face! Looys 2414, Rol. 1895, — Berte 89,11. Grant avoir assemblerent, Diex 
les puist mateir! Aehnl. ib. 23,17, 31,2, 31,7, 32,3, 34. 11 etc., — Avign. 9,21, 
Ant. 1. 247,3, II. 132,15, Buev. 3052, Gar. I. 32,5 (Dex les puit = puist) mal^irt 
ib. 107,14, 108, 19, Jourd. 3993, 4041, lien. 391,3, Raoul 327,10 etc., — Aquin 
2129. Mal feu d'enfer arde ceste cit6! Jourd. 994, — Gar. I. 107,6. Mal gre 
en ait Bernars et Fromondins, Mort G. 136,3, Raoul 172,10, Rol. 1928, — Capt. 
194,9 . . . t'aiez mallaichon! ib. 217,26, Rol. 1958, Jourd. 7754, — Rol. 3276. 
De vos seit hoi male confusiun! ib. 32,99, — ib. 1616. Tere major, Mahomet 
te maldie! Charr. 1427, Aquin 537, Gar. I. 209,15, Huon 152,29, Mac 391,687,. 
Ren. 3580, Raoul 284,9 etc. 

fi. Mit einleitender Partikel: 

Der unabhangige Wunschsatz, im verwiinscheiiden Sinne 
gebraucht, ist nur selten durch eine verstarkende Partikel einge- 
leitet, es tritt nur «que» auf, und auch dies nur : 

Doon 291,13. Que maudit soit le queu de son dieu Appolin, ! 

y. Haufiger hingegen sind wieder die Beispiele, wo der unab- 
hangige Wunschsatz als explicativer Relativsatz auftritt: 

Aubr. 7,17. E si dui fil, cui diex doinst encombrier ! Aehnl. Looys 1846, 
ib. 1997, 2144, Ogier ,3110, Jourd. 33, Gar. n. 84,11, Alisc. 4,11. Gui B. 24,24 
(qui), Otin. 40,2, 64,4, 85,2, Aiol. 1821, Gaufr. 179,31, — Berte 26,12. Et 
Tybers l'a saisie qui moult ait mal dalie ! Ant. II. 299,7, — Berte 122,11. C'est 



as. Verwiinsch end. 




11 



la tille Margiste cui li cors soit niaudie! — Cygne 377. Sa matrone remest, 

qui ait maleichon, ib. 5641, Gar. II. 96,14, Otin. 2,29, — Gar. I. 27,2 

Quant point Doutrages, cui Diex puist craventer! ib. I. 37,11, 277,24, Cygne 
254 ff., Gaufr. 71,31, 187,27, 189,33, Jourd. 4041, 4064, [Looys 1453, Mong. 
237, — Huon 274, 23. Gibouars Tot, cui li cors Diu maldie! Aehnl. Floov. 
10,15, Gui B. 116,25, Jerus. 6215, Mac. 360, 1249, — Gar. I. 47,2 .... A 
tuit lor gent, cui Diex envoist grant honte! — Jourd. 171 ff. Fromons li fel, 
cui ja Dex nen aiut, Ren. 159,3, — Ogier 113. Gaufroi mes peres, cui tot con- 

fonde D£, — Rome 971. Laens furent payen, que dieu doint mal 

dehe\ ib. 1067, 1306, 1431, 1354, Buev. 151 (cui Diex doinst male estraine! 
ib 1699) etc. 

Hiermit moge nun unsere Betrachtung iiber die Verwendnng 
des Conjunctives in den unbedingten, realen Wunschsatzen 
abgeschlossen sein, und wir wollen uns nun zu einem andern 
Abschnitte wenden, der iiber die Verwendung des Conjunctives 
in den bedingten, realen Wunschsatzen handelt. 



b. Die bedingten Wunschsatze. 

1. Der Wunschsatz ist bedingt durch einen 
Relativsatz; 

a. Gutes wiinschend, im Sinne einer verheissenden Belohnung. 

Aiol 958. Bien ait qui uous aprist a ceuachier! — Aubr. 40,22. Nies,. 
dist li oncles, bien ait, qui te porta! So: Huon 165,14, Baud. II. 69,5, Cygne 
2673, 17290, Buev. 3405, Capt. 193,2, 228,22, Fierab. 8,14, Gaufr. 218,8, Saisn. 
I. 109,1, — Gaufr. 119,17 ff. Benoite soit la dame que tele me donna Et la 
terre ensement qui tele herbe porta, — Mac. 3555. Ben soit la vie qe no 1'oit 
obli£, — Ross. 357, Bon gr£ ait li sainz home qui Ten plevis! etc. 

fi. Verwiinschend, zum Zwecke drohender Warnung. 

Alisc. 114,18. Maleois soit ki cest fust doit porter 1 — Ant. I. 83,19. 
Dame Diex les maudie qui le mont estora! — Aubr. 12,29. Mais hounis soit 
qui ne se defendra. Aehnl. Berte 109,14, Baud. I. 252,20, II. 4,1, 15,12, Cygne 
15807, Gui B. 80,8, Floov. 4,1, Mong. 261, Ogier 569, Ren. 11,16 — Baud. I. 
43,3. Mainfrois, dist la royne, pendus soit qui en ment, — Berta 266. Mal 
aca quel que proier se lasa! Gaufr. 295,12. Baud. II. 290,7, Huon 164,4, Mac. 
944, Ogier 2163, Pampl. 3598, Ren. 14,15, Viane 3460, Rol. 1047, Ross. 308,9, 
ib. 308,23, — Gaufr. 14,32. Fel soit qui ne vent tant com son cors vivra! 
ib. 253,1, — Rol. 1107. Mal seit li coer ki el piz se cuardet. Alisc. l() r 19, Amis 
779, Charr. 147, Huon 131,11, Mong. 904, Mort G. 36,4, Orenge 1817, Raoul 
284,10 etc. 



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12 



Das Relativpronomfen ist ausgelassen in: 

Gui N. 78,25. Et dist Gui de Nanteuil: Couars soit ne l'otrie. Ebenso: 
Fierab. 111,2. Debet ait ne s'en painne puis qu'ele ara menbr6. 
Das Verbum ist ausgelassen in! 

Huon 143,2. Mai de celui qui puist a lui parlerl Vgl. unser »8chande 
iiber Dicb«, »Wehe Dir«, »Wehe dem« u. s. w. 

Verstarkt, und zwar durch die Partikel »si«, tritt der 
bedingte Wunschsatz auf in: 

Aquin 1514 if. Paiens respondent: A vostre volontS, S'il soit honni et 
si ait mal dehe\ Qui n'y ferra o le branc acer6! 

2. Der Wunschsatz ist Hauptsatz eines 
Bedingungssatzes. 

Der Wunsch aussert sich als bedingungsweise Verwiinschung 
im Sinne einer Betheuerung. 

a. als bedingungsweise Selbstverwiinschung (d. h. die Ver- 
wiinschung betrifft die redende Person). 

Alisc. 228,5. Se ne me venge, dont aie mal dehes. Aebnl. Gui B. 80,11, 
Berta 879 ff. Deo me confonde qe sofri pasion, Se mais par moi le savera nul 
on. Aehnl. Jourd. 348, Huon 235,16, Mong. 349, 592, Orenge 296, Par. 28,2, 35,10, 
Ren. 79,00, 128,24, 128,26, Rol. 788, Viane 3565, Mac. 547, — Berte 80,13. Et 
je soie honnie se je bien ne vous paie, — Gar. I. 245,8 ff. Se ne li rens ses 
mortis anemins, Li rois me fasse tos les membres tollir, — Gui N. 12,30 ff. 
Se je n'en fez droiture au los de mi baron Ja Dame dieu ne place de son 
saintisme non Que chaigne mes d'esp^e ne cauche d'esperon. — Mong. 349, 
Se jou le soueffre, maldite soit ma gorge, — Ross. 321,21. Mal aie, si ge ore 
i quier aunar. ib 324,11, 326,9 etc. 

f$. Die Verwiinschung betrifft nicht die redende, sondern 
eine dritte Person: 

Ant II. 83,8- Mal ait s'ainc i desist parole ne raison. Aiol 1862 Mal 
ait s'onques Aiols en uausist I. baillier, Gui No. 13,17. Ja Dex n'ai'st Kallon 
-s'a fourques ne me pent! Gui B. 35,8, ff., — K. Reise 516. Trestuz seit fel 
li reis, s'essaier ne vous fait! — Ross. 379,9. Deh6 ait s'el vos rent oncor 
Alpais! ib. 385,23. — In: Saisn. I. 211,1 ff. Baron, dist Karlemaines, par le 
Seignor dou mont! Qui bon consoil set dire mal, ait s'il le respont! ist 
naturlicb das Komma hinter «mal» zu streicben und hinter «dire» zu setzen. 

Zuweilen hat sich eine solche hypothetische Selbstverwiinschung 
zu einem G e 1 u b d e gestaltet. 

Beispiele in denen der Conjunctiv zur Verwendung kommt, 
finden sich: 

Gaydon 9. Dex me confonde parmi la crois ensom, Se mais menjug 




13 



de char ne de poisson, — Fierab, 81,20 ff. Mahomet me maudie qui j'ai vo£ 
mon eief, Se ge jamais mengtie tant comme vis sotes. u. ahnl. Bep. 

Im Anschluss an diese unabhangigen Wunschsatze, deren 
Inhalt eine Verwiinschung im Sinne einer Betheuerung enthielt, 
lassen sich am besten jene unabhangigen Wunschsatze einfiigen, 
in denen der Sprechende im Sinne einer Betheuerung etwas 
Gutes auf sich oder auf eine angeredete Person herabwiinscht. 
Diese Betheuerungsformeln werden auf zweifache Weise ausge- 
driickt, einmal vergleichend durch das correlative si, 
ganz entsprechend dem lateinischen sic in: Sic me deus adjuvet, 
zweitens aber conditional durch. das hypothetische se 
mit dem Conjunctivus optativus.*) 

a. correlativ. 

a i. Der Wunsch betrifft die redende Person: 
Amis 134 ff. Si m'ait Dex, molt voz teing a bricon, ib. 155, 159, 621, 
1406, 1424, 2494, — Ant. I. 98,3, Band I. 6,34, 248,4, 275,1, Capt. 116,12, 
Doon 293,26, Gui B. 62,26, 63,3, 86,21, 91.8, — Gar. I. 124,12, Huon 22,5/ 
22,15, 122.18, Gorm. 208, 221, Jourd. 45, 483, Mort G. 5,6, 104,11, 220,17, — 
Paris 19,27, 61,26, 64,26, Raoul 100,9, Ren. 5,17, 13,25, 16,8, 17,11, 75'38, 
ib. 356,1, 362,2, Ross. 326,5, — Viane 602, 1076, etc. — Berte 153,10. Mieus vou 
droie estre mort, si me soit Diex sauvere. ib. 155,13. Plus l'aim que mes enfans 

si soit m'ame sauv£e. ib. 37,11 si ait Dix en moi part. — Buev. 2535- 

si me gart Mahons, Limbanors ai a non, rois sui des Esclavons. Ross. 

296,30, — Huon 139,31 Car je vous di, si me soit Dix aidant, Cou est Dunostre 
que vos ales v£ant, etc. 

a 2. Der Wunsch betrifft die angeredete Person: 
Fierab. 14,9. Vasal, dist Fierabras, si fait li tiens D&s, Car me di ki 
tu es, ki est des parentis. — Rome 1285. Diva, fist, dans feitour, si fait li 
tiens deus. Que est en ces barils? Hier ist wohl an Stelle des Punktes hinter 
deus besser ein Komma zu setzen. 

ft. conditional: 

fti. Der Wunsch betrifft die redende Person: 
Amis 33,53. Jai non Amis, se Dex me face aie, Et cist Aniiles, ne'l 
mescreez voz mie. Cygne 554, — Alisc. 35,6. Mais, se ja m'ame ait de Mohon 

salu, Ne mangerai , — Jerus. 9105, — Aiol 1637. Sire, ne sai que dire, 

se dieus me puist aidier. Aehnl. Aubr. 76,25, Berte 19,7, — Huon 15,20, 143,31, 
ib. 186,29, 205,33, 284,3, 290,16, 304,18, Buev. 3057, Gaufr 187,16, 213,9,. 
— Cygne 24203. Sire, ce dist Pi6ron, se Deux me ben&e, Se vous mande 
. . . ., Pampl 352, — Huon 164,5. Mais saci£s bien, se Diex me doinst sant£, 



*) vgl. Diez. Gramm. Ill* 213 § 4, ib. 357. § 3. Bischoff a. a. O. pg. 10. 



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14 



Ma cannon tost vous ferai definer. ib. 296,11. Jou vous dirai, se me soit Diex 
amis, Que bien seroit, certes, ce m'est avis. 

^2. Der Wunsch betrifft die angeredete Person: 
Amis 297. Sire Hardr£, se Dex vos benele, Par eui conduit veiiez en 
ceste ville? ib 3345, 3351, Pampl. 5337, — Boon 145,8. Segneurs, fet Do li 
preus, se Dex vous doinst sante\ Dites moi . . . — Huon 106,14. Car le me 
di, se fame ait ja salu ! ib. 229,16 .... Parole a moi, se fame ait ja pite. — 
Fierab. 33,13. Di moi pour coi l'as fait, se Diex te puist sauver. etc. 



c. Die irrealen (unerfiillteii oder unerfiillbaren) YVunschsatze. 

Der Modus in diesen Wunschsatzen ist der Conjunctiv des 
Imperfectums oder Plusquamperfectums, wahrend in den bisher 
behandelten realen Wunschsatzen der Conjunctiv des Prasens ver- 
wendet wurde. Auch hier haben wir neben der Verwendunar des 
blossen Conjunctives denselben verstarkt durch die den Wunsch- 
satz einleitenden Partikehi: »que, si und car« ; einmal zeigt sich 
auch der irreale Wunschsatz als explicativer Relativsatz. 

a. Ohne einleitende Partikel: 

Amis 474. Et dist li rois: buer fust elle onques nee. — Ant. II. 226,7. 
Baron, dist-il a eus, buer fussi£s onques n£! Par. 11,2, Ren. 22,38, — Cygne 
2679 ff. Bielle, dist Helyas, a bien fusstes-vous nee, Bien deves iestre a moy, 

chier vous ay accat^e. — Jourd. 1022 Li fiuls Girart, mar futssez 

onques nes! — Viv. 1562 ff. Dex por quoi vif, que je ne sui morant, En eele 
joie que desirre tant Fust la moie ame avec les innocenz! — ib 1801 ff. Va-tu, 
mal fussez onques nez, Honiz soit-il qui vos a engendr£! etc. 

Der Inhalt des irrealen Wunsches wird in eineni abhangi- 
gen Satze ausgesprochen, und zwar ohne einleitende Verstarkung 
des Hauptsatzes. 

Avign. 16,13. Pleust au roi des ciex et sa mere Marie Que je fusse pur 
vous sous vo targe florie! Alisc. 133,26, — Baud I. 218,26 ff. Pleust a Dieu 
de gloire, le roy de Bethleant, Que chains le tenisse, en che chastel luisant ! 
— Berte 141,7. Pleust Dieu que le fusse, j'en aroie grant joie! — So: Cygne 
3203, 3210, 3410, 4401, 34111, Capt. 84,24, 116,15, 146,15, K. Reise. 405, etc. 

ft. Der Wunschsatz wird verstarkt durch einleitende Partikeln : 
fii. durch die Partikel »que« : 

Amis 1228. Oiez seignor, que buer fussiez vos nes. Cygne 25530 . . . ., 
que mal fust-elle nee! — Alisc. 243,12 ff. Verrai com ses tes amies menoier 
Et ton ceval conduire et eslaissier Que vous v&sse cest espie abaissier. — 
Gaufr. 70,30. H6! que pleust Mahom que resuscitissies ! 




fiv. durch die Partikel »si« : 

Amis 607 ff. Li cuens Amiles fa moult gentiz et ber, S'il se poi'st de 
Hardre delivrer. — Gui N. 76,7. Moult sunt bon chevalier, s'an Deu fussent 
creant! — Jerus 4573. Or s'en vont tot ensanble, si les conduist malfes! — 
Paris 16,21. Bien resamble preudome, s'il atist leiaut^I — Rol. 3164. Deus! 
quel baron, s'otist chrestientet ! 

fid. durch die Partikel »car« : 

Aubr. 15,20. Por dieu de gloire, et*) car me creissies! — K. Reise 327. 
Car la tenisse en France, e Bertrans si i fusset, A pels e a martels sereit 
(ja) escansue! — Ross. 366,31. Dex! ce dist li reis, quar fust-il taux! — Girb. 
Rom. Stud. I. 458,21 ff. E dist Gibers: II Tauoit deserui. Car fuissent ores 
tuit li autre ensi! 

Der Inhalt des durch »car« eingeleiteten, irrealen Wunsch- 
satzes wird durch einen Nebensatz ausgesprochen. 

Buev. 3689 ff. Car pietist a celui en cui il sont creant Qu'il fussent 
nostre ami toujours a remanant, Car moult samblent bien estre en tous bien 
en tend ant. — Orenge 564 ff. Quar pleust Deu, qui onques ne menti, Oue or 

fust ci Bertrans li palazins , So: Huon 230,23, Jourd. 412, Mort G. 

117,3, 132,21 ff., Saisn. 215,1, etc. 

Urn dem Wunsche eine noch starkere Kraft zu verleihen, 
zeigt sich auch in einzelnen Beispielen das Nebeneinanderauftreten 
mehrerer einleitender Partikeln, indem dem optativischen »or« noch 
eine andere Partikel z. B. »que« oder »car« vorgesetzt ist.**) 

Gar. II. 140,11. Diex! qu'or n'i fust dus Begues de Belin! — Huon 
156,6 ff. Cor fust il ore a Paris le chite, A Karlemaine qui est rois courones ! 

— Gaufr. 147,3 ff. Que pleust ore a Dieu le roi de majeste Que le roi Kal- 
lemaines le vous eust donne! — Gui B. 30,22 ff. Cor pleust ore a Dieu qui 
Longis fist pardon Que fuissies en France, a Paris, sa maison, , — 

»Car or« finden wir ahnlich verwendet : 

Alisc. 56,20. Sainte Marie, roi'ne coron^e, Car fuise jou or morte et entente ! 

— Ant. II. 231,20 ff. Car pleust or a Dieu qui en crois fu penes Li pules 
•d'Orient i fust tous dessambles ! — Buev. 1668 ff. Vrais Diex, et car fust ore 
-ehascuns de nous armes, Si nous venderiens chiers as paiens desfaes, Miex 
vorroie inorir k'estre emprisonnes. ib. 1853 ff., Looys 1538 ff., Gaufr. 192,2, 

— Main. III. 2. Et respont Galiiene: Car fust il ore voirs! etc. 

y. Als explicativer Relativsatz zeigt sich der irreale Wunsch- 
satz in: 

Aquin 663. Aiquin desrenge, que Dieu petist- maudir I 



*) cfr. pg. 8 unten. 

**) cfr. Diez ni 4 213 Anm. 




16 



<L Der Conjunctly in den unabh&ngigen Aufforderuiigss&tzeiK 

a. Die Anfforderung ist gerichtet an die redende Person. 
Solche Selbstaufforderungen sind : 

Gar. I. 12,1. Diex, dist la dame, toi puisse mercier. — Ben. 230,23. 
Dex! ce dist Ogiers, toi en puisse aorer, — Aubr. 98,2. Dist li Borgoins: 
dieug en soit aoures. (scil. »de moi«). So : Fierab. 32,20, 100,3, Looys 1396, Orenge 
163, Saisn. 250,1, Viv. 670, Alisc. 219,28, Gui B. 63,11, Huon 310,19, Ren. 
123,1, Jerus. 741, Gui N. 78,4, Raoul 23,7, Baud. I. 134,12, Moniag. 823, 
ib. 2238, Gaufr. 241,7, 242,13, 305,32, — Ant. I. 10,1. II crei bien en Dieu, il en 
soit gractes. So: Looys 2198. Gui N. 47,13, Huon 13,12, 23,1, Raoul 87,14, 
Rol. 698, — Ogier 4865. Dex! dist li rois, tu soies aor6s ! So: Fierab. 85,8, 
86,15, 184,11, Jerus 2338, Floov. 15,19, 76,5, Main VI. 49, Saisn. I. 174,1, — 
Looys 59. Peres de gloire, tu soies mercie\ ib. 1271 etc. 

ft. Die Anfforderung richtet sich an die angeredete 
Person. 

/Si. Die angeredete Person ist Subject: 

Von den hierher zu rechnenden imperativiscken Con- 
junctiven kommen zunachst in Betracht die bei Diez II 4 253 
erwahnten Imperativf ormen der Verben » avoir, estre, savoir 
und vouloir«. Einige andere Beispiele, in welchen ebenfalls, 
allerdings als seltene Ausnahme, Imperativformen dem Conjunctiv 
entlehnt werden, mogen spater zur Betrachtung gelangen. »Or«, 
»car« oder »si«, als einleitende, verstarkende Partikeln, treten 
gern an die Spitze dieser unabhangigen Aufforderungssatze. Da 
die Beispiele sich ziemlich baufig wiederholen, so werde icb des 
Raumes wegen nur die Belegstellen citiren: 

»aie8«: Gui B. 42,15. N'aies mie paor, tu es a sauvreteV Aiol. 169. ft". 
N'aies cure d'autrui feme enamer, Car ehou est uns pechies que dex mout 
het; Fierab. 131,2. Glorins sire pere, aies de moi pit4. Rome 1194 etc. 

»aiez« : Berte 28,10 ff. Sire, ce dist Aliste, or n'aiez ja pensee Que par 
ceste fust onques traison pourparler, Baud I. 377,29. Je ne cuidoie pas, ja 
n'en aies doubtance, Con annast aussi bien le teste que le panche. Jourd. 
82, 2745, 3945, Buev. 2748, Otin. 29,4, Ant. I. 46,13, II. 24,2, 211,5, Doon 190,3, 
Jerus 8054. Cygne 1904, Allisc. 15,4, Huon 261,20, 285,15 etc. 

>S0ies«: Aiol. 3044 if. Che sont II. parteures, de tex n'est plus, A qui 
que auoirs faille, soies seurs. Fierab. 23,7. Une riens te dirai, si en soies tous 
ns etc. 

»soiez« : Jourd. 1234. Or tost seigneur soiez les secorrant ! ib. 4183 ft'. 
Se n'aiez la, de ce soiez bien fiz Perdu avez le roiaume a touz dis, . . . , r 
Berte 75,4, Buev. 78, 1001 fi\, 2747, Cygne 3493, Doon 232,8, Gar. II. 30,8, 
Gui N. 93,13 fe., Gaufr. 2,29, 9,8, 10,19, Fierab. 165,33, Paris 11,18, Raoul 



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229,5, 319,9, 330,7, Mac, 147, 3052, 3479, Pampl. 4699, Saisn. I. 41,12, 86,5, 
ib. 128,5, 165,6 etc. 

»8acti68«: Avign. 19,6 ff. Fai lai ysnelement, je le te lo, Gamier, Et se 

tu ce lie fais, saches sans meneongier, Jo te forfendrai , Aiol 173 t 

ib. 1743, 1781, 1786, Buev. 890, Doon 9,4, 191,24, Fierab. 15,7, 165,36, Huon 
153,19, Jems. 6527, Mac. 2864, Ren. 6,35. Saisn. I. 162,10 etc. 

»8achiez«: Huon 164,5 ff. Mais sacies bien, se Diex me doinst sancte, 
Ma eaneon tost nous ferai definer. So: ib. 122,26, 284,19, Amis 534, 3274, Aubr. 
34,8, 32,11, 199,12, Ant. I. 190,9, II. 158,15, Aquin. 353, 394, 2018, Baud. I. 
54,1, II. 64,18, 133,1, 236,5, Buev. 124, 717, 904, 2713, Berte 43,4, 173,11, 
ib. 177,13, Berta 218, Capt. 144,14, Cygne 675, 699, 1756. 4683, 16673, 25670, 
Doon 57,18, 245,5, Floov. 33,25, 36,12, 57,29, Gaufr. 69,12, 70,19, 93,8, 
ib. 220,10, Gar. II. 50,10, 191,2, 218,16, Gui B. 80,13, Gui N. 95,20, Jourd, 
272, 845, Jems. 439 ff., Mort G. 59,20, 116,3, Pampl. 498, Raoul 11,20, 
ib. 327,3, 322,19, 322,25, Ren. 3,9, 4,3, 344,9, 434,27, Viane 1948, 3292 etc. 

»V6llilliez« : Dieser imperativische Conjunctiv findet sich 
nur als uinschreibende Form : 

Aquin 2279 ff. Oil est la chartre? ne me veillez celer, Ou Aiquin a nos 
gens enprinsonnez? — Berte 62,8. Or me veuillez, dous sire,de cest peril jeter, — 
ib. 58,6 It'., Baud. I. 55,23, Lors dist au castellain: Voelliez moi escouter, 
ib. I. 255,3, 278,14, 345,1, II. 177,1, 298,35, Capt. 81,5, Cygne 3492, 4775, 
ib. 15828 etc. 

Was die Form savez anbetrifft, so ist in Gaufr. 58,11 ff. 
»La puchele s'en tome s'a encontre Lion Qui apportoit asses pain et vin et 
poisson: Amis dist la puchele, savez que nous feron: Je m'en vois u pales, 
pens^s de che baron« an Stelle des Doppelpunktes hinter »feron« 
ein Fragezeichen zu setzen, und der Satz ist somit seines impera- 
tivischen Characters entkleidet. 

In Aiol 479. Bien saues que uales ne cescuiers Ne doit aporter amies, 
c'est cheualiers«, und Girb. Rom. Stud. I. 445,5. »Vos estes chies vos, bien 
le saueis« ist » saves « wohl iiberhaupt nicht als Imperativ sondern 
als In dicativ (= ihr wisst doch wohl . . .) aufzufassen. 

Einige noch als echt zu verzeichnende imperativische 
Conjunctive von anderen als den zuvor genannten Verben 
treffen wir in: 

Aiol. 75. Oies boine canchon de meruelos barnage! — Aquin 1914 ff. 
Einz que l'an en puisse estre passez J facez voz vertuz et demonstrez, Aper- 
tement voz vertuz y facez ! — Baud. II. 187,28 ff. Ales a li parler, n'en soies 
plus tenus, Et d'aucus biaus parlers et amoureux salus Fachtes a la royne. — 
K. Reise 681 ff. E at dit as Franceis: Pas ne vus esmai'ez, Devant le rei 
Hugun al palais en vengiez. — Looys 2450 ff. Et tu en praignes aussi a ton 

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talant, Cil qui vaintra, qu'il ait tot son creant. — Ren. 4,8. Por l'amur Deu 
de gloire, laisies tes maus penses etc. 

Neben der bereits erwahnten Umschreibung des lmperativs 
durch »vouloir« findet sich auch, besonders in den franco-italieni- 
schen Denkmalern, eine ahnliche Umschreibung vermittelst des 
Verbums » d e v o i r « : *) 

Berta 706 if. Segnur fait ella ne vos doia noier, Prendes la dame a ves 
justisier Et sana e salva vu la dica'mener A son segnor qe l'oit adesion. — 
Mac. 51 if. Tosto da moi vos deca desevrer. E ben vos guardes de uncha mais 
parler, de ces paroles a moi derasner. — ib. 664 if. Albaris sire: alez vos 
pariler, Cun la raine el vos convent aler, Et in tal lois vu la deca jmener, 
Tant qu'ela soia fora de mon terer. 

ft 2. Die angeredete person ist Object eines unpersonlichen 
Verbums : 

Aubr. 32,18. Souaigne vos, s'onques fustes amies, — Aquin 708 if. Vous 
soupviengne ou fut grant la bergaigne Contre Roland qui fut mort en Espaigne, 

— Baud. II. 117,5. Souviegne-vous de moi, pour Dieu si empries, — 

Gaufr. 177,12 if. Se tu es en peril, souviengne toi de mi, Et garde sus tes 
iex ne me met en oubli: — ib. 226,28 if. Et la dame li prie: Fix de moi te 
souviengne. pour Dieu le roi amant. — ib. 248,9. Robastre, or te souviengne que 
m'apelas maufe! — Paris 16,10 if. Et apres li a dit com ja oi'r porrez: Miles 
frans chevalier, sovigne vos de De! 

Hierher gehoren auch die Entschuldigungsphrasen : »n e t 
vos poist«, »ne vos anuit«, etc. 

Amis 620 if. Ce dist li cuens : ne voz poist, douce amie, Si mai't Dex, 
au cuer en ai grant ire, — Ant. n. 3 If. Sire, or ne vous poist mie ne soies 
esmaris, J'en irai conseil querre a nos barons eslis. — Aiol. 2529 if. Vostre 
merchi, biaus sire, Loeys rois, Les cheuaus prendrai jo, mes nes uous poist, 
Quand boinement m'aves fait cest otroi. — Raoul 168,20. Non ferai oncles, ne 
vos en poist il mie. — Gaufr. 251,26. Ele a dit a Maprin: Or nevous ennuit 
mie, Je me vois reposer en ma chambre serie etc. 

y. Die Aufforderung bezieht sich auf eine Handlung, welche 
in der Sphare der angeredeten Person liegt : **) 

Ant. I. 286,5. Signor, or ascout^s, n'i ait noise mene. — Aquin 1713. 
Sont nos genz vifs? ne me soit pas cele. Paris 84,1, Fierab. 4,27, 88,2, — 
Aquin 1719 if. Lors luy a dist: Sire mercy pour De! Laisez le deul, ja plus 
ne soit mene\ — Berte 36,16 £f. Belle, fuiez vous en, n'i soit plus delaie, 
Fierab. 13,2, 13,8, Jourd. 4151, Huon 50,9, Looys 625, Par. 82,22, — Main. I. 
22. Ces-tu qu'est devenus? n'i soit de mot menti. Gar. II. 113,5, — ib. IV. 
3 if. Quant Morans de Turfie lor a dit et rouve: Seignour, frans chevalier, 
n'i ait plus doulouse. — Viv. 384. Mandez secors, n'i ait regne tenue etc. 

*) cfr. Mussafia, Einl. z. Macaire pg. 14. 



') cfr. Bischoff pg. 15. 




d. In Aufforderungen an eine Mehrzahl von Personen, zu 
denen der Redende sich selbst mit rechnet, stent der Regel nach 
der Imperativ, ausgenommen shid die Verben »avoir, estre, 
vouloir, savoir«, die auch in diesem Falle ihre Formen dem 
Conjunctiv entnehmen. Beispiele dieser Art sind iiberaus haufig, 
als Probe mogen nur erwahnt sein: 

Huon 177,15- Mais puis qu'est mors, or le laisons ester, — Jourd. 459 ff. 
Reniers parole, a Erembroc a dit: Car faisons pais por nos vies garir De 
ceste chartre ou a tort sommez mis. etc. 

D agegen : 

Ant. I. 36,3. Seigneur, franc crestien, soion tout compaignon, — 

Rome 1074. Tant que poons durer, ci soions areste, — Raoul 258,25 ff. Plus 
hautement doner ne la poons, Et bien saichons que ill est jentix lions, etc. 

Auffallend konnten Formen sein wie: »Laissions, priions, 
aidions etc.« Wir haben hier aber nicht das spatere »i« des 
Conjunctives zu suchen, sondern es findet sich dies »i« bereits 
ini Infinitive und beruht auf dem bekannten Vorgange, dass be- 
tontes lateinisches »a« unter besttmmten Lautgesetzen im Fran- 
zosischen zu »ie« wird. 

f. Die Aufforderung ist gerichtet an eine dritte Person; 

a. ohne einleitende Partikel: 

Aubr. 34,11. Bien soit la ville et li chastiax gardes, Et cil dehors facent 
leuv volontes. — Ant. II. 211,5. Baron, aies les cuers adures et entiers, Et soit 
hui mais chascuns Dame Dieu soudoiers. Fierab. 107,4, Jerus. 2038, Raoul 
170,17, Ogier 4794, Ren. 78,6, 78,25, 100,35,223,34, Saisn. 1. 87,1, — Gaufr. 
15,1 ff. Segnors frans chevaliers, ne vous esmaies ja, Mez chascun prengne 
cuer, que Dieu nous aidera. — K. Reise 541 ff. Voluntiers, dist li coens, quant 
vus le m'otreiez. Pi*enget li reis espees de tuz les chevaliers, Facet les enterer 
entresk'as helz d'or mier Ke les puintes en seient cuntremuut vers le ciel. 
ib. 404 ff.. 567 ff., — Looys 2250. Touz ceus qui servent as poures seignorez 

Vieignent a moi, ge lor dorrai assez , — Rol. 1258. Ferez, France is, 

nul de vus ne s'ublit. — Rome 513. Qui bon conseil saura vienge avant si 
nous die. etc. 

fi. Die Aufforderung wird verstarkt durch eine den Satz 
einleitende Partikel : 
fi i. durch »or« : 

Cygne 1883. Or se voist Mauquare a son pooir gardant, de la dame 
n'ara ne secours ne garant. — Sui B. 8,23. Or s'en revoist chascuns arriere 
en son regne Et si face . . . ., Raoul 76,21. Or li varlet et li franc esquier 
Voist chascuns aprester son destrier. 



2* 




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# 2. dtirch «si» : 

Jourd. 2720. Mais qui voldra *on cors garir de mort, Si preigne caet 

, Otin. 1,1. Qui veust (=vetlt) oi'r chancon de biau semblant, Si face 

paiz, si se traie en avant, .... 

fts. durch »qn««. 

Huon 120,25 ff . . . . Que s'iJ i a ne fol ne menestrel Ne leceour qui 
n'aient ca loiter, Qu'il viegnent tot mangier a mon ostel. ib. 121,30, — Looy» 
1(509. Qui veult avoir gaaignier et conquerre, Qu'il viegne a moi, que noise 
tie soit faite. 

Den unter y angefiihrteu Beispielen entsprechen fiir diese 



Mae. 1558 ff. Et s'elo l'oit trove en nul pece, A nioi l'envoie, non 
sia entarde, — Rome 1071. Oheseun or se confesse, ne soit pechies celes, .... 

Anmerkungsweise mag audi noch erwahnt werden, dass bei 
einer milderen Ausdrucksweise der Aufforderung der Altfranzose 
sich des Indicativs Futuri bediente, wie in : 

Amis 2308 ff. Fiz, g'en irai, mais or ne sai quant c'iert. Voz remanrez r 
si serez chevaliers, Si garderez vos honors et vos fiez. — ib. 2456. Baron, 
dist il, a Rome m'en menrez A mon pan-in qui a non Isorez. etc. 

So auch bei dem so haung wiederkehrenden »ja mar le 

mescrerr6s« = n'en doutez point. 



e. Der Conjunctly in unabhandgen Einraumungssatz» ii. 

Aubr. 233,26 Pardones li, se il est a uo bon, Et il deuigne par loiaute 
uos horn, — ib. 50,28. Et cil respondent, si soit com uos agree. — ib. 71,14 r 
ib. 71,25, Avign. 26,2, 26,13, 60,32, 110,32, — Aubr. 234,16, Ant. I. 258,13, Baud I. 
60,15, Berte 178,17, Buev. 710, Gaufr. 77,9, 183,19, 217,3, 294,8, Ogier 38,40, 
Rome 905, Ren. 76,32, Rol 606, — Ant. II. 83.16 Puis si reviegne a nous, se 
il puet repasser. — Capt. 198,2. Or aviengne que viengne, ester fault ensement. 
Pampl. 728, 636 ff. — Gar. II. 102,10. Vengne li rois acquiter son pais, Ou> 
se ce non, il en sera bonis. Fierab. 9,30 ff., — Jourd, 86. Seignor, fait il, s'il 
vos plaist, si m'oiez. — Mac. 1487. Dist li rois: Soia al voloir deDe! ib 1263. 
Dist la raine: Soia a li ves coment! So: ib. 1393, Mong. 2828, Berta 367, 
ib. 392, Mac. 1322 ff. — Ogier 4542 ff. Qui vencus iert, si soit deshonores, 
Et qui vaincra s'en ait les herites. 4581 ff., ib. 5276, — Raoul 226,23. Soit qui 
vous pregne, je sni pres de donner. Rol. 390. Seit ke l'ociet, tute pais pois 
avrumes, — ib. 424. Respunt Marsilies : Or diet, nus l'orrum ; — ib. 519. Deus, 
se lui plaist, a bien le vos niercie. — ib. 2004. Jo ne vos vei: veied vus damne 



*) Ueber «mar» vgl. Bischoff a. a. O. pg. 12, — Diez III 4 283. Anm. 



Rubrik : 




21 



Den! Viv. 1810, — Ross. 392,24 ff. Et a dit a Folcon: Qai escoltaz: Que il 
que voille, si preiige ou guerre ou paz. etc. 

Haufig findet sich der Conjunctiv bei unabhangigen Ein- 
rauiunngssatzen, wo zwei sich antithetisch gegeniibergestellte Con- 
cessivsatze zur Verwendung koinmen, eingeleitet durch »soit- 
soit«, »soit-ou« (wo nach dem »ou« ein »soit« im Sinne zu 
erganzen ist), »veuille ou non« etc.*) Belege fur derartige 
Beispiele finden wir in : 

Aubr. 103,8. II prent les amies, soit sauoirs ou folie. So: Ogier 5465> 
♦Saisn. I. 176,8, Berte 5,13, — Alisc 34,33. Soit a jui'se ou en aige ou en feu, . . . 
Oygne 128, 514, - Aquin 2022 if. Soit roy on prince de grant terre chase, 

Ou arcevesque, ou , — Baud 1.52,23 .... fust de tort ou de droit. — 

Rol. 1721). U pris u mort i fust li reis Marsilie. — Ren. 276,26. Puis mont sur 
l'eschiele, u lait li fust u be. 1 , etc. 

Ueberaus haufig findet sich die Gegeniiberstellung vermittelst 
»v o eill e o u n o n« : 

Avign. 3513. Ou il veillent on non, les ont ens enbatu. So : Alisc. 12,29, 
ib. 212,16, Aubr. 90,12, Baud. I. 215,10, II. 234,2, Oygne 79,2863, 4706, Doon 1817, 
ib. 290,5, Gar. I. 30,11, 230,6, Jems, 6247, Huon 223,8, 173,7, Mac. 385, 864, Par. 
32,13, Rol. 1419, 16,25, 2168, 2043, 2220, 3169, etc. 

Auch in verallgeineinernder Bedeutung zeigt sich der unab- 
hangige Einraumungssatz mit dein Conjunctive; eingeleitet wird 
in solchem Falle der Satz durch das den Inhalt verallgemeinernde 
»t a n t« resp. »s i« : **) 

a. der Einraumungssatz ist eingeleitet durch »tant« : 

Aubr. 14,10. H ne se muet, tant soit poins ne brocbies, Xe que s'il fust de 
III. cordes lites. — ib. 17,15. Je ne truis home, tant soit ne doz ne pris, Que de 
sa tere ne soie fors banis, — ib 226,16 tf. N'i a I. seul, tant soit enparentes, Se 
por moi monte contreniont les degres Que au descendre ne soie ses priues. 
— Ant. I. 243,13 ff. Onques n'i ot baron tant fust poesteis Que de ce ne fust 
moult merveille espoentis. Alisc. 251,4, — Baud I. 22.2 ff. Belle, ce dist li 
Roys, si sagement parlez, Qu'ains femme ne dist chou ; tant fust viex ses aez. 
So: Capt. 146,20. Oygne 2315, Doon 153,2, Fierab. 2,1, 5,23, 17,32, 29,11, Gui 
B. 104.8, Gui N. 18,12, Huon 32.21, K. Reise 454,475, Looys 402, 1938, 1995, 
ib. 1653, Main. II. 59, Ogier 197, 1583, Reu. 8,9, 155,30, Saie. I. 10,9, Viv. 26, 
Viape 1582, 3173, etc 

fi. Der verallgemeinernde Einraumungssatz ist eingeleitet 
durcb »si« : 



*) cfr. E. Matzner, franz. Granmi. 201,2. 

**) cfr. Diez III 4 363 ; — Tobler in seinem Lexikon zu den «afz Mitthei- 
lungen» unter «tant;» — Bischoff a. a. O. pg. 23, 



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Tobler in seinem lexikalischen Anhange zu den franzosischen 
»Mittheilungen« fiihrt als hierhin gehorend ein Beispiel aus der 
»Chanson d'Auberi« an: 

Aubr. 111,23 if. Blanchart aurai o les daugies costes, Vostre destrier, 
si en aies mau[s] gres. 

Ein hiibsches Beispiel fiir diesen Gebrauch von »si« citirt 
Bischoff in seiner Abhandlung iiber den Conjunctiv bei Chrestien: 

Percev. 913. Lors oi'sstes et criH et plour, Qu'il n'est horn, si dur cuer 
eiist, S'il le vei'st, dolans ne fust. 

So viel iiber die Verwendung des Conjunctives in den un- 
a b ha ngi gen Wunschsatzen. Wir gehen nun iiber zu dem 
zweiten Theile unseres ersten Abschnittes, wo die Verwendung 
des Conjunctives in den abhangigen Wunschsatzen betrachtet 
werden wird. 



A. II. Der Conjunctly in abh&ngigen Wunschsatzen. 

a. In Wunschsatzen im engeren Sinne. 

Solche verbale Ausdriicke des Wunsches sind: 

1. Vouloir: Aubr. 107,29. Autresi nueil, se je uous ai mate, Que je 
m'en puisse raler a sauete. So: ib. 73,20, 126,16, (ohne que); 136,20, 220,8. 
Alise. 47,16, 168,8, Ant. I. 17,6, II. 162,6. Avign. 107,15, 107,26. Amis. 
2359, Berte 29,9, 45,5, 97,18, 138,19, Baud. I. 52,29, 113,14, 201,14, 
ib. 204,16, 352,22, 351,4, II. 126,23, 243,18, 427,7. Berta 404, 431, 632, 
Cygne 278, 399, 1066, 1565, 3367, 16987, 18191, 33999. Chair. 371, 
1092, Buev. 2055, 2118, 2122, Capt, 40,11, 65,1, Doon 251,11, 287,9.. 
Fierab. 90,8, 120,22 ff. Gaufr. 176,21, 180,33, 241,10. Gorm. 35, 82,*) 158. 
Gui B. 6,28, 8,20, 40,18. Huon 43,11, 45,5, 223,12, 245,20. Gar. H. 201,17, 
201,21. Jourd. 966 ff., 3648 ff. Looys 1738, 1767. Mac. 74, 304, 949, 
ib. 1119, 3166. Mong. 742, 61. Mort G. 29,15, 11,18. Ogier 147, 4072- 
Paris 37,1. Pampl. 2239, 2522, 4061. Rol. 1027, 2361, 2438,, 3623. Raoul 
86,15 ff., 88,25, 143,8, 169,20. Rome 625, 1205. Ren. 163,4, 334,10. Ross. 
323,23, 366,32. Viane 984, 1705, 2000, 2203, 3211, etc. 

Im Anschluss hieran mogen die comparativen Wunschsatze an- 
gefuhrt werden, die im Altfranzosischen durch »vo loir mi elz . . . . 
que ....«, »aimer mielz . . . .que . . . .«, »ains . . . .que .... «und 
ahnliche Ausdriicke eingeleitet werden und unserem deutschen : 



*) Gorm. 82. Ne voil que ja uns sols s'en vante. «Vante» (eigentl. — 
«vant») befindet sieh in einer weiblichen Assonanz als Reimwort' und ist voni 
Herausgeber, als dichterische Lieenz entschuldigt, stehen gelassen. 



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23 



»Ich mo elite lieber.... als....«, »eher.,. als....« 
entsprechen.*) 

a. Der Coinparativsatz ist eingeleitet durch »vouloir mielz 
.... que« ; 

Alisc. 19,12. Miex vuel morir Ke une fois n'i fiere. ib. 37,23, 64,34, — 

Aquin 1302 if Qui mielx vouldroient estre penduz o hart Que ou 

chattel eusent Brentons de part. Ant. I. 201,15, — Aubr. 62,23. Mieus vuel 
morir, que soies afoles. ib. 136,17, — Avign. 9,30. Miex voulons tous jors 
perdre que Karles soit ocis. ib. 10.12 ff., — Berte 156,2 ff. Miex voudroie estre 
mort, se ne soie dampnee, Que de son pucelage leussiez desrobes; — Cygne 
14967. Mieux vobroie morir que de ma bouche die Cose dont vous ayes vostre 
ciefe marie, — So: Fierab. 5,27, 97,11, Jerus. 2345, 6151, Ogier 4706, 4930, 
ib. 4943, 5760, Orenge 353, Kol. 1091, 1701, 1846, 2326, 2738, 3909, Ross. 
28626, 379,25 etc. 

Ohne vergleichendes que: 

Ogier 1274. Mix voil morir ne me voise vengier. Gar. I. 40,14. Mieus 
vouroie estre traines a roncins, Ne me vengasse dou Loherenc Garin . . . 
ib. II. 86,3, Raoul 225,14. etc. 

/*. Durch »aimer mielz .... que« : Baud. I. 275,16 ff. Car j'amerofe 
miex de morir, a doulour, Que Gaufroi tenissiens jammais a no signour. 
ib. II. 241,8, — Buev. 124 ff. Sachiez k'en la quintaine moult miex a ferir aim 
Que on peust de nous dire mauvais reclaim. Berte 20,5, 89,9, — Capt. 40,10. 
J'aime mieux a morir que vangance n'en prengne. ib. 194,10 ff. — Cygne 
4446 ff. J'ams trop mieulx qu'elle soit en feu arse et bruie, Qu'ele soit en 
la main de la gent baptisie. Doon 218,30, 276,17, — Jerus. 6338 ff. Chertes 
mex ameroie tos estre desmembres, Que mais i fust Diauble servis ne honeres. 
Pampl. 1917 etc. 

Ein »vouloir« oder » aimer « ist zu erganzen in : 

Ant. I. 244,20 ff. »Miex fussent au Sepulcre devant l'autel assis, Due 
la eu fust diables honores et servis.« (=miex volussent estre . . . .) 

y. Durch: » mielz lairroie que «, wo lairroie 

elliptiscn an Stelle von volroie laissier verwendet ist : 

Gar. I. 8,3 ff. Mieus se lairroit trainer a roncins, Que ja i mete vaillant 
deus Angevins. — ib. II. 80,5 ff. Mieus se lairoient tous les membres tollir 
Qu'il m'osaissent a nul jor envair. Paris 44,15. 

cF. Durch : » mielz vaut que .... que . . . « : Cygne 513 ff. Mieux vaut que 
vous m'ales le cose devisant, .... C'uns aultres le m'alast premierement non- 
chant, ib. 4855. Mieus vault c'au povie soit k'au kien habandones. — Gar. 
II. 201,12 ff. Ancor vaut mieux que fassent lor plaisir Que ce qu'il fuissent 
leans a force pris. 



*) Dies vergleichende »que« steht filr »que (|iie« = »que ce que«, cfr. 
Gar. II. 201,12 ff. verzeichnet sub. d. — 



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34 



#. Durch »ainz .... que« : *) Avign. 19,2 ff. Je li dorrai eineois de 

besanz I. sestier Que ne le pardoint s'ire a petit de targier , ib. 41,3 ff., 

Aubr. 39,4, 151,8, — Aquin 1284 ff. Ains y seron occis et confondu Que en 
saiez seisis ne revestus ! — ib. 1635 ff. Ainz y inouron que soion recreant, 
Ne que de riens nous augeon fouyant! (augeon = 1. pers; pi. conj. praes. v. 
»aller«), — Baud. I. 347,11 ff. Car enchois me laroie tous les niembres coper 
qu'il me fausist Jhesu renoier, n£ dosser: Charr. 1308 ff., Jerus. 1555, Ogier 
1379, — Gui B. 110,33 ff. Je me leroie eineois giter en fu ardant Que creisse 
en celui que penerent tyrant, ib. 120,11 ff., Raoul 480,9, Rol. 321 etc. 

Ohne que: Raoul 12,10. Ains me lairoie toz les membres colper, 
Mon neveu faille tant com puisse veer. 

Durch > avant que« eingeleitet sind: 

Berta 1093 ff. Avant me lasaria esere sbanote E pasaroie oltra la mer 
sal£ Qe in ma mason fose de ren viole, S'elo non fose ben por soa volunte. — 
Pampl. 654 ff. Car avant veul je estre oucis da lu ao presant Chejesoie jamais 
a un ceitis roi servant. 

Schliesslich ist den vielen Beispielen mit »vouloir inielz 
que .... que . . . .« etc. uoch eins an die Seite zu stellen, das 

durch » avoir plus chier que que « eingeleitet ist; 

der Inhalt ist den friiher erwahnten Beispielen ganz entsprechend. 

Raoul 310,20 ff. Plus chier ai-je que l'ai decope Que il m'eusent ocis 
ne afolet. 



2. » avoir vouloir«: Berte 81,11 ff. Berte, ce dist Constance, or n'est-il 
riens que j'aie Ne soit a vo plaisir, n'ai vouloir qu'en retraie. 

3. »avoir talent«: Avign. 109,15. Ja n'emmerai Mahon, n'ai talant que 
la serve. — Ant. II. 120,2. Li dus plore et gamente, n'a talent que il rie. ib. II. 
156,8, Aquin 3015, Aubr. 235,24, Berte 43,4, 117,1, 161,17, Mac. 225, Buev. 332, 
2584 ff., 2784, Mong. 6219, 6278, Ogier 5616, Rol. 3133, 3476, 3681, Buev. 412, 
ib. 2723 etc. 

4. » avoir eit talent : Amis 3538 ff. Ami connut au vis et au harnais 

An talent ot maintenant qu'il le baist, Looys 128. En talent ot qu'il 

li copast le chief. 

5. » estre la volonte de aucun : Cygne 29333 ff. Mais ja d'ame n'aray 
a femme n'a amie, Se n'est sa volenti, qu'elly y soit oblegie. 

6. » estre entalente« : Buev. 1978. Bien sont entalent£ qu'il soit griement 
vengies. 

7. »desirer« : Alisc. 250,1 ff Li fait grant joie, car molt l'a desir£ 

k'il p6ust faire d'ele sa volenti. Buev. 2678 ff. Lors desira tantost k'eust Mahom 
guerpi Et que Gerart eust a per et a mari. ib. 3800 ff., Cygne 34072, Gui B. 



*) Vgl. »Mielz me lairoie toz les membres coper, Que . . . .«, Paris 
44,15 und: »Ains me lairoie toz les membres ardoir, Que «, Ogier 1379. 



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122,26 (ohne que), Gui N. 62,2, Oar. I. 275, 22, Huon 51,25, 148,13, 271,5 if., 
Berte 1,3 etc. 

8. » est re desiran8«: Amis 3274 if. Sacliiez por voir, que moult sui 
desirrans, Que Lubiax qui a les iex rians, Aille veoir et Girart mon anfant, 
Cygne 9461 ff. Quant Godefrois le vit, sy fu moult desirans Qu'il le p£uist 
avoir, sans iestre trop pierdant. ib 27232 ff., Jerus. 2026 ff. 

9. > estre en desir« : Berte 22,5 ff Moult fu en grant desir Qu'a 

sa eousine puist hastivement venir. Jourd. 967. Por quoi d'esmuerre sui en 
grant desirrer Qu'encores la revoie. 

10. »80uhaider < : Huon 104,26 ff. Se jou m'i veul souhaidier en nom De, 
Que jou n'i soie tant a me volonte. ib. 303,22 ff. Puis soubaida li fer fuissent 
oste Lui et sa femme et Geraume le ber, (ohne que), ib. 308,2 (ohne 
que), 308,16. 

11. »atendre« : Cygne 5900 ff. Et pourtant qu'il vous voit traveillies 
et penes, Attendre ne poet pas que soy£s reposes. — Gar. II, 254,9. Et aten- 
doient chevaliers les feist (ohne que). — Pampl. 819 ff. E quand furent desis, 
contre lour fu venu Le vailant Jsories, que estoit zausi£ e vestu, E atendoit 
qu'il levast le faus roi mescreii. Aehnl. Buev. 1082 ff. (beer). 

12. »n'avoir cuer«: Ant. I. 157,13. Quant le voit Solimans, n'a cuer 
que il se fraigne, 

13. venir en cuer« : Paris 8,26 ff Que onques ne m'an vient 

an cuer ne an panser Que fusse murtrerise de nul ome charnel De Buevon 
ne d'autrui qui fust de mere ne, (ne me vient an panser). 

14. »venir en penser« Paris 8,25 ff. cfr. Nr. 13. 

15. estre li gres de aucun << : Cygne 1066 ff. Dittes-ly que je voel, et que 
ch'est li miens gres, Qu'il die a son filuel le lieu u il fu nes, 

16. venir en gre«: Alisc. 37,9 ff. Dist Aerofles: Ne me vient pas en 
gre ke paiens croie^la sainte Trinite, . . . Aquin 2703 ff. ..... Et moy 

mesmez se il vous vient a gre, Que ge ne save noye ne tourmonte! 

17. »il me tarde«: Mort G. 71,11 ff. Enfant, fait-il, fbi que doi Deu porter, 
Forment me tarde que soiez adobe. 

18. »moi est tart« ; Elie 1918. Tart estoit Galopin que l'eust aprochie. 
Gaufr. 144,1. Moult m'est tart que je puisse vostre pere vengier. 

19. avoir coraige < : Jourd. 784. Je n'ai coraige, se Deu plaist, que 
voz faille. 



20. »plaire«: Pampl. 3710 ff. Or voy je dist Guron qu'il pleit a Jesu 
Christ Che je torn a -mien sire. ib. 1347 ff. So; Aubr. 140,28, 145,23, 232,10, 
Alisc. 133,26, Amis 297, 2354, Avign. 16,33, 41,17, Ant. II. 231,21, Berte 62,6, 
141,7, 146,7, Buev. 2473. 1854, 1890, Baud. I. 218,27, Capt. 15,1, 84,25, 224,8, 
€harr. 1209, Cygne 3204, 3210, 3410, 10966, 27,415, 34111, Gar. I. 144,1, 
ib. II. 80,10, II. 163,15, 182,5, Gui B. 24,20, 30,23, 57,11, Gui N. 8,14, 12,32, 
Floov. 20,13, Huon 19,11, 29,3, 187,11, Jourd. 413, 520, 616, K. Reise 406, 
Main. III. 25, Mac. 3131, Mort G. 117,4, 132,22 Otin. 231,23, Orenge 565, Looys 
1122 (ohne que), 1539, Rol. 1063,1074. 3719, Rome 177, Ren. 150,33, 237,25, 
Paris 6608, 7172, Viane 661, 1303, 3551, 3970. etc. 



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26 



In folgenden Beispielen ist nach solchen Ausdriicken des 
Wunsches an Stelle des Conjunctives der Indicativ gebraucht. 
Die meisten Falle lassen sich aber leicht emendiren oder sind 
auf andere Weise zu erklaren : 

Aubr. 124,11 ff. Se je bien uueil, qu'ele quera en gin, Content ses sire 
soit mors et trais a fin. 

Zu emendiren sind: 

Baud. II. 2,28. Jevauroie qu'il fut pendus d'un kaeignon. — Cygne 152*2. 
Je volroie, dist-il, sire, que ce fu ja. — Huon 99,21. Miex ameroie que il fu 
escorcies. In sanimtlichen Beispielen ist »fu« resp. »fut« in »fust« 
zu andern. 

Die eigentliche Construction ist aufgegeben, und an Stelle 
des mit que eingeleiteten, den Conjunctiv erfordernden Satzes ist 
der Imperativ getreten in folgenden Beispielen : *) 

Cygne 824. Dit vous ay bien conseil, je voel que le tenons. — Kuss, 
292,23 ff. Ge ne voil de m'eneor c'uns m'en menaz. ib. 31(5,27 ff. Or voil 
que diaz vostre taleut, Que manderez al conte vostre escient. 

(Das Futurum ist hier als mildere Form des Imperativs ver- 
wendet worden). — Viv. 422. Ge ne vueil pas que vos por moi morez. — 
ib. 895. Ge ne vueill mie que por moi i alez. 

In: Aiol. 23 ff. II plot a damaldieu qui onques ne menti, Que mors fu 

Karlemaines et a Ais enfouis, — Cygne 969 ff. En eelle foriest fu 

XVI. ans en un tenant, Tant qu'il plot Ih^sucris, le pere roy amant, Que ly 
chyne se furent du vivier d£partant, .... und ahnlichen Beispielen ist 
»plaire« nicht mehr im wiinschenden Sinne gebraucht, sondern es 
ist der Inhalt des Nebensatzes bereits zur Wirklichkeit geworden. 



b. der Conjunctiv nach den Verben resp. verbalen Ausdriicken 

des Ffirchtens. 

Wie im Neufranzosischen regieren diese Verba auch im 
Altfranzosischen der Regel nach den Conjunctiv, und zwar mit 
der halben Negation »ne« im abhangigen Satze, wenn der Haupt- 
satz »positiv, d. h. »nicht negirt oder fragend« gebraucht wird. 



*) efr. Willenberg, a. a. O. Rom. Stud. pg. 389. — Bischoff a. a, O. pg. 40. 



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27 



a. Der Hauptsatz ist positiv, die Construction ist regelrecht 
durchgef iihrt : 

1. « avoir paour >: Aubr. 14,5 ff. Grant paour ot qu'il ne perdent les 
dries, Que cil les chacent qui les cuers ont irees. ib. 51,2, Grant paour a 
c'on ne l'ait encuse, — Aubr. 73,21. Grant paour ai que n'i soie trais. 
ib. 95,1, Alisc. 180,30, Berte 33,13, — Baud I. 52,33 ff., Paor ont qu'en caude 
ole II n'aient les ptes cuis, ou c'on ne les decole.*) Ogier 2347, Raoul 322,15, 
Viane 716, 799, 1922, 3208, etc. In Floov. 33,10 ff. Paour ot dou coutel que li 
versauz tenoit, Que il ne l'an ferast et ociat tot froit ist »OCiat« in »Ociast» 
zu andern. Dass die halbe Negation nicht wiederholt ist vor 
»ociast«, hat wohl seinen Grand darin, dass die beiden Ausdriicke 
»ferir« und »oeirre« einander erganzen und hier geradezu einen 
Begriff bilden, indem das »ocirre« die unmittelbare Wirkung des 
»ferir« angiebt. 

2. « avoir dout ance» : Ogier 4937 .... Qui doutance a q'il ne voille 
engignier . . . Pampl. 5355 ff. Car doutance ont che Zarll e sa grant baronie 
Ne se faicent clavant, . . . 

3. craindre resp. «se craindre >: Alisc. 69,12 ff. Mais je criem molt ke 
il ne m'escondie, — ib. 116,13. Je me criem moult que ne puissiez aler, ib. 180,11, 
Doon 298,28, — Floov. 35,11, Qu'il crient que Richiers ne s'an aulast fuant. 
So: Gar. II. 65,7, Jerus. 6427, 7590, Ogier 959, etc. 

4. «douter» resp. «se douter»: Baud. I. 262,2 ff. Je me doubte forment 
qu'il ne viengne dire a nous: vous retournes. ib. I. 362,30 ff., ib. II. 110,1, 

— Cygne 4779 ff Qu'il se doutoit que d'iaus n'euist encombrement. So : 

ib. 16922, ib. 25784, 31515, Berte 38,19, Capt. 2,22. Gar. II. 104,1, Gui N. 40,24, 
Huon 109,13, Mort G. 16,22, 85,18, 153,20, Ogier 4982, etc. 

5. «redouter»: Avign, 29,10 ff. Tant reduta la dame qu'elle ne soit 
honnie Qu'ele se fiert en l'iaue en peril de martire. — Chan*. 550 Forment 
redoutent que il ne soient pris. Cygne 4776, Gar. I. 261,14, Ren. 11,14, etc. 

/$. Die Construction ist regelrecht durchgef iihrt , aber die 
Conjunction »que« des abhangigen Satzes ist f ortgelassen : 

Alisc. 18,30. Et se i entre, je criem trop ne m'i baigne. ib. 27,7. — 
Aubr. 236,32 ff. Je dout paiens ne facent asanblee Por Antequin, qu'ai la 
teste coupee. — Berte 19,7. Paour ai ne vous tue, si me puist Diex aidier! 

— Chair. 1015. Ge me dot moult, ne l'aient encombre. Gaufr. 101,33. Je dout 
ochis ne l'aient paien et Achopart. Jerus. 3913, Ogier 1428, 1726, etc. 

y. Nach negirtem Hauptsatze stent bei den Verben des 
Fiirchtens der Conjunctiv ohne die halbe Negation »ne«, wie im 
Neufranzosischen : 

*) Die Form « decole » (role) ist entweder dem Reime zu Liebe gebildet, 
oder es ist hier, als in einem spiiteren Denkmale, bereits das Eindringen von 
«p a r a g o g i s c h e m e» anzunehmen. 



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Gar. I. 59,7 ff. Ne se doutoient Sarracin ne Esclon, Qu en les peust 
de nules rieus grever. — Viane 1986 ff. etc. 

Anm. Auch nach »p o s i t i v c n« Ausdrucken des Fiirchtens 
fehlt zuweilen die halbe Negation »ne« ; so z. Bsp. in: 

K. Reise 322. Si senz guarde remaint, criem K'ele seit perdue. 



c. Der Wunsch &ussert sich in einer Handlung, die auf ein 

Ziel hingeht. 

Wir stellen unter diese Rubrik Satze, in denen der Neben- 
satz den Zweck des Hauptsatzes ausdriickt, und nnterscheiden 
ihrer Beschaffenheit nach : *) 

1. Das Verbum des Hauptsatzes giebt bereits die Andeutung, 
dass der Hauptsatz zur Einleitung eines Zwecksatzes dient, Haupt- 
und Nebensatz bilden zusammen ein Granzes. 

2. Der Zwecksatz ist zum Verstandniss des Ganzen nicht 
nothwendig, der Hauptsatz wiirde auch ohne den Zwecksatz Sinn 
haben. 

Die Zwecksatze der ersteren Art konnen einer besseren 
Uebersicht wegen noch getrennt werden: 

<*. in solche, in denen des erstrebte Ziel ein positives ist; 
ft. in solche, in denen des erstrebte Ziel ein negatives ist. 
la. Das erstrebte Ziel ist ein positives: 

Ant. I. 10,6 ff. Bien deveroies faire que tu fusses vengies De ces cuivers 
Juis dont si es laidengies. — Baud. I. 280,19 ff. Et si vous maude ossi que 
n'aies arreste, Faites que vostre gent soient tantost arme. Aehnl. ib II. 18,5, 
ib. 19,14, Gaufr. 148,8, Berta 1131, Capt. 194,5, Cygne 1490, 10556, Jerus. 6667, 
l^ooys 1723, Rol. 596, Raoul 95,3, Saisn. I. 77,2, — Looys 1298 ff. Se Sarrazin 
se vuelent efforcier, Que il me vueillent secore et aidier, Fuit soiez prest as 
lances abessier. 

Hierher gehoren auch die mit »doner que« eingeleiteten^ 
' Satze : 

Aquin 2423 ff. Se Dieu ce donne le roy de majesty Que Charleniaine 
le tienge en equite, A Penthecouste y sera couronn£. Avign. 10,8, Gui N. 
60,15 ff., 73,6, — Berte 40,6 ff. Dame-Diex, . . . ., Doint qu'encor leur en soit li 
guerredons rendus! Huon 19,16, 48,16 ff., Buev. 546 ff., Gar. I. 194,10 tf., — 
Cygne 1667. Royne droituriere, Qui futes de vo vil douche vierge jx)rtiere, 
Donnas que ceste cose viengne a vraie lumiere . . . ., Ren. 224,21 ff., — 
— Aehnl. Baud. II. 14,13, Charr. 327, 711, Cygne 2049, 3941, Doon 166,34, 

*) cfr. Bischoff a. a. O. pg. 32 ff. 



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Gar. I. 21,10, 102,17, II. *5,10, 85,15, Jems. 28,61, Mort G. 10611, 188,17, 
Raoul 41,19, Viane 624, 1587 etc. 

Den Schluss mogen die init »garder que« gebildeten 
positiven Zwecksatze bilden, wahrend die mit »garder que ne« 
gebildeten Satze zu Nr. 1 fi. gehoren. 

Ant. I. 113,3 ff. Gardes que al ferir soit chascuns mane vis, .... 
ib. IT. 199,6, — Aubr. 84,21 If. Gardes qu'il soient bien richement feru, 
— Doon 16,29. Et gardes que la gorge li soit tantost eoupee, ib. 16,31, 147,3, 
ib. 147,31, 312,33 ff., — Rome 443. Gardes que CM homines soient mout tost 
arme . . . . ib. 7:30 ff , 1111, 1130, 1183, Looys 1185, Ogier 1092, Ren. 62,22, 
ib. 74,17, 123,4, Raoul 189,13, 318,20, Viane 528, Viv. 1147 etc. 



Eingeleitet sind derartige Zwecksatze durch »garder que 
ne«, »def endre que ne« etc.: 

Aubr. 8,10. Mais gardes bien qu'il n'i ait traison, — ib. 55.9, 57,10, 
ib. 138,21, Ant. I, 205,8, 262,12, II. 24,18, Aquin 794, 2932, — Baud. I. 49,6 ff. 
. . . . biausignour, je vous prie Gardez que ceste dame ne soit point atonguie, — 
Buev. 243. Gardez qu'il n'i ait mil, fait il, qui se desroie, ib. 2122 ff. 2620, 
ib. 3598, — Cygne 34131. Gardes que vous n'ayes de eel estat faily, — ib. 348. 
Gardens que ne le sacheut nuls hons qui soit vivans, — So: Gaufr. 46,17, 
53,3, 72,23, 254,17. Gar. II. 164,23. Berte 53,15, 122,13, 156,14, Huon 56,32, 
194,12, Jourd. 360, Mac. 1338, Mort G. 9,18, 21,14, 80,7, 110,2, 237,13. 
Ogier 1060, 2767, 3634, Otin. 18,19, Rome 1, 623, 731, Viane 477, 842, 2217, 
ib. 3622. etc, — Aquin 2879 ff. Or me deffende ly roys de majeste, Que envers 
moy n'ait force ne post£ ! — Looys 952. Defent moi , sire , que je ne 
muire encor! 

Die Construction ist der Regel nach durchgefiihrt, nur die 
Conjunction »que« ist ausgelassen in folgenden Beispielen: 

Alisc. 216,5. Baron Francois, gardes n'i ait mellee, — Aquin 2465 ff. 
Gardez ne faeo nul de vous malvestie, — Ant, I. 225,19. Gardent n'issent des 
portes s£ d'aus n'i a foison, — Aubr. 168,13. Gardes, n'i ait nule rien se bien 
non, ib. 244,20, — Buev. 3375, Mais gardes a vo pere ne soit qui mot en 
sonne, — Berte 164,7. Gardez de ceste chose ne soit nul mot sonn£s, — 
Fierabr. 169,11. Se vous prende\s Karlon, gardes n'i soit ocis, ib. 162.4. — So: 
Gar. I. 155,1, 268,8, II. 150,1, Gui B. 28,31, Huon 182,9, Jourd. 3912, 3938, 
Looys 790, 1652, 1678, 2498, Main. VI. 50, Ogier 1312, Otin 13.10, Raoul 87,10, 
ib. 267,14, Ren. 2,14, Ross. 384,10, 384,13, Sain. I. 155,10, Viane 1145, Viv. 
1666. etc. 

Der negirte Infinitiv tritt an Stelle des abhangigen Zweck- 
^atzes in folgenden Beispielen: 

Aubr. 2010. Je me vanz prins, garde, ne me touchier! — ib. 3760. 
Di a Fromont, garde, ne li noyer, . . . . , — Gui B. 28,14. Amis, comment as 



10. Das erstrebte Ziel ist ein negatives: 



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non ? Garde nel me noier. Raoul 234,26, Viane 89. — Fierabr. 512. Garin, 
4?ar me di ore, garde ne me celer, .... etc. 

Beispiele dieser Art der Verwendung des negirten Infinitivs 
an Stelle des abhangigen Zwecksatzes fin den sich sehr haufig, 
besonders aber sind es die Formen: »garde nel me noier« und 
»garde ne . me celer«, die fast in alien Denkmalern zur Ver- 
wendung gekommen sind. 

2. Der Zwecksatz ist nieht zum Verstandniss des Ganzen 
nothwendig ; der Hauptsatz wiirde auch ohne denselben ver- 
standlieh sein. 

a. Der Zwecksatz ist durch die Conjunction »que« eingeleitet: 

. Aubr. 3912 ff. Et si gardez, cist consaut soit celez, Qu'a seuls deform 
ne soit nus mos sonnez. — Aquin 1978. Et me lessez en 9a cit£ entrer Que 
je la puisse des pay ens delivrer, — ib. 2663 ff. Vous pri ge, sire, le roy 
-de majesty, Que confondez toute celle cite\ Que n'en puisse ystre Sarrazins 
deffraye\ Ne james n'y demeurge en son a£. ib. 2017 ff., Avign. 2465* 
2852, Mort G. 174.2, — Gar. I. 278,13 ff. Fosses fait faire Begons li palacins 
Que nus n'en puist n£ entrer 116 issir, II. 126,2 ff., — ib. II. 32,3 ff. Parmi 
la ville sunt li Francois arm£ Que il n'i ait traison pour-parle. — ib. 221,14. 
D'or et d'argent fet chargier dix roncins, Ou que il vengne que il soit 

bien servis, — ib. 241,10 ff. Dis mille messes ferai chanter por li 

Que Diex de l'arme ait pitie et merci, ib. 264,13 ff., — Berte 105,13. 
Dame Diex nous consaut et ses santismes nons I Que nous de ceste chose bien 
-eschaper puissons, — Huon 176,8 ff. Sainte Marie, praigne vous en pite\ Roine, 
dame, vostre homme secour£s, Que il ne soit honneis ne vergond£s ib. 230,6, — 
ib. 186,26, Aedier vous veul que soir£s delivre\ Rol. 623 ff., Aquin 574 ff., 
Alisc. 174,2, 185,31 ff., — Gar. II. 261,8 ff. Biaus sires dus, dist madame Aelis, 
Car faites crois, par devant vostre vis, Que desor vous ne soit maus anemis, 
Ne ja deables ne vous puisse esbaYr, — Paris 29,11 ff. Or vois (=vais) 
querant. I. home ou je puisse ester, Que je puisse sa fille ou son fil bien 
garder, — Ren. 256,13 ff. Atant es vos venu les XV. compaignons Que rois 
Yons a tramis Renaut, le fil Aymon, Que il le secorust por Deu et por 
son 110111 etc. 

fi. Der Zwecksatz ist eingeleitet durch »por que« oder 
»por ce que« : 

Jerus. 8320 ff. Devant es plains de Rames fait son tresor porter, Devant 
nos Crestiens et metre et aiiner, Por ce que il l'alassent et carchier et trosser, — 
Mac. 511 ff. Por 90 le fi Machario, qe mais en son viant De quella colse 
ma' non deise (= lat. dixisset) niant. — ib. 841 ff. Venu estoit a la cort e si se 
fo monstr£, Por qe la jent n'atist mal pens6, — Pampl. 216 ff. Ains me fis 
sour la place obarier en enfortir, Pour qu'il ne me poust nul Paien sourvenir, — 
ib. 2222 ff. Car chinze mil vasaus dou marchis Blavian Gardoient li pazazes 




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-dejusque aou mont aotan, Pour ce che aucun Paien ne passaat outre en vau, 

ib. 3599 ff., 5366 ff. etc. 

Nicht Zwecksatz sondem Causalsatz ist: 

Pampl. 3827 ff. »Ricard de Normandie e Hugon le membru Fesoient si 
grant duel qu'il ne seroit creti, Pour ce che cescun d'eus avoit suen fil perdu 
La ou Guron das ducent Paiens asaili fu«, daher.auch der Indikativ. 
Ebenso: Mac. 1385; Pampl. 3972 ; 3973 ; 4010; etc. 

y. Der Zwecksatz ist eingeleitet durch »afinque«: 

Baud. I. 17,12 ff. En convent le vous ai, sus le loy de Mahon, Afin que 
vous sachies, . . . . , ib. 117,14, 349,11, — ib. II. 112,18 ff. Se sui venus a 
vous, douche dame honner^e," Afin que ne soies nullement desperee, . . . . , — 
ib. II. 299,4 ff: Et encor donrai tant et d'argent et d'ormier Que de cheste 
<chit£ vous larra eslongier, A fin que vers le conte ne voeillies batailler. ib. II. 
303,12, — Capt. 13,9 ff. Pour ce sui vers vous trais, noble rois esleus, A ffin 
•qu'en vo service je fussc recheus, ib. 114,8, 40,17 ff., — ib. 230,9 ff. Bon rois, 
gardez bien chey, je vois a l'autre lez, A ffin que par l'autre huis ne soient 
escapez. — Cygne 2620 ff. Et Giermaine, ma fille, vous donrai a moullier, Afin 
que vous voellies la batailler laissier, ib. 25,299 ff., 34540, 31460 ff. 

Der Conjunctiv des Prasens wird durch den Indicativ 
Futuri vertreten in: 

Baud. I. 16,33 ff. Je vous deliverrai roy Ernoul, le baron, Afin que 
vous metrez tout a execution Le poeple cristien, dont il y a foison ; und: 
Cygne 116 ff. Mais ce sera afin que, diray sans detri, Che sera ma moullier, 
je serai son mari. 

3. Der Zwecksatz ist eingeleitet durch »ace que« mit 
«dem Conjunctiv: 

Pampl. 2400 ff si comanda a celour Che issir ne leisesent dehors 

grand ne menour, A ce che la novele ne alast plus longour, — ib. 4085 ff. 
E quand de l'esploiter orent le consil pris, Par le conceil Marsille e de siens 
buens amis Tous ceus cinquante mille ou lour civaus dou pris Ferent en trier 
en mer une nuit en secris En nes e en galies e en dromons fournis, Ace 
■che celle allee par joune ne par gris Ne fust nunciee a Zarlle alour par nul 
-devis. Mes avant che celour fussent tuit en mer mis, Carpent, qu'estoit mout 
saze, fist par terre Coursis Esploitier droit ver Cordes, par ch'il confort fei's 
A Jonas dou secors, sens portier brief ne escris, A ce che se il fust pris 
par nul horn ocis Che cil feit a Zarllon ne fust pa£ bri^ gels. ib. 4128 ff. 



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d. Der Conjunctly nach den Verben oder verbal en Ausdrticken 

der Aufforderung. 

Zuweilen haufen sich ahnliche Ausdriicke der Aufforderung,. 
allerdings meistens in gesteigerter, nicht gleichwertiger Bedeutung ; 
sie werden immer dem betreffenden Beispiele in Parenthese bei- 
gefiigt werden. Solche Ausdriicke des Wunsches im Gewande 
einer Aufforderung sind: 

1. « commander » : Aquin 1127 ff. A ses barons a le roy comniande : Que 

tost saient et log£ et targe, Et que paiens saient avironn£ ib. 1817, 

ib. 1858, 2961 (dire, ohne que), Amis 1278, 2175, Aubr 5,1, 64,5, 64,17, 108,1 
Avign. 26,5, 107,5, Ant. I. 43,2 ff , 51,1, II. 92,6, Baud. I. 107,8, 255,33 ff., 
ib. n. 11,30 ff., 6,7 ff. (prier), Buev. 1983, Cygne 2788 ff. (prier), 5994, 18294, 
ib. 18827, 33229, Gar. I. 42,20 ff. (reclamer), 45,16, 88,6 ff. (ohne que), 88,8 ff. 
(dto), 102,4 ff. (dire), 21,5, 143,9, 257,14. Gaufr. 19,9 ff., 44,14, 222,12, 
Gui B. 10,4 25,24, 130,31, Huon 192,12, 277,26, 302,32, K. Reise 635, Jems. 
2448 ff. (prier), 6458, Mort G. 49,9 ff., 73,7 (dire). 136,20 ff., Ogier 1080 ff., 
Pampl. 2399, 4860, Rol. 319, 2673, 2949, 3842, Rome 1248 (ohne que), 1446, 
(prier dto), Ren. 2,34, 75,16, 429,38 etc. 

2. «falre commandement> : Pampl. 425 ff. Pues fist comandeniant que 
tantost fust trovies Un pates avee cil et la fust desmonties Le fort roi Dexirier. 
ib. 2460 ff. 

3. „faire mandement»: Cygne 4764 ff. Et ly roys Solimans li ot fait 
mandement Qu'il ne laissast passer la crestyenne gent. 

4. «mander»: Amis 3465 ff. Li cuens Amiles manda a Belissant Qu' elle 
li gart moult bien son tenement .... Ant. I. 19,5, II. 25,11, 120,4, Aquin 
169. 627, Avign. 2,32, 59,5, Aubr. 210,19, ff., 123,11 (ohne que), Berte 22,1, 
Buev. 3210, Baud II. 410,12, ff., 411,26, Capt. 225,19, Cygne 4972, 5852, 
ib. 5865, (prier), 17204, 29726, Doon 169,6 ff., 245.25, Fierab. 119,18, Gar. I. 
72,11 ff., 114,12. 155,17, 244,8, 281.8 ff. (ohne que), II. 61,3 (dto), 173,4, 
218,6 ff. (ohne que), Gui N. 22,23 ff., 60.7 (ohne que), 78,9, Jourd. 170 ff. 
Mort G. 88,5 (ohne que), 179,23, Orenge 582, 707, 1741, Raoul 211,16, 
ib. 230,10, Ren. 4,10, 16,15, Rol. 187, 488, 2320, 2761 (ohne que), Ross. 310,19, 
ib. 319,15, 321,6, Saisn. I. 149,2, ib. 151,1, Viane 516, Viv, 912 etc., ib. 742, 
3!25 ff., Huon 4,4, 264,20 ff.. Looys 2245 ff. 

Der Conjunctiv ist dureh » devoir « umschrieben in: 
Mac. 2042 ff. Mand£s le desfier Qe da vos el se deca guarder, E posa 
faites vestre jent asenbler Tant qe n'aies plus de cinquanta miler. 

5. «68Crier»: Baud? II. 430.1 ff. Par. III. fois a crietc'on li voist envant 
Chellui qui contre lui emprist er soir le champ, — Jourd. 2419 ff. Tuit li 
escrient si baron et si home Que remaigne en la terre. — Berte 304,25, Amis 
3247, Cygne 25316, 29343, 29444 (et dire et publier), Gui B. 104 7, Gar. II. 
14.18, Rol. 1964, Viv. 1187 etc. — Pampl. 430 ff. Avant que Carllemagnes 
fust en la cambre ales, Fist crier que li mors fussent tuit enter ies E que 



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wkcuii Pain fust tantost des unites, E demorassent tuit en lour hostieus seres, 
Jusque tant que i fusent lavies e baticies. 

In. diesem Beispiele, wo drei von dem Verbum der Auf- 
forderung abhangige Satze auf einander folgen, ist auffallender 
Weise die beiden ersten Male die Conjunction »que« gesetzt, 
wahrend sie im dritten Satze ausgelassen ist.*) 

6. »banir": Jems. 2191 ff. Dont a fait aval l'ost et banir et crier: Que 
tot voisent au flun por de l'iaue aporter, Es bor sur les somiers les facent 
amener. 

7. » man der parole «: Ant. II. 69,6 ff. Bauduin de Rohais ont parole 

jnandee, Que il deviegne Turc, s'ait sa foi des fiee, Trois cos se face 

faire a l'us de lor conte. 

8. »noncier parole <: Ren. 58,32 ff. Envoies a Renaut vos parole 
nonder, Qu'il vos rende Guichart, son frere, qu'il a chier, 

9. «faire signe»: Cygne 2947. Signe fist qu'il montastt car bien fu 
ses amis. 

10. «faire signification »: Cygne 2264 ff. Ly chines me fait chy signi- 
fication Que je voisse avoec lui a sa devision. 

11. crier le ban»: Jourd. 3916 ff. Lors fu li bans par la ville criez, Que 
n'i remaigne home de mere nez, — Amis 2380 ff. De par ma 
damne voz criomez un ban, Que il n'i ait escuier ne serjant Ne chevalier, 
home nul ne anfant, Qui voist .... So : Amis 1472, 2373, 2365, Baud. II. 
245,10, Huon 225,9, 2381, Saisn. I, 246,20 etc. — Ohne que: Gar. I. 90,15. 

\2. «un ban huchier»: Raoul 333,14 ff. Parmi Arras a fait un ban 
huchier Que trestout cil qu'anne puisse baillier Que il s'adobent por lor singnor 
aidier. Die Conjunction »que« ist hier wieder aufgenounnen, da in 
Folge des eingeschobenen Satzes der abhangige Satz zu weit von 
dem regierenden Verbum des Hauptsatzes entfernt wurde. 

13. «un ban recrier»: Gui B, 10,14 ff. Encore a fait li enfes autre ban 
recrier Qe il n'i ait en l'ost ne tolu ne amble, 

14. «crier et huchier >: Floov, 5,28 ff. Adonc a fait li rois et crier at 
huchier A toz ces qui de lui tienent terre en fier, Que il ne li donasent ne 
argent, ne ormier, ...... 

15. «crier et dire et publier* : Cygne 29244 ff. Cryer a fait par l'ost et 
dire et publier Que cascun soit tout prest pour estour commencier. 

16. «dire»: Aquin 1237 ff. A sa gent dist que fusent tost arme, . . , . 
ib. 2961 ff. (commander, ohne que), Aubr. 49,10, 52,21, 74.24, Baud. II. 241,33, 
ib. 417,26, Ant. I. 6,5 ff., 80,5 ff., II. 281,8, Alisc. 7,17, Cygne 5895. 9487, 29444 ff., 
(crier et publier), 34133, Gar, I. 69,16 (ohne que), 102,4 ff. (commander), 
ib. 199,7 215,15 ff., II. 19,8 ff. (commander), 202,2 (mander), 258,17 ff. (ohne 
que), Gaufr. 82,5, 217,2, Gui N. 57,17, 58,1 ff., Huon 10,4, 10,20, 263,21, K. 



*) cfr. Diez III* 416 § 2: »Ueber die Stellvertretung und Auslassung der 
Oonj unction«. — cfr. Ant. II. 69.6 ff. unter »m a n d e r p a r o 1 e«. 

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Reise 533 (dine que), Looys 1767 ff. (ohne que), 2439 ff., Main. I. 161 
(ohne que), Mort G. 73,7 ff. (commander), 189,19 ff., Mong. 186 ff., Pampl. 
652 ff., 2581 ff., Raoul 77,25 ff., Ogier 3732, 3739 ff„ Orenge 1424 ff., ib. 1435 ff., 
Ren, ll,17.ff. (ohne que), 5,7, 8,5 ff. (ohne que), 223,28 ff., Rol. 81, 2760, 
Ross. 311.15, 315,5, 317,9, Saisn. 1. 150,2 etc. 

17. »dire noveies« : Orenge 1714 ff. Bertran ton frere me diras cez noveles, 
4 Ju'il me secore o la gent de sa terre. 

18. «dire proiere»: Ant. I. 265,9. Chascun dist sa proiere, que Diex le 
puist salver. — Doon 49,32 ff. Mainte digne proiere nomma a vois serie, Que 
Dex si delivrast et ait en sa baillie. Aehnl. Cygne 18267 (proyere fait). 

19. prier (proier)«: Aubr. 48,18 ff. Ele l'acoleetprie qu'il li die .... . 
ib. 59,10, Alisc. 69,10, 223,18, Amis 117, 1618, 2187, 2785, 3008, Aquin 
53 ff., 354, Berta 282 ff., Baud, I. 6,6, 8,35, 11,10 (requerre), 23,5, 116,18, 
ib. 199,21, 204,12, 259,7, 342,6, II. 61,18, 64,28, 117,6, 202,8, 252,13, 402,34, 
Ant. I. 105,10, 191,11, 195,20 ff. II. 206,5, 299,8, Avign. 15,12, 110.29, 
Berte 28,19, 58,6, 83,3, 97,8, 181,4, Buev. 223 ff., 2789, 2878, Capt. 4613, 
ib. 116,12 ff. (requerre), Charr. 732 ff., Cygne 1510, 5865 (mander), 2067, 
ib. 10600, 10601, 10761, 16956, 26187, 29588, Gar. I. 7,6, 29,18, II. 37,6 ff., 
ib. 63,8, 119,3, GuiB. 9,29, 122,13, Floov. 35,20 ff., Doon 51,1, 204,8. Gaufr. 6,24, 
ib. 61,16, Fierab. 9,24, 28,12, 167,5, Jourd. 2438, 295 (commander et chastoir), 
Huon 25,14, 99,14, 99,19, 133,8 ff. (ohne que), 276,10, 296,19. K. Reise 669, 
ib. 782, Jerus. 213 ff., 1399, 1724 (rover), 2849, ff. (commander), 6071, 
ib. 6665, Mac. 333. ff. 492, 516 (ohne que), 1770, 1907, Pampl. 160, 165, 484, 
ib. 1962, 3812, 4028, 5353, Mort G. 226,12, Looys 340 ff., 509, Ogier 136, 154 
(requerre), 921 2894, 3605 (ohne que), 4120, Otin. 28,9 ff. Paris 20,3 ff., 48,19, 
Raoul 76,17, Ren. 58,24, 334,13, 418,35, 437,24, Rol. 1473, 1837, 2241, 
ib. 2261, 2518, 3799, ff., Rome 1150 ff., 1446 (commander, ohne que), Ross. 
253,16, 358,20, Viane 1049, 3146 ff. etc. 

Das Verbum der Aufforderung ist in einer voraufgegangenen 
Frage enthalten und im Sinne zu erganzen in: 

Berte 158,11. Symons, ce dist li rois, savez que je vousproi? Qu'aillons 
a li parler, se il vous plaist, nous troi. 

Der Conjunctiv ist mnschrieben durch »vouloir« : 

Cygne 2594. Je prie a celui Deu, qui sa mort pardonn, Qu'il me 
voelle vengier de ce que je voy la. So: ib. 2760, 2799, 3204, 15078, 15,421, 15729. 
ib. 25841, 31153 etc. 

20. «faire commandement et priere »: Cygne 34353 ff. Mais ly fors roys 
Estor par voye droituriere A fait commandement, et au soudant pryere, Qu'il 
fesist Sarrasin tous rcguler ariere, Tant qu'il 6uist jousts et mis le ray 
en biere. 

21. ««faire crtor son cri»: Gar. II. 110,19 ff. Parmi la ville a fait crier 
son cri. Que n'i remaigne qui armes pust sofrir, 

22. »deprier»: Avign. 15,19 ff. Damedieu le poissant moult doucement 
deprie Qu'il li gart son seignor qu'il ne perde la vie. Otin. 15,10 ff. (reclamer), 
ib. 15,14 ff, Capt. 212,23 ff., Viane 2938 ff. etc. 




23. «querre »: Rol. 404 Que il querreient que Rollanz fust ocis> 

Rome 701 (ohne que), Berta 860 ft*, (demander). 

24. «requerre»: Aubr. 58,3 ft. Dist Auberis, ostes je uos requier, Que 
ne uos chaille ja de moi a plaidier. ib. 145,15, Aquin 367 ft. Baud. I. 11,10 ff, 
(prier), 298,29 (dto), 307,9 tf. (dto), Berte 150,4, Capt. 116,12 ff. (prier), Floov. 
16,11, Huon 3,26, 7,6, 18,4, Ogier 154 ft. (proier), 2045, 2049, 2106, Pampl. 
298,29 ff, (prier), Raoul 387,23 ff. Ren. 237,32 etc. 

25. <reclamer»: Alisc. 13,32. Dieu et ses sains va sovent reclamant Ke 
de mort le garisse. Ant. I. 265,5 275,3, II. 161,10, Aubr. 61,13 ff. 194,25 
ib. 216,23, Capt. 84,30 ff. Deon 214,23, Gar, I. 42,20 ff. (commander), Huon 
152,1$ ff., Floov. 16,24 ff., Jourd. 2865 ff., Ogier 5526, Otin 15,10 ff. (deprier), 
Mac. 772 ff., Mort G. 146,4 Mong 7995 ff., Rol. 2043 ft., Rome 501 ft., 
Viane 2887 etc. 

26. «enproier»: Berta 515 ff. Filla dist la raine e'vos voio enproier Qe 
primament vos di^a' porpenscr S'elo vos plas eel petit civaler, Qe est rois de 
France et de Baiver, 693,810, — Mac. 1397 ff. Abes fait il e'vos voio enproier, 
Se vu m'am6s e ten£s ponto cer, Que ces infant vu deca baticer, Como elo 
fust filo d'un enperer tJomo el se poit fare par nul mester. ib. 1417 ff. 

In alien Beispielen fand Unischreibung des Conjuuctivs durch 
» devoir « statt ; einmal finden wir nach »enproier« den Conjunctiv 
unischrieben durch »faire« in: Mac. 2887 ff. Mais de una ren e'vos 
voio enproier, Qe de bon erme le faca adober. 

27. «C0nseiliier> : Cygne 566 ff Et li a conseilliet, pour voir le 

vous affy, Con vous fesist ardoir, pour voir, je le vous dy. ib. 1765 ff., Baud. I f 
341,2 ff., Looys 794 ff., Viane 3584, — Mac. 210 ff. Nan dist Machario se tu 
vo'ben ovrer, De una cote voio conseler, Qe apreso la cambre te tici (=lat. 
debeas) acovoter, Qe nul horn o te posa (=lat. possit) veoir ni esguarder. 

28. donner conseil a aucun»: Mac. 344 ff. Conseil dona a li rois spene 
fois e sovent Qe d'ele faca tosto le cucement, ib. 404 ff. — ib. 960 ff. Un conseilo 
co donaro segondo ma volunte E'non cre'ge du nul eo en sia blasiu£: Qu'el se 
prenda Macario qi n'est calonc£,*) E in guarnelo elo sia despoil^, E in man 

aca un baston d'un braco mesure, E sor la placa soia fato un astele , 

Ren. 344,19 ff. 

29. „chastoier": «. mit negirtem Wunschsatze: 

Amis 1625 ff. Je te chastoi, biaus filleus Aulari, Que n'aiez cure de 
dameldeu servir, Ne de voir dire, se ne cuides nientir. — Ren. 274,22. 
Bonement le chastie, qu'il ne soit esfraes. 

In Verbindung mit » proier « und » commander « : 
Jourd. 295 ff. Por Deu vos proi et commant et chastoi, Que ja li fiz 
Girart randus ne soit, Tant ne vos saiche graeillier ne ardoir. 

*) Der Ausfall der Conjunction «que» ist bewirkt durch das rasche 
Aufeinanderfolgen der 8atze, cfr, Diez III 4 416 § .2. 

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/$. wit positiven Wunschsatze : *) 

Aubr. 77,3 ff. Li cuens a prig ses gens a cbastoier, Que il se tiengnent 
tout coi sans disrengier. — Gar. I. 239,12 ff. Oncles Guillaumes, dist il, je 
vous chasti Que soiez prous et corageus tos dis. 

30. «8emondre»: Buev. 1383 ff. Ceaus qui se sont rendus a maintenant 
semons Que d'aus soit relenquis Fervagans et Mahons: Ant. I. 21,7 ff., Gar. I. 
72,4 ff., 161,20, 260,16, II. 19,2 etc. 

31. « parler a aucun»: Gar. I, 79,2 ff. Car i alons, biaus compeins Fro- 
mondins, En eel palais parler au roi Pepin, Qu'en autre soit li suen sonsaus 
vertis, Et seeourions le riche roi Thierri. — Gui B. 74,14 ff. A1&3 parler au 
roi, a reson le met£s, Qu,il me rende Ayglentine, s'est li pies devisez 
Mort G. 99,25. 

32. <huchier»: Huon 5,30. Car eascun jor me venoit il hucier Que jou 
fesisse armer I. chevalier. 

33 « recorder*: Baud. II. 432,21 ff. Ales a Corbarant et se li recordes 
Qu'a moy viegne parler, que n'i soit arrestee. 

34. «apeler:» Ren. 4,38 ff. Par le conseil Naymon Ki fu de bonne foi 
Apela Enguerran que venist devant soi. * 

35. demander : Berta 860 ff. (querir), 

35. «loer»: Aubr. 236,14 ff. Je lo, dit Fouques, s'a Borgignon agree, Se 
il li plaist, que soit none uelee. — Berte 104,7. Je lo pour le meillors que 
nous nous enfuions. ib. 104,12. Je lo en bonne foy que nous nous en aillons, 
Capt. 40,21 ff., Jerus. 6518 ff. (ohne que). 

37. «amone8ter» : Mac. 2519 ff. De una ren vos vo amoniscliant, Qe 
eascun de vos soia pros e valant. 

38. <arai$oner»: Pampl 697 ff. Car il u'est pont de pas en ceste region 
Ch'il ne sace trou bien, e se je le araison Ch'il viegne ensenble a moi, .... 

39. « rover » : Alisc. 165,32 ff. Rainouars sire, vous avoie rov£ Ke dou 
tinel fuissent paien boute\ — Jerus. 1724 ff. Puis lor a sor lor iex prote et rove 
Que chascuns d'ax exploite d'ovrer a grant pente, 

Tn diesein Denkmal darf wohl bereits das Eindringen von 
paragopischem e angenonuneii werden. 

40. «rover un don a aucun»: Alisc. 235,4 ff. Rainouars frere, I. don te 
voil rover Que tu me voielles ce mesfait pardoner. Aehnl. Pampl. 193 ff. 

41. «se Claimer a Dieu»: Amis 2093 ff. A Deu m'en claim le gloriux 
dou ciel, Qu'il m'en face venjance. 

42. «8C plaindre a aucun»: Ogier 3521 ff. A Dieu me plaig, qui justice 
m'en face, Que li esfoldres du ciel le puist abatre Dessi en terre les membres 
li esrache. Gille 603 ff. 

43. conjurer : Cygne 1947 ff. Je te conjur, dist il, du glorieus Jhesus 
Que tu me dies voir, sans faire faus argus, Par qui commandement tu es ycy 
venus. Saisn. I. 214,2 ff. 

44. enseignier Gaufr. 178,28 ff. 

*) cfr. Bischoff. a. a. O. pg, 36 sub Nr. 11. 




45. defend re », stets mit ne: Berte 152,18 ff. Vous defens qu'enver 
moi n'aiez pensee amere, Que de mon pucelage ne me soiez tolere. — Huon 
111,27 ff. Jou te deffenc, sour les membres coper, Que ja por nient n'ai&s le 
cor sonne. ib. 116,27 ff., 136,11 ff., 137,8 ff., Cygne 2740 ff. etc. 

46. «defendre et veer»: Huon 137,13 ff. Pour chou te veul et deffendre 
et veer Que tu n'i voises, tu seroies outr£s. 

47. «faire savoir »: Alisc. 69,5 ff. Faites savoir Ennengart de Paire, La 
nostre mere qui Jh£sus beneie, Et Aimeri a la barbe florie, K'il me seceurent 
vers le gent paienie. — Ren. 111,14 ff. II le fisent savoir au pule et a la 
gent, Que au noviel castiel prengnent herbergement. 

48. juger : Cygne 660 ff. Adont ly chevalier tot d'une avision Jugierent 
e'on tenist la royne em prison. — Rol. 309. Si as juget qu'a Marsilium en 
alge. ib. 353, Huon 295,33. 

49. «faire un orison »: Gui B. 129,20 ff. S'a faite I. orison ben faite et 
enparl£e Que cele vile soit a tel fuer atorn^e Que de ceus ne d'autrui ne soit 
mes golosee. 

50. «dire amen»: Gaufr. 322,21 ff. Segnors, ditez amen, que Dieu par 
son talent Nous vueille tous oster de paine et de tourmentl 

51. »cluigner de l'oiel« : Baud. I. 368,10 ff. Jvorine, la bele, li va de 
l'oiel cliugnant Qu'il se rendist briefment au pople mescreant. 

Im abhangigen Satze steht an Stelle des Conjunctives der 
Indicativ der directen Aufforderung : 

Buev. 998 ff. Clarions, je vous pri Que vous revenez tost, car nous re- 

manrons , — Gar. II. 201,21. Li quens vous mande que faites vo 

plaisir. Par. 78,10, — Gui B. 29,22 ff. Je vos pri, por celui qui Longis fist 
pardon, Que me dites le roi nule riens se bien non, ib. 90,5 Jerus. 4018, — 
Huon 127,3 ff. Je vous conjur la vostre loiaute, Que vous me dites la fine 
verity, 273,27, Viv. 1814, ~< Jourd. 276. Par moi vos mande que vos .alez a 
lui. 587 ff., — Mort G. 44,2 ff. Je vos defens, dist li peres, Biax fils, Que ne 
forfaites nos mortex anemis, — Mac. 3316 ff. Por Deo vos pri qe naque in 
Belliant Qe avec Karlon faites acordamant, Ren. 276,13. etc. 

Der Inxperativ tritt unabhangig ein in: 

Gar. I. 76,2 ff. Or si commande, par Dieu qui ne menti, Seconrez-les, 
car il sunt vos amis. — n, 23,11. Par moi vous mande venez parler a li, — 
Cygne 1490 ff. Sy vous prie pour Dieu, le pere droiturier, Faittes que Man- 
quares soit tenus prisonnier, . . . Girb. Rom. Stud. I. 444,5, — Huon 229,20. 
Je vos requier a moi ven£s joster, — Mort G. 18,11 ff. Et si vous manque com 
a son bon ami : Donez les armes a Girbert le gen til, — Raoul 207,4. Je te 
proi, sire, lai ester la folie, — 225,21 ff. Por Dieu vos proi qui fu mis en la 
erois, Se cis plais est, faites le m'en savoir, — Rome 1275. Jeo te pri et 
comand, me di la verite, 1177. etc. 

In: Gar. I. 71,13 ff. »Mandez les homes qui me doivent servir A Mez 
iront que vostres peres tint«, steht das Futurum an Stelle des Con- 
junctives Prasentis. 



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In folgenden unci ahniiehen Beispielen vertritt »mander" 
nicht mehr die Bedeutung eines Verbums des Aufforderns, sondern 
es giebt uns eine Thathsache an, die bereits zur Wirklichkeit 
geworden ist; daher denn auch regelrecht der Indicator: 

Jerus. 7064 ff. Gordefrois. Hire rois, hom do grant renomee, Nostres 
Sire voh mande que l'ont est retorne-*, - Mac. 8\>2 ff, K Maeario fo a sa 
mason ale, Por mires mande, qe Font binde, K Maeario oit sa jent apele. etc. 



e- Der Conjunctiv in S&tzen, fiber deren Inhalt iiu Hauptsatze 
ein Urtheil ausgesprocken wird, welches derart ist, das& 
damit ein Wunsch oder eine Besorgniss des Urtheilenden 

yerbunden ist.*) 

1. drois est« : Amis 552 if. Sire compains, dist Amiles li ber, II est 
bien drois par sainte charite, Que's ailhssiez veoir et esgarder. — Aubr. 88,4 ff. 
Drbis est a dame qu'est de grant renomee Qu'ele honeurt ceus qui sevent por 
soudee. So: ib. 56,24, 213,11, Ant. I. 8,8 ff., Avign. 114,5, Baud. I. 5,3, 5,13, 
ib. 11,25, 111,28, 272,11, II. 112,30, 112,32, 178.21, Berte 4,3, 13,8, 109,12, 178,18, 
Buev. 456, 914, 2579, Capt. 40,20, 75,7, Cygne 9557, 9947, 16628, Floov. 21,3 ff., 
Gar. I. 7,2, Jourd. 823 ff., Looys 424, 438, 1336, 1763, 2383, Ogier 1477, Raoul 
70,17, Rol. 497, 1950, 2349, Ross. 310 (ohne que), Saisn. I. 69,9, 157,2 etc. 

2. »il est flns« : Rol. 2978. Reis orguillos, nen est fins que t'en alges. 

3. raisons e8t«: Buev. 1247 ff. N'avoit bourc ne chastel plus fort dusk'k 
Octrente, Qui ens est, n'est raisons que d'assaut s'espoente, K'assaus (ke = 
denn) ni puet grever une fueille de monte. Die Form » e S p O e 11 1 e « 
(: monte : Octrente) ist wohl demReime zu Liebe gesetzt worden. 
— ib. 1370. Ce sera biens raisons k'au cuer ce m'assente A oir tes nouveles, 
ib. 1798, — Baud. II. 233,3 ff. Par moi aves esteit de le mort escapes, S'est 
raisons, biaus seignour, que vous fachies mon gre. Gar. II. 264,24, Mort G. 7,1& 
(ohne que), ete. 

4. »il est 8aison« : Cygne 9870. Seigneur dist ly soudans, il seroit bien 
saison Oue du siege eussiemes nouvielle et msncion. 

5. drois est et raison«: Looys 886 ff. Dont il est droiz et reson que 

i perdes, — Pampl. 469 ff. qu'il est raixom e drois Che donier le vous 

doie, Com je sai e conois. Rome 90. 

6. »melz est« : Amis 1524 ff. Miex fust, par Deu, que je fuisse fondue, 
Arse en un feu ou a coutiaus fandue, — Rol. 258 ff. Melz et que sul moerge 
que tant bon chevalier, ib. 44,58 ff., 1475 etc. 



*)cfr. Bischoff a. a. O. pg. 41 § 4. 




7. bon e8t« : Berte 124,19. Et li rois Jeur respont: bon fust qu'on le 
fesist, ib. 124,16 ff. 

8. »il vaut bien«: Capt. 126,4. Et certez il vaut bien qu'il ait I. tel destln, 
5). »il vaat mieux«: Bnev 572 ff. Miex vault qu'il sqient mort, a nion 

entendement, — Gar. II. 201,12 ff. Aneor vaut mieux quo fussent lor plaisir 
Que ce qu'il futssent leans a force pris. 

10. »perils est« : Aubr. 43,15 ff. Grand peris est, par dieu le droiturier, 
Que ne uos face morir ou essillier, — Ogier 3696 ff. Grans perilx est li Danois 
ne l'ocie ohne que) ; 

11. »il vient miex a aucun«: Aubr. 149,6 ff. Mieus me venist, quant je 
uos eu trouvee, Que uos fuissies outre la mer rallee, Oa que maufes uos en 
eust portee, ib. 183,7, 218.24, Alisc. 113,11 ff., Amis 2087, 2344, Mong. 254, 
Huon 630, Looys 2071, Ogier 1462, 5467, Ren. 48,2 ff., 49,17 ff. etc. 

12. »il convient«: Aubr. 88,4 ff. Or nos convient que cis chant soit 
guerpis, Baud. I. 276,2 ff., 366,26 ff., II. 249,18 ff., Berte 23,4, 32,13, 63,8, 
Bnev. 2298, 2405, Capt. 155,21 ff., Cygne 125 ff., 544, 1648, 14883, Doon 
16,17 ff.. Viane 617, — Baud. II. 186,6. Convient-il que mes cors soit de vo 
escarnis ? 

13. avoir droit < : Alisc. 3311. N'a droit k'il vive, je le di par verte. 

14. » avoir mestier : Buev. 416. Cil ne li a mestier d'un autre se por- 

quiere (ohne que), — Looys 207 il t'aura grand mestier Que de vilain 

ne faces conseillier, — Pampl. 3594, Ci n'a mestier che soit plus parole tenue, 
ib. 565 ff., Raoul 212,8 ff., 243.19 ff. 

15. mestiers e$t« : Jourd. 3944. Se mestiers est qu'il en aient l'entree. — 
Ren. 232,2 ff. Car il nos est mestiers, issi com vos saves, Que Rollans ne s'en 
puist a Olivier gaber, Qu'il ait les III. freres com me pastors traves. Aubr. 
910, Raoul 79,18, — Viv. 1547. Or est mestiers que soiez deffandant. 

16. »il faut«: Baud. I. 340,22. Ou val de Joaquin faut qu'il en soit 
portcs. — ib. II. 8,3 ff. Si faut encore anuit que vous fachies l'ouvrier, Par 
coi j'aie le clhef enchois que voist coucher, — ib. II. 176,5. Par povrete faura 
qu'il devinge hoerrier, — Capt. 219,26, Cygne 608, 1112, 1673, 2698, 
ib. 33484 etc. 

17. »il est loiaute$«: Aubr. 242,27 ff. Traies, seigneur, que bien est 
loiautes Que pour mon pere soit li miens cors liures. 

18. »il afiert a aucun < : Baud. I. 55,2. Car il afiert a vous que bien 
soies prisie. — Capt. 211,5. II n'affiert pas a moy que fachiez tels sal us. 

19. »il avient« : Gar. II. 76,23 ff. S'il avient chose que Franceis vengnent 
ci, Bien avons gent por nos marches tenir. — Saisn. I. 251,7 ff. S'or avenoit 
que tuit vos vossissiens laissier, Guiteclins auroit pais a vos, au mien euidier. 

20. »il vient a«: Gui N. 7,20. Bien li vient de lignage qu'il ait cuer 
de felon. 

21. deservoir que < : Berte 40,1. Bien avez deservi que vous soiaz mes 
drus. ib 104,19. Car bien a deservi que pas ne li faillons. Gar. II. 23,15, 
Ren. 276 10, Rol. 3740. 



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22. »estre digne« : Cygne 387. Car digue ne suy pas que j'aie audission, — 
Gapt. 125,19 ff. 11 seroit moult *bien dignez c'on fust a Impend in Et qu'il fut 
(=fust) couronnez de couronne d'or fin. 

23. »avoir besoing« : Avign. 36,24. Bien passera li ans ainz que voient 
lor ptes, N'aures si grand besoing qu'il vos puissent aidier, — Viv. 1572 ff. 
Se j'ai besoing, que n'i soie encombres, Securra moi a lespee du les. 

24. »il besoingne«: Jourd. 251,9 ff. Sire, ce dist Maugis, par la foi que 
doi vos, II ne besoigne mie que tuit soient larron. 

25. »il vient au terme < : Paris 28,16 ff. Et quant ce vient au tenne quel 
deust relever, Dit a ses compeignons: Seigneur, avant venez. 

26. »il estuet«: Looys 10. De meillor home n'estuet que nus vos chant, 
— Ren. 83,15 Or m'estuet que vos face en cest essil aler. 

27. costume e«t« : Jonrd. 908 ff Que n'est coustume a nul 

escuier, Qu'a son seigner doie nul jor tancier. 

1st der im Hauptsatze ausgesprochene Inhalt nicht mehr 
der Wunsch der urtheilenden Person, sondern der in Wirklich- 
keit vorhandene Grund, so steht der Indict iv: 

Buev. 1258. Cest drois que bien lor est a ce besoing cheu, — ib. 3527. 
Sire, fait il, drois est que nous prenons garde de la Sarazine, — Jerus. 8005. 
Che est drois, que por lui soffri li cors martier, — Gar. I. 6,1 ff. H est bien 
drois que du vostre i metez et faites tant que il soient armes de biaus chevaas 
courans et abrives, ib. 243,1. etc. 

Nicht selten steht nach derartigen Ausdriicken der »In- 
finitiv« an Stelle des abhangigen Satzes mit »que« und dem 
»Conjunctiv« : 

Gar. I. 30,11. Or m'estuet, voille ou non, assaillir, Gaufr. 286,5, — Mac. 
2586 ff. A qi dona uno colpo n'i a mestier proier Q'i non ocie loro e son 
destrier, — K. Reise 71. Jo l'ai treis feiz suugiet : mei i cuvient aler, — Looys 
366 ff. A Looys le convient envoiet, Que il nos viengne secore et aidier, 
Baud. I. 340,4, Cygne 174,66, Gar. II. 115,18, 160,21, 180,1,203,9, 268,5, Huon 
120,9 ff., 160,5, Mort G. 165,7. etc. 



f. Der Conjunctly nach Ausdriicken des Affectes. 

Im engen Zusammenhange mit den soeben behandelten 
Satzen, in denen der Hauptsaz ein Urtheil iiber den Inhalt des 
abhangigen Satzes ausdruckt, stehen auch die Ausdriicke der Gre- 
miithsbewegung, wie »derVerwunderung, derFreude, desSchmerzes« 
etc. Wahrend wir im Neufranzosichen im Allgemeinen nach den 
Ausdriicken der Gemiithsbewegung bei folgendem einfachen »que« 




•den Conjunctiv, den Indicativ nur bei Verwendung von »de ce 
•que* ah Stelle dieses einfachen »que«, vorfinden. ist iin Alt- 
franzosischen nach der einfachen Conjunction »que« sowohl der 
Indicativ wie der Conjunctly verwendet worden, Beispiele der 
letzteren Art sind allerdings weit seltener. Die Construction »de 
ce que »mit dem Indicative« ist allerdings fur das Altfranzdsche 
die gewdhnlichere, wie in: Berte 163,7 ff. »De ce qu'ele le noie, 
tous en sui trespenses«, und ahnlichen Beispielen. Nicht Eecht 
hat Bischoff, wenn er betreffs der zuerst erwahnten Construction 
pag. 47 seiner Abhandlung »TJebe? den Conjunctiv bei Chrestien« 
sagt, »dass die alte Sprache nach Verben und Wendungen des 
Affects nicht hin und wieder den Indicativ setzt, sondern dass 
das Altfranzosische es durchaus vermeidet, den Ausdriicken 
der Gemiithsbewegung den die Veranlassung derselben angebenden 
Satz mittelst der Conjunction que, und ohne Verwendung eines 
vorausbedeutenden pronominalen Ausdrucks, als Casussatz folgen 
zu lassen.« Kowalski in seiner Arbeit » der Conjunctiv bei Wace« 
liefert bereits eine Reihe von Beispielen, wo diese Construction 
zur Verwendung gekommen ist, darunter auch 3 Beispiele mit 
dem Conjunctive, und ich bin im Stande diesen Beispielen noch 
eine Anzahl von Belegen aus dem Volksgos beifiigen zu teamen. 

1. Den Ausdriicken der Gemiithsbewegung folgt die einfache 
Conjunction » q u e « : 

a. mit dem Indicative: 

Amis 1410. Des or li poise, que il ot ainsiz dit, , — Baud. I. 

204,10. Dolans fu Bauduins qu'il n'ot point de monnoie, — Berte 1306. Poise 
li, que de non ne s'est desconneue, — ib. 1320. Forment se repent Berte, que son 
non leur a dit, — Berta 986 ff. Mon sire dist Berte or nen vos merveles, Qe 
un mon segnor m'e morte da malfles, (e = est), — Floov. 74,16 ff. Por Floo- 
vant son filz ot lou cour mout irie Et dolant que il fut fors de France 
■chacie, — Fierabr. 19,6 ff. Pour ce que si te voi de prouece avive, Moult me 
poise que n'ies de sens amesure, ib. 20,8. Moult durement me poise c'a moi 
t'estuet jouster, — Gaufr. 248,32. Mes je sui dolent que je ne l'ai tu6, — 
Ogier 521 ff. Franc chevaler, con sui por vos dolant Que vos enmainent 
Sarrazin et Persant, — Ant. I. 26,15 ff. Vers vous s'est courecies, por sa feste 
honoree, Que n'alastes a lui quant on Tot celebree, — Rol. 716. Deus I quel 
dulur que li Franceis ne l'sevent, ib. 2030. Quant tu ies morz, dulur est que 
jo vif, ib. 2608. Mult est grans doel que nen est ki Tociet, — Saisnl. 123,7 ff. 
Voire, dist la reine, as cox est aparant, Mes durement me poise que il 
demore tant. 




42 



ft. init dem Conjunctive: 

(•ygne 1131. Maire le lait, ne Tan chaut que l'ait pris, - Mong. 433 if.. 
Ne li caut gaircs < j ue on vende le ble. 

2. eine andere Construction ist nach solchen Ausdriicken 
des Affectes zur Verwendung gekommen. 

Ausser der bereits erwahnten, noch im Neufranzosischen 
iibliclien Construction von de ce que mit dem Indicative, treffen 
wir den Nebensatz eingeleitet durch das temporale »quant« 
an in: 

Cygne 169 ff. Ly roys fist faire joie quant ce vint au souper, . . . . , — 
Pampl. 4910 ff. Dolant fut Maozeris, quant il oit entendu Che Franzois avoient 
le fort za«tel eft, — Rol. 2082. Or est granz doels quant l'arcevesques chiet. 
ib. 2411, Fierabr. 27,11, — ib. 3451 ff. Mult ad grant doel Carlemagnes li reisOuant 
due Naimun veit naffret devant sei , Sur l'herbe verte le sane tut cler 
cadeir. etc. 

Zuweilen finden stch auch Beispiele der Attraction nach 
den Ausdriicken der Gemiithsbewegung, indem das Subject resp. 
Object des Nebensatzes vermittelst einer Proposition in den Haupt- 
satz gezogen wird, und der .Nebensatz dann gewohnlich als Re- 
lativsatz (natiirlich mit dem Indicative) nachfolgt. Vergl. 

Rol. 537. Dist li paiens: Mult me puis merveillier De Carlemagne ki 
est canuz e vielz, ib. 2513 ff. Carles se gist, mais doel ad de Rolant E d'Olivier 
li peiset mult fonnent, Des duze pers, de la franceise gent Qu'en Rencesvals 
ad laissiet morz sanglenz. etc. 

Eine nach »il me chaut « sehr gewohnliche Ausdrucks- 
weise ist die der indirecten Frage mit verallgemeinerndem Sinn: 

Berte 29,7. Moi ne chaut qu'on en face, mes qu'ele soit tuee, — Gui N. 
II se drecha en piez, ne li caut qui la voie, — Mort G. 152,5. Ne moi ne 
chalt quel part doie ganchir, — Orenge 1561. Huimais dirai, ne me chaut 
qui le sache, — Rol. 227. Ne li chalt sire de quel mort nus muriuns. 

Haupt- und Nebensatz stehen unabhangig neben einander in: 

Baud. II. 201,28. Chertes, che poise moi pas n'esties cogneus. 



g. Der Wunsch Sussert sich in einem Ausdruck des 
Zugestehens 5 Erlaubens. 

Solche Ausdriicke sind : 

1. »0trier«: Amis 1400 ff. E dist Hardrez: biaus sire, et je l'otri Et par 
devant ces chevaliers le di, Qui vencus iert, pendus soit le matin, ne soit 
raieus ne argent ne d'or fin Ne n'ait secors de parens ne d'ammes, — Alisc. 



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43 



214,33 ft'. Et si m'otroie par ton saintisme non Ke jou aquire Baudus, eel 
Esclavon, ke & eompaignon 1'aie. Ant. I. 7,2, Avign. 82,24, 82,31, 125,9, C'apt. 
104,7, Fierabr. 27,24, Mac. 1832, Rol. 394(5. etc. 

2. otrier et soufrlr : Mort G. 13,7 ff. Ne il ne veulent otroier ne sofrir. 
Que je cax rende qui lc due ont ocis, ib. 35,13. 

3. endurer : Mort G. 16,12 if. Xc pora mie endurer ne sofrir, De nostre 
guerre soit accordance et fins; (Ohne que). 

4. »soufrtr«: Ant. I. 244,9. II ne sotfrira ja ses peoples soit bonis, 
ib. II. 157,5, Bnev. 2626, Bert* <52,17, Gar. J. 82,16, II. 36,2, 133,5, Mort G. 
16,12 ff. (endurer), 23,7 ff. (otrier), Fierabr. 36,16 (ohne que;, Gaufr. 294,30 ff. 
Fragend in : Pamy^l. 782 ff. Coment ais tu soufert que je deseritie 8oie en si 
de ma ville e l'onour soit donie A ceus que ne t'ament ? ce est grant 
cruautee. 

5. »je 8lli8 prez« : Avign. 8,32. Pres sui que je l'ocie, voiant M. eom- 
paignon, ib. 9,31, — Floov. 34,8. Pres sui que me desfande vers ton oran- 
droit, — Fierabr. 9,27 ff. Tons sui pres que je faice toute vo volonte ; Otin 
45,15 ff., Rol. 316 (ohne que), etc. 

6. »80i accorder« : Buev. 1687 if. Biaux iiex, ce dist li quens, faites 
vo volente, Je m'acort que fait soit ce k'avez devise\ 

7. »con8entir«: Aubr. 222,14 ff. Sainte Marie, ja nel consentes tu Que 
je i aie mon chier oncle perdu, Amis 2250 ff., Alisc. 36,31, Baud. I. 8,33, 48,27, 
Cygne 628, Floov. 38,8, Jerus, 6091 ff., Paris 89,12, Rol. 3108 ff. etc. 

8. » doner « (= verleihen, zugestehen): Die mit »doner que« 
eingeleiteten Satze der Einraumung resp. des Zustehens habe ich 
bereits pg. 28 angefiihrt und darf ich des Eaumes wegen mir 
wohl eine nochmalige Auffiihrung derselben ersparen. 

In Gaufr. 69,24 ff. Comment aves soufert que somrnes abessies, Que 
te roy Guitant est mort et detrenchies! und ahnlichen Beispielen hat 
»soufrir«, da von etwas thatsachlich Geschehenem die Rede ist, 
regelrecht den Indicativ nach sich. 



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B. Der ConjuDctiv der Irrealitat. 



I. Der Conjunctly in Substaiitivsatzeii. 

a. Der Snbstantivsatz ist Subject eines Yerbums des Seins. 

1st in derartigen Satzen von etwas Thatsachlichem die Rede, 
so steht der Natur der Sache gemass der Indicativ, dagegen steht 
der Conjunctiv, wenn der Inhalt des Substantivsatzes der Wirk- 
lichkeit nicht entsprechend ist, d. i. : 

1. wenn der Hauptsatz negirt ist, 

2. wenn derselbe hypothetischer Art ist, 

3. wenn er eine Frage mit negativem Sinn enthalt, 
a 1. Der Hauptsatz ist negirt: 

Rol. 653. Jamais n'iert an altretel ne vos face, — 3913. II ne poet estre 
qu'il seient desevrez, — 173,1- Ne remandra por vous qu'il ne soit pris. 
Floov. 27,2. H ne remansit mie que il ne flit (= fust) mengiez, — Jourd. 
2706. Ne puet remaindre qu'il n'i aient dammaige, 1104,— Mac. 153 ff. 1743, 
Par. 91,15, Viane 2210. 

a 3. Der Hauptsatz enthalt eine Frage mit negativem Sinn in: 
Viv. 1110 ff. Est-ce dont voir, por Deu ne me noiez, En Aleschanz soit 
Vivieus me nies? 

Hieher mogen auch Substantivsatze gerechnet werden, die 
abhangig sind von Ausdriicken wie »par un petit que«, »a 
poi que«, »mult s'en faut que« etc. Im Altfranzosischen 
steht nach derartigen Ausdriicken meist der Indicativ mit der 
halben Negation »ne«, wahrend das Neufranzosische hier den 
Conjunctiv verwendet. 

Amis 1580. Par un petit que il ne l'abatit, Baud. I. 115,8, Floov. 
3,31, Orenge 1340, — Buev. 3082. Pou s'en faut ne te faz chierement com- 
parer — Cygne 886, Baud. II. 418,19, Poon 259,6, — Doon 157,30. 
Moult s'en failli petit que le bras n'en sevra, 158,16, — ib. 163,21, Pres s'en 
faut que li cuer ne li faut en plaignant. 

Dorch »a pou que« sind eingeleitet : 

Alisc, 218,29. A poi que n'ai le cuer el cors crev6, 107,17, 107,24, 




Baud. II. 250, 14, Buev. 644, 1506, Berte 13(3,5, 146,13, Cygne 17996, 18528,. 
K. Reise 132, Pampl. 2295, Ren. 74,1, 305,31. etc. 

Nach »por poi que»: Aiol 1323. Por un poi qu'il nel fist jus crauenter, 
— Ant. I. 215,8- Li hostes saut apres, pour poy qu'il n'esraga, 279,21, Mac. 
448 (ohne que), Mort G. 56,15. etc. 

Den C o n j u n c t i v finden wir nach derartigen Ausdriicken 
verwendet in: 

Jerus. 1658 ff. La merci Deu de gloire, qui fist Adan, Evain, Petit en 
eschapa ne soient pris a 1'aim, — Pampl. 4058 . . . . e bien por pue fali Qu'il 
ne fust de la ville malemant escreni. 



b. Der Substantivsatz ist Object. 

1. Eines Ausdrucks der Wahrnehmung. 

Da es sich bei den verbalen Ausdriicken des Wahrnehmens, 
Denkens und der Aussage meistens urn etwas thatsachlich Vor- 
handenes handelt, so stent in der Regel der Indicativ, der Con- 
junctiv zeigt sich nur nnter den bei a. vermerkten Bedingungen. 

1 «. Der Hauptsatz ist verneint : 

Berte 105,2. Autrement ne voi pas que eschaper puissons, — Buev. 
279 ff. Mais je ne puis veoir, se Dieu pitie n'en prent, Que on se puist def- 
fendre un home contre cent. Viv. 1334 ff. 

Hierher zu stellen ist auch »avoir garde« = »Acht 
haben auf etwas « ; 

Ant. I. 264,6. Mais il n'ont garde la qu'on les i puist trover, — Raoul 
282,8 .... Dont n'ai-ge gart que soie violee. 

1 ft. Der Hauptsatz ist hypothetischer Art : 

Cygne 1692 ff. Et se ge mens de mot, ja voel que vous voyes Que je 
soye pendiis. ou ars ou escorchi^s, — 27539 ff. Moult volentiers verroie, sy 
m'ait Jhesu-Cris, Que j'en fusse vengi^s, entant que je sui vis. 

Anno. Eine Aufzahlung jener iiberaus zahlreichen Beispiele, 
wo nach den Ausdriicken des Wahrnehmens, Denkens und Sagens, 
als der Wirklichkeit entsprechend, der Indicativ zur Ver- 
wendung kommt, darf ich mir wohl ersparen. 

2. Eines Ausdruckes der Gedankenvorstellung. 
Die Bedingungen fur die Verwendung des Conjunctives sind 
wiederuin dieselben wie bei a. 

2a. Der Hauptsatz ist verneint: 

1. «cuidier» : Alisc. 116,34. Je ne cuit mie qu'en cest ost ait son per, 



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46 



ib. 175,4, Avign. 80,5, Ant. II. 10,13 if. 275,2, Aubr. 20,10 if. (ohne que). 
Berte 52,13, Buev. 3756 ff., Baud. I. 216,9, ff. II. 201,29, Berta 368 if., Berte 
76,18 ff., Oygne 1109, 4428, Chair. 805 (ohne que), Gar. II. 137,13 ff. (ohne 
que), Gui N. 36,1, 47,14, Doon 191,7 ff., Huon 152,23, Jourd. 1018, 1084, 2149, 
Rol. 1844, Orenge 11 ff., Mac. 782 ff., 978 ff., Mort G. 166,1, Pampl. 628 ff., 
676 ff. Renaus 63,15, 104,6 ff., 451,2., Ross. 302,32, 329,3, Saisn. I. 261,9, 
Viane 3246 (ohne que), etc. 

2. savoir : Aubr. 155,1 ff. Diex, co'r ne set li Borgoins Auberis Et 
Gaselins que ce soit Amauris. Ant. II. 24,3 ff.. Aquin 2213 ff., Baud. II. 
128,25. Car il ne savoit mie qu'avoir deust l'onnour, ib. I. 137,9, Cygne 175, 
2212, Huon 43,20, 49,35, Looys 2385, Mac. 2436 if., Mort G. 93,9 if., (ohne 
que), 142,14. etc, 

3. «penser»: Gui B. 129,2 ff. Comment! dist il, dans rois, ne Toses ja 
penser Que vos deseure moi pussiez si haut i»on*erl Gar I. 6,7, Baud. II. 
204,6, Mac. 2616, Pampl. 756, 

4. «80i apenser»: Ant. II. 96,6 ff. No baron qui le voient ne sont mie 
.upense qu'il pour la cite rendre ait venu ne ale\ 

5. «croire«: Aut II. 58,4. Car il ne croient mie que il fust et vis, Ne 
de son Saint Sepulcre que il fust saurexis, Ne que Dame Diex fust de la 
virge naquis, II. 175,22 ff., Buev. 4065 ff., 3944 ff.. Berte 59,19, Berte 163,6. 
Que cele soit ma feme, ja mar le mescrerez. Hnon 227,15 ff„ Jerus. 7682, 
Mac. 135. E'no ere' que un altra fois me vegni (= venias) quest noncer, 400 ff., 
Mort G. 77,10, Pampl. 4657. 

Trotz der Verneinung des Hauptsatzes steht der Indicativ 
im abhangigen Satze in folgenden Beispielen: 

Aiol 761 ff. Ahi, c'or nel saues, Elies peres, Que j'ai si grant bataille 
chi afinee! Alisc. 127,29 ff. Li quens devise, mais il ne savoit pas Ke tant i 

ot dou linage Judas Ke , Berte 46,8 ff., Viv. 1557, (vgl. M a t z n er, frz. 

Gramm. pg. 344). 

2 ft. Der Hauptsatz ist hypothetisch oder steht inmitten eines 
hypothetischen Satzgefiiges : 

Amis 3229 ff. Se je cuidaisse hui main a l'ajorner, Que volsissiez mes 
anfans decoler, Remese fuisse, , . ., Alisc. 185,29, — Aquin 1282 ff. Ly paien 
dient: Vous estes touz deceu, Si vous cuidez le chastel soit rendu, — Baud. 
II. 634 ff. Chelle li dist: biau sire, poi ne voles paisier Qui pens£s que me 
soie mise a che chavetier. — Gar. I. 186,6. Se il seussent que ensi avenist 
Aincois l'eussent detranchi£ et ocis. So: Baud. II. 291,33 ff., Cygne 1552, 
29765, Huon 48,8, 225,4, 307,7 ff., Berte 112.15, 284,1, Mort G. 170,4 (ohne 
que), Par. 84,8, — Ren. 106,8 ff., Voluntiers me rendrai, se joaisetirte, Que jou 
ni soie ocis et menes a vilte. etc. 

2 ft. Der Conjunctiv steht, wenn der Hauptsatz eine Frage 
mit negativem Sinn enthalt. So nach : 

1. «cuidier»: Ali^c. 49,9. Quidies vos ore Ke soiemes bergier? — 




47 



ib. 114,32. Cuidies Kc voise charescnmer? — Baud. II. 295,10 Cuidies-vous que 
je doie donkes brisier mes lois? — Chair. 93. Cuide-tu, rois, que je ne me 
demente? — So: Jerus 3732, Gaufr. 49,6, Mort G. 79,22, Looys 748 (ohne 
que), 2416, 2437, Mong. 452 (ohne que), Ross. 296,21, 380,2, Saisn. I. 213,8. 

2. «cr#Jre»: Mac. 3002 ff. Oreez qe soia que aloga venu Por dir canson 
ne faire nul desdu, Se no por combatre a li brandi nu? — Panipl. 3528 ff., 
Ami dist Maoceris crois tu qu'il se poist Ataindre cil voiain, ©hi auquant 
le sivist? 

3. penser> : Avign. 13,24 ff Et par coi le pensastes, di, encrimmg 

felon, Que je la mort querisse l'empereor Karlon? Certes, jo nel feisse por or 
ne por mangon, — Main. I. 32 ff. Ahi! qui le pensast, sire maistre Davi 
Que vos ja boisissies ne Hainfroi ne Hendri ? 

4. «porpenser »: Huon 185,14 ff. Biax nie\s, dist ele, estes vous pourpens^ 
Que vausissies faire ma volente? — — 

Wahrend im Neufranzosischen, mit ganz seltenen Ausnahmen, 
die positiven Ausdriicke des Denkens und Sagens den Indicativ 
regieren, ist in der alten Sprache sowohl der Indicativ wie der 
Conjunctiv verwendet worden, je naehdem der abhangige Satz 
eine Thatsache oder ein subjectives Urtheil des Redenden resp. 
Denkenden bezeichnet. (cfr. Bischofif pg. 58). — So finden wir 
den Conjunctiv nach positivem 

«cuider»: Alisc. 41,17. Guillames quide ke ce soit fausetes, 48,13, 167,32, 
Aquin 2&08, Aubr. 73,9. 192,32, Amis 1519 ff., 3396 ff. (ohue que), Ant. I. 
264,7, II. 96,8, Baud. I. 49,16, 58,29, 60,34, 279,21, 282,14, 307,1 ff., II. 6,7 ff., 
190,10, 292,32, 429,22, Buev. 883 ff., Berte 26,10, 56,15, 61,10, 84,5 ff., 108,8, 
148,10, Charr. 223, 562 ff., Capt. 230,2, 233,2, Cygne 521, 9833 ff., Doon. 
84,25 ff., 163,34, 324,18, Gar. I. 85,12, 266,4, 268,2, Huon 26,15, 34,19, 183,14, 
237,7, 291,9 Gaufr. 18,2, 164,11, 219,27, 292,19. Jourd. 3154, 801, Mort G. 
125,23, (ohne que), 143,1, 199 (ohne que, 220,5), Main II. 132, Gui B. 24,19, 
ib. 24,29, 61,27 (ohne que), Mac. 1324, 2543, Pampl. 505, 794, 849, Ogier. 82, 
4242, Rol. 3723, Ren. 276,6, 278,38 Raoul 272,16. Ross. 367, Saisn. I. 259,2 
Viv. 1469, 1799. etc. Ueber die verschiedenen Versuche, den Begriff 
dieses »cuidier» zu erklaren vgl. Bischofif pg. 57 u. 58. ■ 

Nicht so haufig wie nach »cuidier«, aber doch weit haufiger 
als Bischofif a. a. O. pg. 57 betreffs des Altfranzosischen nieint, 
findet sich der Conjunctiv nach positivem 

«croire» : Baud. I. 52,24. Et encore croi-jou qu'aucuns si fais en soit. — 
ib. 116,16. Car je croi qu'il soit mors, bien en scet la mature. — ib. 138,8. 
Ohius-la se d^barbette, je croi qu'il nous maudie, 321,11, 344,16, — Ruev. 
3526. Je croi bien k'envers nous n'ait pensee renarde. So: Berte 72,15, 117,8, 
ib. 128,14, 166,6, Cygne 18471, 25862, Huon 28,31, Jourd. 2952 ff.. Mac. 1297, 
Pampl. 854, 2282 ff. etc. 




48 



So auch nach positivem 

»penser»: I. 281,8. Et quant vous penserez que j'aie tant erre — 

Buev. 219. Pensez qu'il soit parjures. — Doon 46,29. Pensa que proie i ait,, 
que cil en voeille tratre. — Ogier 2752 ff. Jl pense bien, si li vient en avis, 
Que ne soit horn qui vers li ost guencir. (Die vom Herausgeber in einer 
Anmerkung angebrachte Corrector: »Qu'il n'ert nus etc.« war 
nicht ndthig, da ja nach positivem »penser« sich ofter der 
Conjunctiv findet). — 

Der Conjunctiv ist durch »devoir« umschrieben : 

Pampl. 3928 ff Pensant che de raieom Altumajour devoit Etre 

roy de la ville. 

3. Eines Ausdrucks der Aussage. 

Die Bedingungen fiir die Verwendung des Conjunctives sind 
wiederum dieselben wie bei a. 

3 a. Der Hauptsatz ist verneint : 

Avign. 105,18 ff Ja ne se vantera el regne dont il fu Que it< 

ait l'aniirant en baitaille vaincu, — Aubr. 81,34 ff. Ja au partir nen iert teix 
qu'il s'en vant Qu'il m'ait tolu la monte d'un besant, — Berte 62,11. Que 

jamais ne dirai, tant com porrai durer, Que soit fille a roy, ib. 76,10, — 

Looys 469. Ne dites mie que je nul tort vos face, 798. Ja ne divont qu'avions 
fet mauvestee. So: Ogier 1115 ff., 1267, 1352, (ohne que 2135), 4512, Raoul 
42,14, 67,18, 226,17. Rol. 447, 1958 ff. etc. 

Jene Verben der Aussage, die an sich schon einen negatiVen 
Sinn in sich tragen, sollten eigentlich bei nochmaliger Verneinuug, 
da ja dann die Negation aufgehoben wird, den Indicativ nach sich 
haben, trotzdem finden wir nach ihnen den Conjunctiv verwendet 
an folgenden Stellen: 

Aubr. 64,22 ff. Se ce est-il, n'iert pax longues celes, Que il ne soit 
par tens de moi priues, — Gui N. 13,25 ff. Che ne desdi je mie que ne fasse 
en l'estour Oil Garnier prist la plaie dont fu mort a doulour. — Huon 148,10 ff. 
Je ne puis, certes, mon coraige celer Que jou ne die cou que j'ai en pense, 
Mac. 601 ff., — Ross. 289,18 ff. Ce ne puez-tu neier ,ne escondire, Xe soies 
si hom-liges, et il tis sire. etc. 

3 ft. Der Hauptsatz ist hypothetisch oder befindet sich in- 
mitten eines hypothetischen Satzgefiiges ; 

Berte 89,18 ff. Qui bien les regardast a droit et a loisir, Bien d6ist que 
plus belle ne peust-on choisier, ib. 175,4 ff., — Buev. 2779 ff. Ki veist comme 
fu Gerars amanevis De son cors a desfendre contre ses anemis, Bien desist 
que il fust vassaus preus et eslis, Cygne 33386 ff., — Gui N. 9,30. Se vous 



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chen voulez dire qne je traitre soie, — Huon 42,25. Et s'il vent dire 

que traison ait ci, De moi desfendrc suis-je pres et garnis, ib. 79,2 ff. — 
Mac. 1024 ff. Dentro fust ale, quand esclarn£ li fu Qe mantenente elo 
si a prendu. 

3 y. Der Hauptsatz enthalt eine Frage mit negativem Sinne : 
Avign. 56,31 ff. Amis, dis me tu voir, que Diex ait par en fame ! Que 

tu por cest besoing soies venus en France Por quen-e sodoiers a secorre 

la dame? 

Nach positivem Ausdrucke der Aussage steht imNebensatze 
zur Bezeichnung der Realilat seines Inhalts de* Indicativ; der 
Conjunctiv steht in folgenden Fallen: 

1. nur scheinbar abhangig von einem Verbum der Aussage 
im unabhangigen Wunschsatze, wenn derselbe in die indirecte 
Rede getreten ist : 

Berte 65,17. Berte le prent et dit qne Diex Ten sache gr£, — Cygne 1858, 
Et ly roys Orians a Dieu mierchy deprie Qu'il y voelle moustrer miracle 
autorisie . . . . , — Jourd. 3027. Tent lui s'espee et merci li cria, Qu'il li 
pardoinst *e que il le toucha. Gar. I. 282,14. 286,21, Mort G. 36,22 ff. 

2. Wenn das Verbum der Aussage zu einem Verbum der 
Aufforderung geworden ist (cfr. vorher pg. 97 ff.) » 

Regelrecht steht nach nicht verneintem »celer« der 
Conjunctiv: 

Berte 169,14 ff. Pepins a Men roi Floire et Blanchefleur cele Que ce 
Boit le preu dom qui leur fille ait garde\ Dusqu'a temps qu'il en sache vraie- 
ment la purte\ etc. 

Nach positiven Ausdriicken des «Versprechens, Ueber- 
einkommens etc». steht gewdhnlich der Indicativ, so nach 
»jurer«, »creanter«, »plevir« etc. Einzeln zeigt sich auch 
der Conjunctiv neben dem Indicativ; so: 

Avign. 90,19 ff. Car ges envoierai a Ganon Tarragon Par itel convenant 
qu'il me renvoit Guyon, ib. 79,7 ff., — Floov. 69,7 ff. Donez li vostre file por 
itel convenant Qae ne voz facent querre Sarazins ne Persanz Que je ne vos 
secore a XL. m. Francs, — Huon 277,30. Oil jure bien, k'il ne soit trai'nes. .... — 
Mong. 857 ff. L'abes li done XX. libres de deniers Par tel convent qu'il ne 
reviegne arrier, — Raoul 149,15 ff. Par tel convent te fas hui chevalier Tes 
anemis te laist Dieus essillier, Et tes amis monter et essaucier, ib. 180,19 ff. 

In hypothetischen Satzgefiigen steht naturlich auch nach 
diesen Ausdriicken der Nebensatz im Conjunctive : 

Aubr. 159,10 ff. Por li juraisse qu'en tot le regne Artu N'eust tel femme 
com Guiborc, mais mur fu, . . . . 



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Der Conjunctly nach den Ausdriicken des Scheinens. 

Sie stehen im engen Zusammenhange mit den soeben be- 
handelten Ausdriicken der Wahrnehmung und des Denkens, und 
wir konnen daher betrefifs der Verwendung des Conjunctives fiir 
sie dieselben Gresetze zu Grande legen, die wir bereits nach den 
Ausdriicken einer Gredankenvorstellung resp. einer Aussage kennen 
gelernt haben; darnach steht der Conjunctiv: 

1. wenn dgr Hauptsatz verneint ist, wie in: 

Doon 187,4. Ne nous est pas avis que vous fachiez ass£s, — Berte 42,10. 
Mai semble que je soie de lignage royal, Buev. 1014, 1995. N'i a celui qui 
samble que point soit esmaies. 

2. Wenn der Hauptsatz hypothetisch ist oder inmitten eines 
hypothetischen Satzgefiiges steht: 

Huon 296,32. Mais si (= se) vous sanle, que cou soit bon, , 

Capt. 231,8 ff. Et s'il vous est avis que m'en soie mellez, Vela le roy de 
France, a lui vous en plaindrez, ib. 172,1 ff., — Ant. II. 206,1 ff. Qou me 
sembleroit bons, se vos consaus l'agree, Qu' uns de nous i remaigne o sa grant 
gent armee. 

3. Wenn betrefifs des empfangenen Eindrucks noch Unsicher- 
heit vorschwebt. So nach: 

»avi8 e8t« : Anbr. 197,3. Or ni'est avis que tout aies perdu, — Berte 
21,13 ff. Envoiez pour Tybert, avis m'est qu'il afiere Qu'il soit de ceste chose 
et maistres et conseilliere, ib. 21,18, 13, 8, — Doon 149,14 ff. Chen li est bien 
avis, tel vigour en li sent, Que nus hons, tant soit fiers, puisse a lui de noient. 
So: Cygne 27423, Gaufr. 146,9, 170,3 ff., Huon 113,28, Gar. I. 261,4, K. Reise 
376, Mort G, 23,6, 148,9, Ren. 235,7. etc. 

»vist est« : Alisc. 46,16. Dont li est vis k'il soit a savete\ ib. 144,22, — 
Buev. 3302 ff. Moult tost est descendus vis li ert qn'il afiere Contre tel 
baronnie, — Berte 35,17 ff. Pardieu ! ce dist Tybers, vis m'est que il afiere, 
Que nos l'ocions tost puis retournions ariere. 

> sembler« : Baud. I. 256,11. II samble que so'ies tout III. frere carnaus ! 
ib. 210,31, II. 256,17. II samble proprement que soles enivres, — Buev. 2517. 
Bien sample qu'il soit bien et taillies et molles, ib. 2088, 2822, 2886, Doon 
248,5, Mort G. 158,15, Par. 92,15. Pampl. 3472, Viv. 1009, 1310. etc. 

Der Conjunctiv ist uinschrieben durch »devoir: 

Berte 30,14. II samble a maniere, qu'ele doie desver, — Baud. I. 282,35. 

. . . . Qu'il samble proprement qu'il doivent esragier. 

»faire sembJant«: Berte 102,8 Semblent fait qu'en fust lie, s'en 

ert son cuer marris, — Capt. 172,1, — Samblant fait que petit ly soit de 

l'estourmie, Gar. 18,25 Se (= si) li a fait sanblant qu'il voille 

a lui joster. 




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1st der empfangene Eindruck aber derart, dass kein Zweifel 
betreffs der Eealitat des Vorgestellten existirt, so steht der In- 
die ativ: z. B. 

Baud. I. 135,43. II me sainble, par Dien, que e'est un Ions respis! — 
ib. 267,7. Moi sainble t'ies de Frize, 282,5, — Cygne 100. Moy sainble que 

mespris n'ai point d'un seul espy , ib. 34,289, Doon 293,5, — Ant. II. 

2282. Ce m'iert vis qu'il n'ont soing de faire mauveste. — Gaufr. 19,24. II 
m'est vis que g'i voi un merveil siglaton, ib. 94,27, Cygne 34284, Gar. I. 
270,16, Mort G. 1495, Viv. 1343. etc. — In : Cygne 10908. Semblant fait qu'il 
ne crient le soudant ung tournois, steht » faire semblant « nicht in seiner 
gewohnlichen Bedeutung: »den Anschein nehmen als ob . . . . «, 
sondern in der Bedeutung: »in seinem Benehmen etwas hervor- 
treten lassen, was wirklich der Fall ist,« (vergl. Bischoff a. a. O. 70). 

Ganz ahnlich der Verwendung des Conjunctives im Sub- 
stantivsatzen, die abhangig sind von einem verbalen Ausdrucke 
des Wahrnehmens, Denkens und Sagens, findet sich auch der 
Conjunctiv in den von »ne pas laissier« und »ne pas 
m u e r« abhangigen Objectssatzen : 

»ne pas Iai88ier« : Aiol 2914 ff. Or ne lairai por home de desosiel, Que 
ne uoise ferir tout le premier . . . . , — Aubr. 53,22 ff. Or ne lairoie por I. 
mui d'or conble Que je ne uoise a Arras la cite, ib. 45,10, 56,12 ff., Ant. I. 
249,13 ff., Alisc. 52,2, Amis 665, 2943. Buev. 3225 ff., Baud. II. 122,20 ff., Berta 
174, Cygne 18697 ff., Floov. 6,33, 9,21, Gar. I. 273,12, II. 220,18, 251,33, Gui N. 
22.32, Huon 137,17 ff., 169,6 ff., Gui B. 122,26, Jourd. 346 ff., 946. 2395, Mac. 
938 (ohne que), 2226, 2435, Orenge 367 ff. (ohne que), 387, 1721, Ogier 1565 ff., 
Gorm. 208, 221, Pampl. 663, Ren. 5,20 ff., 275,6 ff. (ohne que), Rol. 859,1206. 
ib. 1931, Raoul 43,2 ff., 296,26, 297,2 ff., Viane 539,699, Saisn. I- 54,16, 55,7, 
117,7, 250,2. etc. 

»ne pas muer«: Aubr. 99,7. Auberis l'oit. ne puet muer ne rie, 144,6, 
Buev. 626, Doon 346,5, Rol. 659, 825, 841, 1599, 2381, 2873, — 834. Si grant 
doel ai, ne puis muer ne le pleigne, — Ross. 356,16. Non pust muer la donne 
qu'elc non plor. etc. 



Der Conjunctiv in indirecten Fragesatzen. 

Wahrend im Lateinischen in der indirecten Frage nur der 
Conjunctiv, im Neufranzosischen nur der Indicativ verwendet 
wird, ist im Altfranzosischen sowohl der Conjunctiv wie der In- 
dicativ zur Verwendung gekommen, je nachdem namlich der 
Satz uberhaupt d. h. : »die Kichtigkeit der Verkniipfung des Sub- 
jects mit seinem Predicate « in Frage gestellt wird oder nicht. 

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Betrachten wir zunachst einige Falle, in denen der Conjunctiv 
sich findet. 

1. Nach negativem Hauptsatze: 

Ant. I. 170,4. H ne scet qu'il puist faire, Aquin 223, — Alisc. 18,29. Diex, 
je ne sai quel part mon ceval maingne, 69,20, 17,19 Ne sai quel part je puisse 
estre guenchis, 18,8, — 81,4. Et je ne sai ou puise avoir garant, — 91,21, 
Ne je ne sai ou me puisse fier, — 198,9, Or ne sai mais en cui j'aie fiance. — 
Aehnl. Berte 7,18, 42,6, 63,16, 10,16, Berte 936, Baud. II. 107,10, 129,10, 
Oygne 968, Gui B. 114,3, Gaufr. 57,13, 104,3, Floov. 8,23, 9,14, Jourd, 
3597, Looys 272, 1457, Orenge 1411, Mac. 2229, 2230, 2443, 2927, Mort G. 
152,5, Ren. 345,35, 411,1, Ross. 296,11. — Hierher audi: Gui N. 9,23. 11 le 
drecha en piez, ne li caut qui le voie, Char. 57, Jourd. 484. 1194, 2708 r 
ib. 3832, Looys 17, 33, 706, 1623, Orenge 273. etc. 

2. Der Hauptsatz ist hypothetischer Art: 

Berte 86,7 ff. Se seust li rois Floires comment sa fille el bois Fust, ne 
en quel maniere, ne fust pas ebanois! 

3. Nach fragendem Hauptsatz: 

Looys 1493 ff. Dex, dist Guillaumes, qui me set conseiller Ou ge le 
truisse, si que'l puisse baillier? — Pampl. 1494 If. , . . . E dist: Vous que les 
terres d' Espagne conoisies, Sav£s ou ci soit terre ne castieus ? — 

Anm. Der Conjunctiv wird vertreten 

a. durch den Infinitiv: 

Floov. 37,14. Apres cale parole ne li set que dire. Gaufr. 240,1, Huon 
148,3, — Looys 2256. Que je ne sai oil le disme poser, — Gar. II. 253,4. 
J'entens ici ne sait quel gent venir, — II. 180,3. Je n'ai que faire ne de vair 
ne de gris, — II. 244,18. Li bers le voit, n'i out que courecier, etc. (Ueber 
die beiden letzten Beispiele vgl. Matzner, frz. Gramm, pg. 517. d). 

ft. durch »devoir«: 

Aubr, 17,14. Ne sai quel part doit aler cis chaitis, Berte 43,10, Mort G. 
116,24, — Char. 92. Encor ne sai ou le grain en doi prendre. 

4. Nach positivem Hauptsatze: 

Avign. 26,14. Pensez comment Garniers ait la vie finee, — Aubr. 1199 ff. 
Baron, dist il, conseil uueil demander Comment me puisse uers les Frisons 
tenser, 124,11 ff., — Cygne 25675 ff. Dame, dist Bauduins, il nous fauna 
viser Comment privement le puissons saluer, Orenge 1440 ff., — Jerus. 4006 ff. 
.... car vos porpenses Coment puist estre prise ceste sainte chit^s. 

Daneben findet sich der Ihdicativ in den indirecten 
Fragesatzen; man vergleiche folgende Beispiele: 

Buev. 2722, Car ne sevent s'il est mors ou s'il est en vie, Gar. II. 
192,8, — 2761, Ne sot quel part il fu en liuee et demie, — Berte 117,6 ff. 
Na sai quel mal la prist sous la destre maissele, 116,13. Ne sai que vous en 
dites, trop en sui esbaubie, — Huon 36,26. Je ne sai done il est, — 4,7. Ne 
sai quel gent ont vers moi envai, — K. Reise 277. Ne sei u est li reis, Pampl 




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2249 . . . . Di moi com tu ais*) nom e dont tu ies ixus, — Otin. 61,2. Ne set 
quel part son cheval est tornez, — Rol. 2553. Mais co ne set quels abat ne 
quels chiet, 2567, Viv. 1459. Ne sait s'il sont de Sarrazin loi. etc. 



II. Der Conjunctiv in determinirenden Sfttzeii. 

Wir theilen die determinirenden Satze mit Bischoff ihrer 
Function nach in »adjectivische« und »adverbiale« Determinirungs- 
satze, je nachdem sie an Stelle eines Adjectivs zur naheren Be- 
stimmung eines Substantivs oder an Stelle eines Adverbs zur 
naheren Bestimmung der durch ein Verbum bezeichneten Thatig- 
keit dienen.*) Wir wollen zunachst die Verwendung des Conjunc- 
tivs in den 

„adjectivischen Determinirungss£tzen" 

betrachten, die wir abermals, der Eintheilung von Bischoff weiter 
folgend, trennen in »qualitativ determinirende« und »quantitativ 
determinirende Relativsatze«. 

a. Der Conjunctiv in den qualitativ determinirenden 
Relativsfitzen. 

Unter einem qualitativ determinirenden Relativsatze haben 
wir ein en Relativsatz zu verstehen, dessen Inhalt die Beschaffen- 
heit eines bestimmten, aus einer Gattung herausgenommenen 
Einzelbegriffs naher angiebt und hervorhebt. Wir finden in der- 
artigen Satzen den Conjunctiv 

1. wenn die Eealitat des Artbegriffs dadurch unsicher ge- 
macht wird, dass der JEauptsatz einen darauf beziiglichen Ausdruck 
des Wunsches enthalt: 

Avign. 3,19 ff. . , . Si li donez seignor ou conte, ou prince ou due, 
Qui maintiegne la terre a force et k vertu, — Baud. II. 61,18 ff. Et prient 
Jhesu-Crist qui les laist ariver En tel lieu ou il puissent desus terre monter, — 
Oui N. 23,39 .... Si li donez moillier qui soit a son talant, — Huon 3,9 ff. 
Faites I. roi, je yous en veul proier, Qui tiegne France, le paies et le fief, 
ib. 3,26, 180,27 ff. . . . Lai nous oi'r de Huon le naenbr6 Teles noveles qe 

*) V &1- P£- 10 unten. 

**) Betreffs einer weiteren Erorterung und Begrundung einer solchen 
Eintheilung verweise ich auf Bischoff »Der Conjunctiv bei Chrestien« pg. 75 ff. 



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nous soient a gre\ Ross. 319,19. — Jourd. 328 ff . . . . Metez la damme el fons 
de la tor, Preingne conseil a Renier son seignor qui yoz soit a creante : K. 
Reise 603 ff., — Mac. 1573 ff. Si la dono in guarda ad un civaler, Qi la devoia 
e condur e mener ib 3177 ff. Dist liDanois: Ora li envoie Un ves 

mesajo qe soia de bonte, Qe ben saca pailer, e querir piete\ — Paris 42,20 ff. 
l^ai moi le chemin segre, aler et trestorner, Ou je puisse mon pere et ma 
mere trover, 29,11 ff., — Rol. 780 ff, Dunez li arc que vous avez tendut, Si 
li truvez ki tres bien li ai'ut. etc. 

2. Wenn die Realitat des Artbegriffs direct geleugnet wird 
durch die auf ihn beziigliche Verneinutig des Hauptsatzes : 

Aubr. 27,9. Sou ciel n'a terre ou nos fuissiens I. mois. 193,31 ff., Aiol 
1295, Alisc. 20,27, Berte 109,13, Gar. I. 4,11, 281.1, Gui B. 1,13 ff., Huon 
302,27, Looys 1664, 1705 ff., Mort G. 204,9, Ogier 267 ff., Raoul 65,17, — 
Aubr. 42,5 ff. N'a mon seigneur ne uodroie fausser Ne chose faire dont se 
deust irer. 20,13 ff., 252,31. — Berte 85,5 ff. II n'avoit el pais priori, n'abeie 
Dont la Serve n'6ust outrageuse partie. Huon 23,15 ff., 122.26 ff., Gar. I. 122,18. 
II. 40,10. Gui B. 62,13 ff., — Aquin 1740 ff. Lors a Fagon moult grant duel 
dement, Quar n'a cheval sus quoy il soit porte\ — Mort G. 27,8 ff. Je ne doi 
porchacier ne fornier Par coi mon pere face sa foi mentier, 99,2 ff., — Viv. 
1121 ff. Ne ge ne n'ai ne argent ne omier De quoi ge puisse avoir un sol- 
doier. Ross. 292,13 ff., Aubr. 42,4. Je ne pens riens qui nous doie abouter 

Berte 54,13. Riens qu'un peust mengier n'iot, ne cru, ne cuit, . . ., Cygne 
1810. N'ont trouv6 qui leur puist nouvielles recorder. Looys 418 ff., 2393, 
Alisc. 72,2 ff. Mais n'ot lui escuier ne garcon Ki li tenist son destrier Aragon, 
Aquin 732 ... . n'ya nul qui defaille. 1106, 1413, 1673, Alisc. 7,6, 7,23, 17,20, 
28,9, 30,30, Aubr. 4,5, 11,18, 22,23, 62,18, 120,16, 132,1, 222,32, Amis 32 ff., 
2365, 2499 ff., Berte 21,4, — In Berte 59,19 ff. Ne croy qu'il eust dame de 
la dusqu'a Dehur. Qui de si grant afaire fust a tel mes£ur, ist naturlich der 
Punkt nach «Dehur» zu ztreichen. ib. 88,10, 171,10 ff„ Ant. I, 28,3, 107,1, 215,7 
243,13, II. 147,22, Doon 49,13, 160,12, Capt. 227,12, 238,10, Cygne 5079, 17244, 
18000, 25830, Gar. I. 29,6, 84,2, 136,2, 187,18, N'i remaint hons qui de lui 
riens tenist. 192,1, 246,14, II. 50,6, 114,6, 244,3, Huon 95,12, 151,12, 151,24, 

161.16, 188,28, 221,12, Floov. 77,5 ff. Onques Dex ne fit(= fist)ome en ceste 
sigle vivant Gui vos s£ut(= s^ust) a dire . . ., — Ogier 94,8 ff. N'i ot paien 
qui ainc i demorast . . . ., 3489, Paris 30,6, — Raoul 17,7 ff. En nule terre 
n'avoit plus bel garcon, Qui plus s&ist d'6scu ne de baston. 189,10, 198,10, 
ib. 224,9, 269,13. 331,9, Ren. 119,20, 344,9, 344,13, 396,14, Rol. 4,18, 22, 570, 799, 
ib. 1433, 1554, 1657, 2723, 3516, Jerus. 408, 1849, 6554, 7329, 7514, — Ross. 

316.17. Non a en tote France tant estradier Qui o lui peust corre plus c'un 
somier, Viane 1582 ff.. 2089 ff. etc.*) 



*) Daneben finden sich auch unter derselbeu Bedingung Beispiele mit 
den Indicativ, wenn die Realitat des auf diese Weise bestimmten Artbe- 
griffs nicht in Frage gestellt wird. Man vergleiche folg. Bsp.: Alisc. 38,24 ff. 
N'i ot celui n'i ot le cors senglent: Molt fu belc la joste. ib. 211,31 ff. N'i a 



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oo 

In dem den Artbegriff naher bestimnienden Relativsatze ist 
das Relativpronomen ausgelassen: 

Ant. I. 111,9 N'i a eel n'ait clavain au destrier de Surie, II. 4,13. N'i 
a un tout seul Turc n'ait de ses iex plure, 74,11 N'i a celui d'entre aus n'ait 
seg adous saisis. 150,10 ff., — 207,6 ff. Car n'i a chevalier n'ait paor de sa 
vie, Fors seul Huon le Maine. Ebenso: Avign. 42,14, 99,21 ff., Alisc. 40,29, 
ib. 56,12,60,12,81,4,104,7, 120,16, 127,32, 137,1,216,1, Aubr. 35,24, Buev. 141, 
327, 373, 480, 634, 871, 1613, 3004, 3895, 3944, Baud. I. 340,34, H. 57,1, Berte 
5,9, 16,4 ff., 156,17, Floov. 65,5, Fierab. 12,6, Gar. I. 139,1, 204,13, 201,7, 
Gar. H. 143,14, 236,5, Gui N. 18,14 ff., 20,19, 45,3, 84,17, 92,29, Huon 98,15, 
123,21, 166,9 ff., K. Reise 454 ff., 476 ff., Looys 418, 1278, 1321, 1724 ff., 
Orenge 76, 107, Ogier 182 ff., 685, 1008, 3964, 4712, Jerus. 2174, 6550, 
Mort G. 23,21, 81,24, 121,4 148,6, 244,21, Raoul 21,6 ff., 64,9, 85,1, Mae. 2722 ff., 
Rome 560, 585, Rol, 1442, 1482, 1836, 2254, 2294, 3169 ff., Saisn. I, 228,12 ff., 
Viane 499,525. etc. 

Wir haben nun noch eine Reihe von Beispielen zu 
vermerken, in denen bei gleicher Construction an Stelle des 
Relativpronomens, dem neufranzosischen Gebrauche entgegen, das 
relative Adverb »que« zur Verwendung gekommen ist. 
(cfr. Bischoff. pg. 85). 

a. »que« an Stelle des Nominativs (bei Personen = »qui«): 

Aubr. 64,12 ff. N'en i a nul, tant i soit mes priuus, Se par lui estes 
touchies ne adeses, Que de ma cort ne soit tantost jetes, Alisc. 251,2 ff, Gar. 
II. 113,7, Gui N. 10,17 ff., K. Reise 17,15 ff., — Berta 471 ff. Non e nul rois 
en le segle vivant Qe de nobility soit a lu parisant, — Jourd. 320 ff. Mar i 
aura escuier nes un soul Que ses talens ne face touz de voz, — Mac. 422. 
Ne la fo nul qe le responda arer, 486 ff., 976 ff., — ib. 1049. Non est nul homo qe 
le port st conter, — ib. 2405, 2742 ff. Non e in ste mondo nesun hon vivant Qe 
a mon segnor aca servi cotant, — Mort G. 169,13. Soz ciel n'a home que 
l'poi'st endurer, ib. 221,16, — Pampl. 558 ff. II ne i a nul de nous si bais ne 
si aou font Que ne soit due ou prince ou grant marchis ou cont, — ib. 3493 ff. 
Aou mond n'i a Saracin che a cist poust soufrir, Rol. 530 ff., 2418, 3462. etc. 
fi. »que« an Stelle des Accusativs (bei Personen = »c u i«) : 
Aubr. 41,19. Ne ui mais dame que tant peusse amer, 110,10 ff. f Avign. 
11,9 ff., — Baud. I. 218,3. N'a homme aconsievi, qu'il n'ait mort abatu, — 
Huon 43,26 ff. Car jou n'i voi ne parent ne cousin Que jou osaisse ne prier 



celui Ki n'a forment jur£ Jusqe en Espaigne ne seront areste Anchois que il 
nel raient. — Avign. 83,1. N'i a n'abe n'evesque ne voit seaumes disant. — 
Ebenso die folgenden Beispiele : Alisc. 71,34. N'i a celui n'en baisse le menton. — 
Berte 282,31. N'i a chelui ne pleure pour Huon, — Gar. I. 266,5. N'i a celui 
ne se claime chetis, falls wir nicht bereits fur diese Denkmaler das Ein- 
dringen von «parag ogischem e» annehmen wollen. ■ 



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ne oifrir, — Ogier 1348 ff. N'en a pains ne Sarrazins remes Que l'amiraus 
ichi n'ait amenes, — Mac. 793 ff. Nen fo ina'criatura in cesto mondo n£, Qe son 
segnor aca meio plur6 Con eel levrer qe tant l'oit ame, — Ogier 2907 ff. II 

n'a souz ciel paien n'i Sarrazin Ne chrestien , Que tu prisasses vaillant 

un Angevin, — Raoul 107,16 ff. En toute Tost n'ot chevalier si grant, Ne 
homme nul que Raous doutast tant. etc. 

je »que« an Stelle des Dativs: 

Rome 445 ff. N'i remeigne chatels, dongeons ne Ne femme ne 

enfant qu'il n'i ait le chief coupe. 

Gewissermassen auch: 

Floov. 1,6 ff. Et ne trovit nul home, se il an Deu cr&st, Qu'il ne vosist 
ocire et les mem b res tolir, wenn wir »que« zugleich auf »ocire« und 
»les membres tolir « beziehen; wir miissen sonst » ocire et les 
membres tolir« als einen Begriff ansehen. 

Dagegen findet sich die regelrechte Form des Dativs: 

Amis 186 Dex ne fist home cui pities n'en prei'st, 1942, — Berte 

142,12 ff. N'a entour la forest rem6s Cui n'avions racont6 trestout le 

covenant, — ib. 177,13 ff. Sachiez qu'en la maison n'est un tut seul remes 

Cui de par la royne ne soit grant don donnes. etc. 

Vergleiche ferner einige Beispiele, wo die regelrechte Form 
des Accusative mit Prapositionen verwendet worden ist: 

Baud. I. 259,1 ff. Car qui m'aroit tuet, si m'al't sains Germains, N'ai 
parent, ne cousin, de cui je fuisse plains ! — Huon 225,20 ff. Et car me faites 
lines armes prester Et I. ceval sour cui puisse monter, — Paris 25,4. A Dex! 
lele n'a fame a cui poche parler ! Raoul 168,15, — Viane 3205. Yos n'aveiz 
home per cui il fust mateiz. etc. 

Regelrecht und dem Neufranzosischen ganz entsprechend 
ist das relative Adoerb »que« in folgenden Beispielen 
verwendet : 

Avign. 82,16. James jor que je vive n'aurai mais le cuer lie, — Huon 
96,18 ff. Je ne mengai, bien a trois jors passe* Que jou n'^usse mengte 4 
I. disner. — Alisc. 18,18. Jamais n'ert jors ke mes cuers ne s'en plaigne. 
Gar. II. 54,4, Rol. 915, 971, 1984, 2901, 2915, 3905, — Looys 1995 ff. Ainz 
ne fu jorz, tant par fust bauz n£ fiert, Que il n'eust le vert haume lacie. 

Hier anzukniipfen ist die bekannte Wendung: »Je ne 
gart l'eure que . . . .« (= »ich stehe nicht ein fur denZeit- 

punkt, wo « ; dem, nach Bischoff, von Chrestien nur ein- 

mal verwendeten Beispiele: Erec 2979. Je ne gart lore, qu'il vos 
fiere« haben wir eine grossere Anzahl von Belegen hinzuzufugen 
aus den chansons de geste. So findet sich diese Wendung: 



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Alisc. 133,23. Ne gardons l'eure k'il vous ait afront^s .... 133,32, — 
Berte 51,7 ff. Car je ne garde l'eure qne nos soisons versez, 1740. Ge ne garde 
l'eure que endeus les oeient, — Looys 1459. Ne gardent l'eure que il soient 
martir, — Mort G. 122,1. Ne garons Tore que nos soiens ociz, 196,3, 211,2. 

3. Die Bealitat des Artbegriffs ist zweifelhaft gemacht da- 
durch, dass 

a. der Hauptsatz hypotetischer Art ist: 

Amis 2206 ff> Et s'il i a serjans ne chevaliers Qui envers moi 

ait fraite s'amistie, , — Avign. 100,4. Or vient bone chancon, c'il 

(= s'il) est qui la vos die, — Looys 23 ff. Et s'il est horns qui li face nul 

tort, Ne doit garir , Huon 265,10 ff., 285,14 ff., Gar. II. 334,2 ff., 261,5 ff., 

Pampl. 727, — Looys 1465 ff. Se ge fusse horns qui aidier li potet, N'6ussent 
cure de lor seignor trair, — Rol. 3669 ff. S'or i ad eel ki Carle cuntrediet, 
H le fait pendre o ardoir ou ocire, ib. 2824 ff. S'or ad parent ki m'en voeille 
desmentir, , etc. 

ft. Der Hauptsatz eine Frage mit negativem Sinn enthalt: 

Amis 93 ff. Par celle foi que tu dois deu porter, Velz tu home qui me 
puist resambler? — Berte 32,15. A-il mesaise el monde qu'a la moie compere? — 
Charr. 2404. A-il Francois qui por mon cors le face? Raoul 83,19, 116,9 ff., — 
3Iort G. 39,14 ff. Ai-ge ceanz ne parent ne ami, Qui cest orgoil m'aidassent 
a matin ? 

Das Relativpronomen fehlt in : 

K. Reise 9 ff. Dame veistes unkes rei nul de desuz ciel, Tant bien seist 
espee ne la corune el chief? 

y. Der Hauptsatz ein unbest immtes Verbum des »Scheinens« 
enthalt: 

Aubr. 51,24. Bien sanble fanme qui ait le sens derue, — Char. 1316. 
Bien sambles home qui ja bien ne se face. — Gar. I. 202,16. Bien resamble 

home qui terre ait a tenir, ib. II. 95,8 Lion ressemble qui de gaut 

soit partis, ib. II. 121,10. Charpentiers senblent qui en gau soient mis, TI. 204,18, 
Fierabr. 167,8, Gui B. 88.13, Mort G. 151,15, Ogier 5330. etc. 



Wir kommen nun zu einer grosseren Anzahl von qualitativ 
determinirenden Relativsatzen, deren Hanptsatz zwar auch ver- 
neint ist, ohne aber den Artbegriff, der in seinem ganzen Um- 
fange zugegeben wird, unbestimmt zu machen. Derartige Relativ- 
satze enthalten einen einraumenden Character : 

Aubr. 4,8 ff. Li rois uos peres i a tele amiste, Que ne prise home que 
soit I. oef pele, — ib. 203,14. Or n'a il gard d'ome nul qui soit vis, 220,4. H 
n'iert ja pris par home qui soit nes, — Alisc. 188,24. Ne lor remembre d'ome 
qui soitvivans, — ib. 240,1. Ains plus bel prince ne vit nus qui soit nes. So: 



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Aquin 229, 890, Baud. II. 182,9 ff., Berta 224 ff., 490. 509, Berte 136,16, Char. 
318, Cygne 15699, 9530, Gar. I. 242,4, Huon 21,30, 297,23, Jourd. 587, 593 ff.,. 
Looys 435, 512, Mort G. 85,18 ff., 168,8, Main. II. 132, Ogier 1080 ff., 2116. 
ib. 4154, Rol. 2740, Ren. 3,12, Ross. 289,5. etc. 

Denselben einraumenden Character tragt der Conjunctiv in 
Belativsatzen, die mit ihrem Beziehungsworte zusammen das 
zweite (xlied einer Vergleichung der Ungleichheit bilden (Bischoff 



Aubr. 83,10. Que plug uos doutent c'ome qui soit vivans, 135,11. Plus 
le desire que homme qui soit vis. 249,22 ff., — Berta 136 ff. Ela oit li pe 
asa'plus grant Qe nulle autre dame qe soit de son convent, — ib. 57 ff. 

Et estoit plu anomes en cort de princer Qe nul autres qe faca mester. — 

Mac. 473. Plus l'amoit de ren qe fugt vivant, 2154. — Pampl. 400 ff. Car 
vous seres iluec servis e aasi£s Plus-que en un aotre hostel que soit en la 
cities, — Viane 3085 ff. Sire Rollant, ne vos soit pais cete, Je vos aim plus 
ke home ke soit ne\ etc. 

Der Conjunctiv findet sich auch in dem Vergleichungssatze 
selbst : 

Alisc. 227,21. Plus sui haut horn ke il ne soit d'ases, — Buev. 98 fL. 
Plus ert plaine de grace que ne soit la panthere Que les bestes poursuivent 
pour sa douce matere, — Gar. n. 89,6 ff. II fu plus blans que ne soit fleur 
delis, Huon 137,1, 228,15, Jourd. 2326, Saisn. I. 218,12. — ib. 168,3. S'en va plus 
tot que quarriau8 ne traisist, — Huon 106,4 ff. Plus tost i sui et venus et 
al£s Que I. chevaus n'ait arpent mesure\ 106,8 ff., — ib. 308,26 ff. Les fourques^ 
veul ensement demander, Plus hautes soient c'uns ars ne puist jeter, — Rol. . 
1636 ff. Plus aimet il trai'sun e murdrie Qu'il ne fesist trestut Tor de Galice. 

Ohne que: 

Gar. I. 270,16. 11 est plus sains ne soit une pertris. 

Ebenso haufig findet sich aber auch der Indicativ in 
derartigen Satzen: 

Aubr. 176,3 ff. Plus tost sen uait sus Blanchart l'alose, Que ne fait ueiis, 
quant il chace ore, — Baud. I. 52,26. Li sergant sont sali, plus tost qu'oisiaus 
ne voile, Ogier 1760, — Berte 21,3. Miex ressamble Bertain que ne peindroit 
peigniere, — ib. 81,4. Ele est plus gracieuse que n'est la rose en may, — 
Capt. 81,3 ff. Adont ly v^yciez plus grand feste mener Com ne fait ung 
paumier qui revient d'outre mer, — Gar, I. 158,2. II est plus risches que ne 
fut tes maris, Pampl. 674 ff., - ib. IL 48,8 ff. Plus het Bernat le signor de 
Naisil Que il ne fait nul home qui soit vis, — Main. I 146. Plus lor donrai 
de terre c'onques n'en tint Pepin, ib. 1. 155, Mort G. 12,10, 34,22, Mac. 1436, — 
Pampl. 719. E cil dormoit plus fort que ne fait un tasson, — Rol. 1725. Mielz 
valt mesure que ne fait estultie. etc. 

Fraglich ist der Modus in: 

Buev. 1402 ff. Sire, fait il a lui, bien nous a Diex aidie, Moult miex. 



pg. 94). 




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que ne euidies avohmes esf>loitie\ — Looys 1814 ff. Encor ^ftte rttahde'(i>o^quoi 
le celeron?) Plus cruel chose que nos ci ne dison, Pampl. 4122. 

Conjunctiv und Indicativ sind nebeaeinander verwendet in: 

Berte 73,15 ff. La char avoit plus blanche que ne soit blanche laine 
Et les cheveus plus blons que onques n'ot Helaine. 

Zur Erklarung fiir die Verwendung der verschiedenen modi 
mag Folgendes gesagt sein : » Wird das in dem verglichenen Satze 
Ausgesagte nur im verallgemeinernd einraumenden Sinne ange- 
nommen, so steht der Conjunctiv, wird es aber als etwas that- 
sachlich Existirendes hingestellt, so steht der Indicative 

Ebenso ist es der Fall in Relativsatzen, deren Beziehungs* 
wort von emem superlatvischen Attribut begleitet ist. Der 
Conjunctiv findet sich: 

Amis 506 ff. Damme, dist-it, mal ditez et pechie Dou meillor home qui 
onques fust soz ciel. So: Aubr. 33,22, Alisc. 77,32, 132,27, Berta 321, Cygne 
29315 Char. 321, Coon 254,5, Floov. 28,22, Gar. I. 150,4, II 30,9, 249,1, Huon 
18,30, Mong. 370, Mac. 1483, Main. I. 103, in. 65, Mort G. 132,18, Pampl. 375, 

Ren. 113,36, 231,35, Ross. 319,4, Viv. 4 ff. Gar. II. 272,6. Ce fu li 

Mieuldres qui sor destrier s&st, Mac. 2455 ff. Eo faro la bataile cun li meltri 
canpion, Qe soia in l'oste de l'inperer Karlon. Ren. 158,11, Mac. 1202 ff. 

Buev. 575. C'est li miex que g'i sache, ib. 1865, Baud. I. 16,3. Mais 

c'est li plus hardi qui puist de vin gouster. Aehnl. 21,4, 322,2, II. 119,31, 421,5, 
Berte 98,1, Capt. 2,20, Char. 138, Cygne 169, 10969, 18460, Doon 190,4, Fierabr- 
4,32, 20,2, Gar. II. 69,5, 240,19, Gui N. 18,12, Jerus. 6403, Mac. 119, Mort G. 

153,2, Ogier 666, 748. Baud. II. 119,23 ff. Mais que Gaufrois n'i soit,. 

li leres mal&s, Li pires hons qui soit jusqu'as pors de Brandis, 

Der Indicativ findet sich in unsern Denkmalern seltener :*) 

Nach »li premiers«: Buev. 1913 .... Li premiers qu'il atainst fu a 
terre ported, — Floov. 65,9 ff. Li premiers que il fiert si n'ai de mort garant 
Que la teste n'an face voler enmi le cham. — ^— Aiol 1804 . . , . . Del plus 
bel cheualier qui onques mais fu nes! — Gui B. 8,24. Et si face sa mer et 
sa serour antrer Et tout li plus viel homme qu'il a en son rene\ — Gar. 298,7 r 
C'est la plus belle qui onques mais naquit, — Jourd. 3006. Sa lance brise la 
plus fors que il a, — Ross. 321,33 ff. Tot le meillor conseil que ge en sai ; . 
Veirement, ce dist Folques, le vos dlrai. 

Betreffs der drei letzten Beispiele konnte man annehmen, 
dass die entsprechenden Verbalformen dem Beime zu Liebe ge- 
bildet seien; wir diirfen aber von einer solchen Annahme abstehen, 
da ja in mehreren Beispielen der Indicativ zur Verwendung ge- 
kommen ist. — 



*) cfr. Kowalski a. a. O. pg. 40. 



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Ein passendes Beispiel fur die Erklarung des Modus findet 
sich noch : 

Otin. 22,8 ff. Combatus sui du melour combatant Qui onques fu ne james 
soit vivant. 

Anm. Ebenso steht der Indicativ regelrecht in folgenden 
Beispieleh : 

Aiol. 572. Cascuns al miex qu'il peut 1' autre requiert, Huon 124,1. 
A miex qu'il pot est lev6s sor ses pi6s, 184,19. — Rome 844,19. A plus tost 
que il pout en fuie s'est tornes. etc. Der Indicativ steht, urn das that- 
sachliche Vermogen des in Rede stehenden Subjectes auszudriicken. 
(cfr. Bischoff pg. 97). 



Wir gehen nun iiber zu den eigentlichenEinraumungs- 
satzeh. Sie sind Relativsatze, die durch »que« eingeleitet, sich 
an ein voraufgehendes interrogatives Pronomen oder Adverb an- 
lehnen (cfr. Diez III 4 363). Der Modus in derartigen Satzen ist 
meistens der Conjunctiv, der Indicativ steht nur dann, wenn eine 
Thatsache als wirklich vorhanden dargestellt wird. 

Zunachst betrachten wir die Falle, wo der Conjunctiv 
zur Verwendung gekommen ist: 

»qui que«: Aubr. 59,14. El palais vint, qui qu'en poist ne qui non, 
ib. 60,8, 127,21, 228,15, Alisc. 108,9 Avign. 3,12. — Ant. I. 196,3 Frestot 
passent le pont, qui qu'en plore (= plort) ou qu'en chant. 207,8, IT. 32,9, 
242,14, 299,11, Charr. 71, Capt. 12,11, Cygne 9221, 10544, 25261, Doon 
167,17 214.20, Floov. 9,23, Fierab. 8,7, 135,22, 165,20, 184,8, Gar. I. 53,1, II. 
37,18, 96,10, 207.14, Gui B. 82,25, 129.5, 129,9, Huon 33,12, 41,21, Mort G. 
5,6, Paris 53,29, Pampl. 41, 352, Ren. 42,2, 48,6, 340,29, 354,25, 407,29, Rol. 
1278, 3364, Ross. 357,21, Viane 672, 2267, Viv. 1768, etc. 

„qui qui" an Stelle von »qui que«*) findet sich an folgen- 
den 3 Stellen: 

Aiol 980. Qui qui me tiegne a uiel, je me tieng chier. — Baud. II. 
207,17 Mais qui qui £ust joie, Gaufer avoit dolour. — Capt. 6,16 ff. Lors 
jura Jhesu Crist, le pere glorieus, Que Huon ocbira, qui qui en soit ly noeulz. 

«que que» : Ant n. 158,15 ff. Que que cis quens en face, vencus et 
abosnies, Sachtes que depeor est en fuies tourn^s, Aquin 1724, Avign 126,11, 
Berte 103,7, Gar. I. 221,16, 252,8. Jerus 60, Mort G. 34,16, Raoul 201,18 
Rome 558, Rol. 3827, Ross. 392,23 ff., Saisn. I. 225,17. etc. 

„qui que" an Stelle von »que que« findet sich: 

Aubr. 15,18. Gar I. 200,20 ff., Mort G. 445,9. • 

*) Vgl. W. Forster, Anm. zum Aiol et Mirabel, pg, 447. 




61 



»quoi qne» : Aiol 218. Car nel tient on a sage, coi que nous en die, 
Alisc. 127,13, Baud. I. 262,12, Berte 152,5, Capt. 76,20. Cygne 500|, 18565, 
Doon 191,33, 282,33, Gar. II. 8i,4 ff., 264,3, Gui N. 91,30, Jourd. 3849. etc. 

«quel que»: Aubr. 12,16, Quil (= quel) que il soit, riens ni gaaignera 
Mac. 419 . . . Mai aca qnel qe voia sego tencar: — Otin. 41,14 ff. Ja fust le 
chapelle du quelqe soit fiuez, Ne fust la presse qui les a desevrez. Rol. 593. De quel 
que seit Rollanz n'estoertrat mie. — Berte 81,15. Tres bien vous servirai, 
quel paine que j'en aie. 885,5 (quele part qu'ele voise!); Paris 22,14, Saisn. 
I. 165,6 ff. (qel ore que il viegnent), I. 214,2 (. . , . de quel ore que soit). etc. 

lequel que«: Alisc. 176,14. Liquex que faille, a mort somes torne. 
Gar. II. 247,12, Ogier 1845, Otin. 57,12, Raoul 172,7, 177,17, Viane 
622 ff., 759, etc. 

comment que»: Alisc. 12,25. Comment K'il prenge, n'en puis estre escapee 
. . . . , Aubr. 83,27, 322,3, Avign, 43,33 ff., Baud I. 49,7 ff., 262,4, 277,11, 
ib 366,22 ff., Buev. 40 ff., Jourd. 755, Raoul 112,7 ff„ 297,10 ff., Ren. 362,16 ff. etc. 

»0U que»: Gar. II. 221,14 ff. D'or et d'argent fet chargier dix roncins,. 
Ou que il vengne que il soit bien servis. Looys 587, Saisn. I. 34,8. etc. 

» quel que .... que«: »quelque« statt »quel« als attributives 
verallgemeinerndcs Pronomen zeigt sich im Altfranzosischen bei 
weitem nicht so haufig wie in der jetzigen Sprache, im Volksepos 
findet es sich sehr selten: 

Saisn. I. 170,2. La li covint folr quelque gr£ q'il en ait. Jourd. 2923 ff. 
(ohne das relative Adverb «que»). 

Hier einzufiigen sind auch folgende Beispiele: 

Baud II. 21.23. Goers, con mauvais qu il soit, a le fois se decline 

Capt. 79,5 ff. Mais cil de Paris furent en mervilleus dangier Com bien quil 
s'i prouvassent comme hardy et fier. 

Wie bereits bemerkt worden, stcht meistens in den Ver- 
allgemeinerungssatzen der Conjunctiv; soil aber eine Thatsache 
als wirklich vorhanden dargcstellt werden, so steht der I n d i- 
cativ. So: 

Baud. I. 205,5, Quiconques n'a plasanche ne poet avoir delis. — Berta 
595 ff. El non e civaler, qnel qe est li plu membr^s, Cun q'il non costri a 
lanca et a sp£s. — In : Gui B. 88,14 Ou que il voit Guion, Si l'a halt salu£ : 
ist »ou que« nicht verallgemeinernd, sondern = »80bald al8« (cfr. W. Forster : 
Anm. z. K. Reise pg. 113). 

Durchgehends steht auch quanque (= quantum quod) mit 
dem Indicative. Vgl. 

Aquin 1545 ff., Nesmes ly dues tint le branc acere\ Quenqu'il ataint 
a plain coup est fine\ — Cygne 1729 ff. Car li fait Matabrune, 'quanqu'elle 
avoit brass^, Venoient toudis mal de degr^ en degre. — Ren. 355,8. Adont 

en vint vers lui quanque il pot destendre. — 440,14. Je ne volroie pas 

pour quant que vous avez. etc. 



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A Rm. In Ron. 335,38 ff. Que que il vont parlant et font devision, S'est 
li rois esvellies et se dreca amont, Aubr. 210,23, 229,15, etc. ist »que que» 
nicht verallgemeinerd, sondern = »pendant que». 

»Haufig« sind auch im Volksepos jene Beispiele, in denen 

der zu verallgemeinernde Artbegriff durch »por« = »um 

Willen» eingeleitet ist, und zwar zeigt sich »por« in dieser 
Bedeutung nur in Verbindung mit einem Substantiv, nicht wie 
in der neueren Sprache, mit einem Adjectiv. Beispiele solcher 
Art sind : 

Aubr. 25,26. N'i aures garde por home qui soit vis, 28,8, Avign. 120,3. 
Ne ja n'en sauront mot por ame qui soit nee . . . ., — Ant, II. 209,8. Jou 
ne te crerai mais por riens que on me die. — Baud. I. 208,1. Pour riens 
que Bauduins Ten sache adont priier. Aehjol. Alisc. 59,18, Cygnfe 5660. Floov. 
36,12, 58,9, Huon 120,9, 170,9 ff., Mac. 944 (por paur d'omo que sie), Mort 
O. 47,8, Ogier 2916, Pampl. 302, Ren. 402,5, Ross. 314,25, 356,14 Viv. 22. etc. 

Urn nun das Capitel der Einraumungssatze hier ganz abzu- 
iiandeln, wollen wir noch einiger Beispiele Erwahnung thnn, in 
denen der Concessivsatz durch Partikeln wie »b i e n q u e», »p o u r- 
tant que« etc. eingeleitet ist: 

Pampl. 343. ff. , . . . Qni en comprast aucun, tantost perde la vie, E 
che cescun Lombard, bien qu'il n'ait gentilie Che remise li soit de sa au- 
cesorie, — 489 ff. Ami dist l'emperer por la veraie crois Vous ne 

saurois querir ore ne autre fois Si grand don ne servis, blen qu'il fust sour mien 
pois, Che vous tout ne l'aies avant conpli le mois. — Baud. 1. 206,12. Ne'l 
fai mie pourtant que m'en doie esmaier, 

Hierherzustellen ist auch »mais que « imfolgenden Beispiele : 
Hen. 249,8. Je vos rendrai Richart, mais que bien poit (= poist) Karlon. 
(Vergl. Bischoff pg. 21); und schliesslich »mal£r6 que« in der 
von »Matzner, frz. Gramm. pg. 347, erwahnten volksthiim- 

lichen Ausdrucksweise : » m a 1 g re qu'il en a i t « , wo » que « 
-eigentlich Fiirwort ist. Vergl. 

Doon 161,4 ff. Lors viennent a Doon, a terre l'ost verse, Malgr^ que il 
«en ait, l'ont iluec desarme\ En leur pal^s plus grant Ten on issi mene. 




63 



% Der Conjnnctiv in quantltativ determinirenden Relativsfitzen, 

(Vgl. Bischoff a. a. O. pg. 78 ff.) 

,Der Hauptsatz ist stets negirt : 

Amis 32 ff. Dex ne fist home qui de mere soit n£s, Qui les plus grant 
en seust deviser*) 2297 ff., Berte 11,2, Charr. 852 ff. — Cygne 5079 ff. II 
n'est roys Sarrasins eon p£uist deviser Qui le moitiet peuist tel iiobleiche. 
ib. 25880 ff., Gar. 181,21 ff. N'ot panetier qui le d6ust servir, . . . ., Qui ne 
portast letres par les paYs. II. 136,8, — Huon 165,30 ff. Dix ne fist arbre qui 
pe*ust fruit porter Que il n'eust ens el vergiet plants. 273,25. 

In folgenden Beispielen tritt der qualitative Belativsatz, 
welchen den quantitativ determinirten Artbegriff weiter bestimmt, 
unabhangig ein : 

Ant. 42,11 ff. Onques Diex ne fist home qui de mere fust nes, S'il olst 
lor dolors, ne Ten presist pret^s. Ebenso: Jerus 6105 ff., Ogier 948 ff., 
Viv, 461 ff. 

Endlich ist noch als hierhergehorig zu erwahnen das dem 
»que je sache« (efr. Bischoff pg. 98) entsprechende »que me 
puisse mainbrer« in: 

Paris 42,19ff. Si voirement, beaux sire, com ce est verite, Lai moi le chemin 
segre, aler et trestorner, Qu je puisse mon pere et ma mere trouver, Que 
onques ne les vi que me puisse mambrer. 



Die adverbial determinirenden Satze* 

Wie bereits friiher bemerkt worden, werden die adverbial 
•determinirenden Satze an Stelle eines ArtbegrifiEs zur naheren 
Bestimmung der durch ein Verbum bezeichneten Thatigkeit ver- 
wendet. Ueber den Modus in derartigen S&tzen ist dasselbe zu 
sagen wie bei den zuvor behandelten determinirenden Relativsatzen, 
d. h. der Conjunctiv tritt auch hier ein, wenn die Eealitat der 
iiurch ihn begrenzten Art der Vollziehung der Haupthandlung 
in Zweifel gesetzt wird. 

Wenn wir aus der von Bischoff pag. 101 erwahnten Ein- 
theilung anschliessen, haben wir zunachst die eigentlichen adver- 

*) Der Gattungsbegriff »home» wird zunachst quantitativ beschrankt 
4urch den determinirenden Eelativsatz »qui de mere soit nes«, und der so 
erhaltene Artbegriff »home qui . . . . « wird weiter determinirt durch den 
nachfolgendcn qualitativen Eelativsatz; »qui le plus grant « — 



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bal determinirenden Satze zu betrackten, und unterscheiden da 
wieder: 

1. Negative Nebensatze mit »que . . . . ne«, denen ein 
negativer Hauptsatz vorangeht; sie konnen meist durch »o h n e 
dass« wiedergegeben werden:*) 

Aubr. 240,3 ff. Je n'en prendroie d'or fin plaine une tour, Que j.e nel 
pende ou arde en I. chaut four. Huon 116,32, 136,27 ff., — Alisc. 59,21 ff. 
Ceste parole n'ert ja en France oi'e Par messagier c'on nel tigne a folie. 221,32 ff. r 
Avign. 1086, 122,2 ff., — Buev. 2123 ff. Gurdez que nus n'en isse, ne soir 
ne matinee, Que avant ne le sache. — Baud 1, 104,26 ff. N'oze estre demourans, 
Que ne le relenquisse li autres remanans, — Huon 152,34. Dedens infern n'a 
diable ne mau f6 Que il ne soit de nion grant parente, 171,1 ff., 183,9 ff., 
ib. 191,8, 304,30 ff., Floov. 58.20, — 266,16 ff. II n'enteroit jamais en s'irite 
Qu'il n'en £ust anchois au roi parte, — 274,1 ff. Tou n'arai ja un denier en 
baillie Que le moitiet n'en ai£s, biaus dos sire. — Gar. I. 243,10 ff. II n'est 
nuns jours, trois fois, ou quatre, ou sis, Que il n'en issent por les nos assalir. 
ib 251,4 ff., — Jourd 468 ff, Ne venras mais en cort ne en pais, Que tu ne 
soiez monstrez comme chaitis. 2215, 3849 ff., — Jerus. 2510 ff. Ja n'en escapera 
li meudres, ne li pire, Qu'il ne nos fache tos detrencher et ochirre. — 
Mong. 275. Nus horn n'i passe qu'il ne soit desrobe, 311, Mort G. 40,18 ff., 
ib, 92,2, Ogier 1420, 4295 ff., 4838, Otin. 2,10, — Orenge, 1464 ff. Qu'il n'ont 
fet chose n£ dit ne devise, C'uns Sarrazins n'ait trestout escoute. Ren. 107,9 
233,36 ff, Rome 554, Viv. 6 ff. etc. 

Der adverbial determinirende Satz tritt unabhangig ein: 
Jerus. 6254 ff. Les puet garir haubers, tant soit menus mailies, Ne lor 
facent les flans et les costes rainier, — Ren. 153,30 ff. N'en prendroit nul de 
nos, tant fust enparentes, II ne refust prendus et au vent encroes. Ross. 
289,20 ff, — 

2. Adverbial determinirende Satze, welche einen die Hand- 
lung des Hauptsatzes begleitenden Nebenumstand angeben. Der 
Conjunctiv steht 

a. wenn die Handlung beabsichtigt ist: 

Aubr, 88,31 ff. Au derpartir li goit gueredoune, Si qu'il n'i ait toneie 
ne estriue, — Aquin 2790 ff. Sur le char fait nng paveillon fermer Oue vent 
ne pluye ne peiist le roy grever, Ant II. 25,7 ff., 32,19 ff. Anque nuit moveront 
coiement a larron, Que Crestien nel sachent que moult forment haons. Gui B, 
118,17, Gui N. 9,28, Huon 120,1 ff., — Baud. I. 208,18 ff, Je voeil que li 
fachi^s tous ses dras despoelier, Si qu'il ne li demeure (= demeurt) ne maille r 
ne denier. Berte 11,8, Cygne 9310 ff. Sonnoient tymbre et cor, et ses trompes 
d' argent, . . . ., Que la terre en tombist avironneement. — Floov. 60,27 ff. . . . 
S'en voit tot cest lariz avaul esperonant, Si que ne saichent j'ai (— jai = ja) 

*) Cfr. Matzner, frz. Gramm pg. 349,88. 




65 



Sarazins et Persaiw . . — Gui B. 35,24 ff. Sie en faites livrer a vostre ost 
par raison, Si que povres ne riches n'an ait fors que pardon. — Huon 
300,5 ff. Jou le euidai par jugement mener, Si que n'en fuisse de nul homme 
blasme, — K. Reise 607 ff. . . . Sur eel piler de marbre Me chulchies dous 

deniers Ke li uns seit sur l'altre. — Mac. 496 ff Ne mostri Deo vendeta 

in breve tanp, Si que le saca (= lat. sapiat) le petit e li grant. 3237 ff., — 
Pampl. 19,2 ff. Or done dou bien ferir Ce che avons commenete, si che gabier 
ne rir Ne se puissent de nous celour qu'en ont dexir. 2207 ff., 2388, — 
Viane 884 ff. Et si saveiz (== sauvez) Olivier lou hardi, Si ke raller s'en 
puist et sainz et vis etc. 

fi. wenn der Hauptsatz hypothetisch ist: 

Amis 2402 ff. Se voz le faitez ainsiz com l'avez dit, Que le gietez dou 
regne et dou pais, Quene'l vei'sse ne aler ne venir, Je vozdonroie ...... — 

Gui B. 83,3 ff. Se vos av£s en vous et proesce et bonte\ Que vos en Tost 
Karlon me vousissies mener, Que je n'i soie entr'aus ledengies ne chos^s, Au 
jugement des Frans me voldrai atorner, — Huon 154,1. Se tu avOies VCG 
homines tues Et l'amiral si feru sor les nes Que li clers sans fust a tere 

voles, — Huon 237,12 ff. Frans horn, por Diu, se vous poes errer 

Que jou peusse de caiens escaper, Je vous requier aveuc vous me men^s, 
Ross. 59L12, 292 ; 11 ff. 

y. nach fragendem Hauptsatze: 

1. naeh directer Frage: Looys 1943 ff. Dex, dist Guilaumes, qui 
me set conseiller Ou ge le truisse, si quel puisse baillier? 798 ff. 

2. *nach indirecter Frage: Baud. I, 366,35 ff. Je ne sai quelle voie 
nous lor irons monstrant Qu'escapier puissions d'iaus, et aler a garant? 

In folgenden Beispielen derartig detenninirender Satze ist 
der Indicativ verwendet worden : 

Avign. 5,25. Et Aie parla si que bien l'ont entendu, — Buev. 1263. Cil 
dist a Clarion, si que tout l'ont oii, 2150. 

3. Adverbial determinirende Satze, welche die Art, wie sich. 
die Handlung des Verbums im Hauptsatze vollzieht, in sofern 
naher bestimmen , als sie die durch dieselbe hervorgebrachte 
Wirkung angeban. Der Conjunktiv findet sich unter denselben 
Bedingungen wie vorher: 

a. Die Wirkung ist beabsichtigt : 

Berte 28,19 ff. Je vous pri sur la foi que vous m'avez juree, Que ceste 
chose soit si tenue et cel£e Que nul hons ne la sache qui soit de mere nee, — 
ib. 33,12 ff. Pource que la vouloit tellement esmaier, Ou'ele ne d&st mot ne 
que n'osast noisier, — ib. 118,9 ff. Mais la vielle l'ala d'un baton si ferir Qu'ele 
en feist le sane a la terre gesir, Buev. 387 ff., — Cygne 17326 ff . . , . assalant 
telement Qu'il n'y ait Sarrasin qui . . . ., Gui B. 91,5. Or vos pri jo, por Dieu 

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qui an crois fu penes, Que vos lejugiessiqu'ilsoithonores, — Ross. 365,24 ff. 
E si el faites eissi por meie amor, Que ne l'sachent la fors eel gabador, 
Chevalier ne servent losenjador. 

0. Der Hauptsatz ist hypothetisch oder steht in einem 
hypothetischen Satzgefuge : 

Baud. I. 281,7 ff. A la porte dela irai, parmi che pre\ Et quant vous 
penserez que j'aie tant err6 One je soie en la porte, s'entrez a che eoste\ — 
Gui N. 56,3. Se Kalles puet tant fere que soie assegtes, Hervieu fera 
Mong. 509 ff. As povres gens deussies tant doner Que vostre vie p6 assies 
amender. 

y. Der Hauptsatz ist verneint : 

Char. 1000 ff. Ge ne sai tant ne poindre ne" bouter Que je les puisse 
de lor pas remuer. Huon 122,20 ff„ 124,12, — Mac. 980 ff. N'en cuitoit mie le 
fato fose Si al6, Qe por un can fose vinto ni mate, 984 ff., — Raoul 133,3 ff. 
II ne sot tant son cheval esforcier Ne le passast I. roncins charnier 
(ohne que). 

Anm. Wird von der Wirkung als von etwas thatsachlich 
Eingetretenem gesprochen, so steht der Indicativ: 

Floov. 65,11 ff. Ainz que il fusent outre en i ot noie tant Que par desuz 
les morz an vont li vis flotant, — ib. 77,10 ff. Tu cil qui iluc vindrent gaaine- 
rent itant Que, tant com il vequirent, furent riche et menant. etc. 

4. Die TfcttiporalsStze: Sie stehen im Conjunctiv, wenn die, 
die Handlung des Hauptsatzes temporal determinirende Handlung 
des Nebensatzes irreal ist. 

a. Nach »tant que«, »tant com«, »tresque« und »jusque« 
iindet sich ebenso haufig der Conjunctiv wie der Indicativ. 

»ta«t qne« (= so lange bis) : 



a) mit dem Conjunctive: Aiol 431, 204, 1799, Amis 1792, 2019, Alisc. 
14,22, 46,20, 72,22, 165,10, Aquin 1227, Ant. I. 174,8, 195,22. 197,1, 212,14, 
ib. 246,5, 276,12, II. 5,10, 31,15, 88,8, 281,8, Aubr.69,21 ff., 107,22, Baud. I. 
23,2, 23,8, 353,16, 281,8, 321,14, 348,26, H. 8,17, 71,10, 227,20, 241,23, 303,34, 
ib. 425,9, Berte 64,11 ff., 76,7, Berta 428, 439, Buev.1790, 2085, 39,17, Capt. 
44,27, 78,16. 123,23, 186,15, 229,26, etc. etc.*) 

/?. mit dem Indicative : Aiol 97, Ant. I. 23,1, 49,1, 86,19, 177,13, 204,16, 
ib. 269,1, IL 69,3 f 71,2, 73.1, 143,13, Amis 37, 61, 62, 1475, 1597, 2461. Alisc. 
228,8, 233,21, 249,34, Avign. 33.20, 58.28, 127,25, 118,4, Aquin 1055, 1188, 
2178, Baud. I. 8,34, 21,1, 59,1, 137,10, 255,16, 169.1, 276,1, 278,5, 178,8, 318,17, 
ib. 349,21. II. 3,1, 47,20, 53,1, 56,20, 56,28, 116,1, 127,25, 132,4, 187,24,189,26, 
ib. 206,16, 208,28, 254,4, 263,25, 309,10, 406,6, 416,2, 411,3, 423,26, 446,1. 



*) Ein vollstandiges Verzeichniss fur alle Denkmaler darf ich mir bei 
-der libera us haufigen Vervvendung dieser Conjunctionen wohl ersparen. 



etc. ete. 




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»tant Com« (=so lange als): 

a. mitdemConjunktive: Alisc. 7 19, 8,3, 14,18, 69,2,77,4, 189,29,220,22, 
Aubr. 26,26, ,81,31, 112,21, 195,26, Ant. 1.92,13, 115,3, II. 92,15, Baud. I. 55,17, 
ib. 58,5, Berte 39,11, Gaufr. 95,17, KKJ.21, 190,21, Gai B. 85,11, Gui N. 57.12, 
Jerus. 1708, 6337, 6609. etc. etc. 

p. mit dem Indicativee: Aiol 297, Alisc. 56,22, 249,2, Avign. 43,3, 43,18, 
ib. 407, 97,2, Berte 7,18, 62,11, Doon J9,20, 163,4, 189,4, 242,8, 263,22, 272,3, 
ib. 280,15, 283,1, 287,33, 292,19, 294,13. 294,13, Gar. I. 15,4, 59,9, II. 58,8, 
ib. 221,1, 169,21, 176,14, Gaufr. 14,32, 55,14, 91,12, 135,33, 186,17, 212,10. 



tresque (=bis): 

(c mit dem Conjunctive : K. Reise 463 ff. N'en iert mais receuz par nul 
hunie carnel Tresqu'il seitplaine hanste de tere desterez, — Looys 1268 ff. 
Ja n'en auroiz vaillant un seul dernier Trusque ge soie levez et baptisiez. 
So: Mort G. 68,10 ff., Ross. 289,24, 307,19 (ohne que), 385,22. 

p. mit dem Indicative : Alisc. 35,7 ff Ne mangerai ne nen aurai 

beu Treske je t'ai ou mort ou recreu Ou par la geule a I. arbre pendu. 8o : 
K. Reise 236, 703, 770, Mac. 3285 ff., Ross, 384,27. 
jusque (= bis) : 

a. mit dem Conjunktive: Afcsc, 51,10 (deske), 72,7 (dusqe), Aubr. 250,6 
(jusque), Baud. I. 14.9 (jusqu'atant que . . . ), Buev. 2790 (dusqu'atant que), 
Floov. 58,24 (dusque), 66,33, Jourd. 758 (desci qu'atant que), l^ooys 25 (desi 
que), Mort G. 108,10 (jusque), 126,22 (jusqu'a cele ore que: Gar. I. 267,8), 
Ren. 77,18 (desi que au demain que), Paris 82,17 , Rol. 2439 , 2663, 
Saisn. I. 233,9. 

/?. mit dem Indicative: Avign. 30, Alisc. 4,18 (duske), 47,26 (dto), Amis 
516 (desi que), 724 (jusqu'au matin que), Buev. 216 (dusqu'a tant que: 225, 
Berte 57,12, Capt. 221,25, Cygne 1922, 10835), Huon 279,17 (dessi que), Jerus. 
465 (dusque: ib. 2465, 4355). 

b. Nur mit dem Indicative finden sieh: 

enfresci que < (= bis) : Avign, 120,3 ff. Ne ja n'en sauront mot por 
ame qui soit nee Enfresci qu'il auront la forest trespassee, Jourd. 950, 
Main. 73 ff. Cele nuit jut li os sous Florimont el pre Enfrecsi k'au demain k'il 
virent la charte. 

Anm. » Enfresci que« resp. »entresi que« ist nickt Conjunction 
sondern Proposition: 

Avign. 40,26, Floov. 37,30, Main. I. 122. etc. 

»de8 que« (=sobald als): Gui B. 120,6. Et il si flrent sempres des 
qu'il Tot commands, Jourd. 744. etc. 

>tantost com« (— sobald als): Berta 152. Tantosto cum il oit la parole 
finie, . . . , Paris 53,29. Tantost cum il oit les vit, si comance a plorer. etc. 

»puis que«: Fierab. 17,5, 21,16, 27,19, 113,33. etc. \ 

Anm. Wenn in den folgenden Beispielen nach »puisque« 
der Conjunctiv stent, so ist derselbe dadurch zu erklaren, dass 



etc. etc. 



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der Temporalsatz die Qtelle ernes Nebensatzes in einem hypothe- 
tischen Satzgefiige vertritt: 

Cygne 2750 ff. S'^uissiemmes 6ut et par bonne annate Le roy Macha- 
beus et le roy Jossu6 S'^uissiemmes esset desconfit et mate, Puisque veriut 
y fussent cil qui sont blanc arm£, — Fierab. 12010 ff. Se il me venoit sers 
qui fust autre regne\ Puis k'£ust en ma tere I. seul an converse^ Seroit il tous 
joarc frans par droite n6ete\ 

c. Nur mit dem Conjunctive stent : »por tant que» 
resp. »eom« (= so lange als): 

Avign. 66,29 ff. Ja portant que je vive n'aurai mais mon cuer lie,, 
ib. 115,26, Ren. 110,23, 237,26, Viane 2269 (por tan*e' comme je vive). 

d. Gewohnlich mit dem Conjunctive stent: 

«ain8 que < (ainz que, eins que, einz que, aincois que, eincois que, enceis 
que, anscois que, anchois que, envois que, entsois que, ans que, anczez que,, 
ainchies que. etc.) So: Amis 19, 168, 692, 1552, 1997, 3195, Alisc. 10,31, 30,19, 
ib. 32,21, 45,18, 46,21, 54,6, 76,6, 79,3, 79,20, 106,14, 108,25. 131,26, 133,12, 
ib. 166,14, 167,5, 187,21, 211,33, 215,14, 218,8, 240,31,336,34, Aubr. 3,25,5,14, 
ib. 5,27, 11,5, 19,13, 15,14, 72,15, 115,5, 118,7, 116,20, 122,3, 122,6, 127,19, 
ib. 147,14, 177,9, 179,16, 182,13, 193,14, 201,29, 207,4, 207,29, 217,3, 233,3, 
ib. 234,26, 253,6, 277,4, Aiol 41, 465. 1250. 1256, 1627, 2958 etc. etc., uberaus 
haufig in alien Denkmalern. (cfr. pg. 202 *). 

Daneben findet sich aber auch in mehreren Beispielen der 
Indicativ nach »ains que« : er erklart sich wohl als Ausdruck 
des Thatsachlichen. So: 

Berta 463 ff. Mes avant qe l'ovre vait plus avant De sa fature e'vos 
dire alquant, — Capt. 153,24 ff. Je croy qu'ainchois que Dieux souffry la 
pasion, Ne fu telle bataille . . , . , ib. 242,16. ains qu'il ot le royon. — 
Alisc. 125,14 ff. Ains ke Guillames ot ses dis parfines Sont descendu 
desous Orenge es pres, — Paris 50,12. II est passez avant qu'il le cuida cobrer, — 
Ren. 11,9. Loiher sailli avant que l'virent maint baron, — Saisn. I. 56,41 ff. 
Menoies ferons querre ainz que porrons ancois, D'acier lor ferons faire ange- 
vins et mansois. 

Zu emendiren sind: Floov. 8,13 Aincois que il peut (= p^ust) 

en France retorner, — Paris 45,15 ... III. fois se pasma ainz que puit 
(= puist) relever. Auch in folgenden Beispielen ist vielleicht ein (bereits ver- 
stummtes) »s« ausgefallen : Capt. 2,7. Ainchois qu'il fut VIL ans , . . , — 
Gar. I. 105,2. Ains qu'il fut vespres, 199,10. Ains que passat . . . , — Mong. 
7 ff. Ains que morut . , . , 

Folgende Beispiele, deren Formen sowohl dem Conjunctive 




69 



wie dein Indicative ange^oren konnen, sind wohl den in be- 
deutender Ueberzahl vorliajidenen CQiyunctivsfitzen zuzustellen : 

Avign. 15,1. Mes je le vengerai ainz que nous departon, Rol. 1900. 
— Ant. L 136,1 (ancois que moms, Buev. 2&37, 2561, Orenge 1035), — Cygne 
29969. Ais que passe' ly mois, Gar. 201,10, — Avign. 36,24 (ainz que voient, 

Gui B. 61,6). • — . 

» Atandre « (= ,warten- bis) ist in unsern Denkmakrn selten 
mit einfachem »que«, meist mit »tant que, jusque, tresqu$, jusque 
tant que, etc.« construirt worden. 

Wir kommen riunmehr zu den adverbial detenninirenden 
Satzen,die den Grad einer Eigenschaft bestimmen, 
welche entwed^r in einem Adjectiv oder Adverb 
oder Substantiv ausgedriickt ist. D$r Conjunctiv tritt 
ein, wenn 

a. der Hauptsatz negirt ist: 

Aquin 498 ff. One ne fut Charlemaine si foul et si hardis Que ceste 
terre dommager se soit mis, Par Mahommet mon Dieu le posteisl — Alisc. 
134,1 ff. Comment diable I je .ne sui si oses Ke jel desdie, et vos le rampros- 
nes ! — Aubr. 63,5 ff. Ains mais ne fu paumiers si desrees, Qu'il fust moult 
fiers et moult desmesures, — Buev. 2116 ff. Or n'i a si bon tour, ceest chose 
passee, Que barbastre soit bien desf endue et gard^e, — Mort G. 17,7. H ne 
seroient si ose ne hardi Que il osassent uostre jent envair, ib. 174, 10, — 
Pampl. 3561 ff Mes Guron ne veust mie donier tantre pois Qu'i 1 peust 
t rier le brand, mes si les feri . . . , etc. 

$. der Hauptsatz hypothetisch ist oder in einem hypotheti- 
schen Satzgefiige steht: 

Avign. 114,16 ff. Se mes sires Ganor est si beneurez Que Miles soit por 
lui ocis et vergondez, — Ant. II. 263.2 ff. Se nostre gent n'eussent 

Jhesu a conseillier Si grant paor £ussent qu'on les peust loier, Et mener en 

cai'nes ensi com levrier, — Berta 886 ff Et si le averes la boscha si 

esbare, S'ela criast, qe non soia ascolte, — Huon 94,2 ff. A foi, dist Hues^ 
Dix me puist crayenter Se jou ja sui si fols ne si derves Que cou que puis 
en XV. jours aler, C'un an tout plain i veule sejorner. (Die Conjunction »que« 
ist wieder aufgenommen). 

y. der Hauptsatz fragend ist : 

Aliso. 132,51 ff. Qidies vos dont ne fuise tant oses Ne vos touchasse 
por Gaillame au cort n^s? — Jerus. 3732 ff. Quidi^s yos que je eusse mon 
cuer si esperdu Que. por I. sol Franchpis gnerpuisse mon escu ? 



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70 



C. Der ConjttncflY in hypothetischen Satzen. 

Im Verhaltniss zu der lateinischen Sprache ist das Gebiet 
des Conjunctive in hypothetischen Satzen im Franzosischen be- 
deutend eingeengt worden. Im Altfranzosischen stent der Con- 
jnnctiv noch ziemlich haufig, besonders wenn der Inhalt des 
hypoihetasciren Satzes der Wirklichkeit nicht entspricht; dagegen 
findet sich im Neufranzdsischen als Rest des Conjunctiva in der- 
artigen S&tzen nur noch der des Plusqnamperfectums, und auch 
dieser Conjundiv wechselt gem noch mit anderen Formen (Con- 
dkionali8 etc.) im zweiten (Jliede des Satzgefiiges. (cfr. Biseboff 
pg. 115. — Mfitzner, frz. Gramm. 328, § 104,2). 

Der bessern tJebersicht wegen trennen wir derartige hypo- 
thetische Satze im Conjunctive in »vollstandige« und »unvoll- 
3iandige« hypothetische Satzgefiige. 

a. YollstRndlge hypothetische Satzgefiige. 

a 1. Der Nebensatz ist eingeleitet durch »se« (= wenn): 
Aubr. 10,27. Por cestui fuisse encases et bonnis S'or eussiens nos bons 
chavaus de pris, — ib. 14,7 ff. Mais ja ne fuissent par iaus trestous baillies, 
S'a Gaselin ne fast uenus meschins, — ib. 16,23 ff. Se ne me fust honte, par 
saint Denis, Ja m'acordaisse de ta mort de ines fis, — ib. 32,9 ff. S'or seussent 
d'Auberi uerite, Et de sa gent qui la sent esconse, II fuissent lie, sachiez de 
uerite, — ib. 36,1. Sege i fuisse il fust mors et hounis,— ib. 39,21. Se uos fussies oeis 
par encombrier, II m'6ust fait tos les membres trenchier, — ib. 51,28. Ja fuissent 
tos laidengie et frape, S'il ne se fuissent erranment destorne. So : ib. 42,20, 
ib. 52,8 ff., 63,10, 86,15 ff., 86,30, 91,25, 140,25 ff., 179 ; 22, 187,29, 194,1 ff., 
ib. 205,14, 238,19 ff., 245,28, Amis 534, 549, 1410 ff., 205 ff , 2538, 3228 ff., 
Aiol 1114 ff., Avign. 16,17 ff., 20,11, Alisc. 16 21 ff., 16.30, 70,25, 171,16 ff, 
ib. 210,31 ff., Ant. I. 42,10 ff., II. 27.1, 35,8 ff., 88,16, 98,6, 263,2 ff., Aquin 
392 ff„ 450, 835 ff., 1789, 2870, Baud. 42,10, 106,8 ff., 211,2, 318,3, 365,32 ff., 
ib. n. 18,23 ff., 27,1, 35,8, 50,30, 189,18 ff., 404,3 ff., ;438,8, Berte 59,13, 68,2, 
ib. 86,7, 138,16, 160,13, 185,8, Berta 986 ff., Buev. 567, 1063, 2614, 3043, Cygne 
79 ff., 704, 1742 ff., 2974, 4750 ff., 9979, 15G66 ff., 15829 ff., 18161, 31100, 
ib. 35090 ff., Charr. Wt ff., 564, 1028 ff., Doon 168,8, 308,10, 342,18 ff., Gar. I. 

114,5 (statt S&issiez-vous tout le monde . . . zu lesen: S'eussiez , 

ib. 124,12 ff., 136,10, 274,6, — ib. 275,17. S'ensse suite, li chastiaus fut'(= fust) tot 
prins, ib. II. 50,10, 61,20 ff., 125,9, 139,3 ff., 192,3, 218,16 ff., 240,7, 307,13, 
Floov. 10,16, 13,17,, S'or ne tornast l'espee, ja l'eut (= 6ust) porfandu, 42,29, 
Gui B. 31.24, 82,8, 112,19, Gui N., 35,30 ff., 36,14, 86,25 ff., Jerus. 455 ff., 
ib. 657, 1904, 2721. 4211 ff., 7311, Huon 32,17, 41,8 ff., 179,11, 225,4, 277,7 ff. 
Mong. 414, 648 ff., Mac. 23, 117, 746, 2152, Orenge 89 ff., 306, Ogier 986, 



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71 



ib;*$!048, ~*#195, ""4375 " Ce *) clre^rie fust ..... jamais ne vost velst en vie, 
ib. 4787 ff., Mort G. 24,10, 28.83 ff., 59,20, 170,16 ff., 218,23, Pampl. 3682, 
ib. 3637 ff., Raoul 77,18, 102,3 ff., 180,14, 260,1 ff., 309,4 ff., 310,18, Ren. 59, 
ib. 29 ff. 153 ^, 241,7, 291,25 ff , 307,22, 33o,12 ff., 419,21. Borne 434 ff. 692, 
tfpsa. 299,30 ff., 361,11,. Rol. 691, 1717, 1769, 3439, 3764 ff., K. Reise 688 
ff., Saisn. I. 148,2, 241,6 ff., Viane 679 ff., 1576, 1908 ff., 2046, 2752 ff„ 
3209. etc. 

a 2. Aueh (lurch die blosse Worfcsteilung wird der bypothe- 
tische Satz ausgedriickt, sobald er verneinend isby dock isf; 
diese Wend\mg jetzt verjiltet pder hleibt fast nxir der Umgangs- 
sprache iiberlassen (cfr. Diez III 4 358,5): 

Aiol 125. Nous fuissians piech'a mort, ne fust Termites, — Aubr. 62,27 

ff. Qu'Auberis fust moult malement menes, Ne fut li cuens, qui s'est 

haut escries, — ib. 229,20 ff. Huedon eust maintenant afole, Ne fust li dus, 
qui uers iaux l'a tense, ib. 234.4 ff., — Amis 1581 ff. Ne fust Taubers qui 
iert fors et treslis, Tont l'eust niort li cuivers malere. So: Alisc. 5*34, 48,21, 
}b- 80,33, 210.11 ff., Aquin 144 ff., Avign. 904, Rerte 128,8 ff., Buev. 1150, 
ib. 1638, Bert* 33 ff., Cygne 295^9, Dsm 190,33, 152,29, Fierab. 19,1,6. 45,1, 
Gar. I. 140 5 ff. Mort li eussent, de verte vous le dis, Ne fut (= fust) Uernais 
d'Orleonois, li gentis, ib. n. 108,20 ff., 130,4, 155.5, 191.7 ff., Gui N. 25,3, 
JIuon 104,6 ff., Looys 2582 ff., Orenge 1289 ff.. Ogier 464 ff., 1850 ff., 1855, 
ib. 5556 ff.. Ot}n 41,14 ff., Mort G. 5.10 ff., 39,11, 113,14. 168,7 ff., 184,18, 

185.2 ff., Raoul 111,9 ff., 175 5 ff., Ren. 355,30, Viv. 1397, 1790 ff. etc. 

Selteaer begegaefc man dieser Construction bei positives 
Nebetisatze (cfr. Diez ib): 

Ogier 942. Retenus fust, ja nus nei remontast, — Raoul 99,19. Gar 
venus fust, ja ne li fust eschies, — Rol. 899. Fust Chrestiens, asez oust barnet. 
ib. 1102. Fust i li reis, n'i oussum dammage. 

a 3. Der Nebensatz erscheint unter der Form eines Re- 
lativsatzes (»qui = si quis, wenn man):**) 

Aubr. 167,13 ff. Qui le uist adonques afichier . . . , Bien li membrast 
de uaillant chemalier, — Amis 3210 ff. Qui lors veist dedens la chambrer 
entrer De grant merveille li po'ist ramembrer. So: Aubr. 174,12 ff., 

ib. 184,31 ff., Cygne 2805 ff., Alisc. 5,16, 116,17 ff, Buev. §82 ff., 2779 ff., 
ib. 2869 ff., Ant. I. 247, 21 ff., II. 264,12 ff., Berte 89,14, 175,4 ff., Boon 

295.3 ff., 335,2, Charr. 965 ff., 984, 988, 1008 ff., Gar. I. 174,11, 221,19 ff. 
ib. H. 83,9 ff., 93,16, 238,1 ff., Jerus. 2679 ff., Mong. 593, Rol. 1181, 1970 ff., 

ib. 3483 ff., Raoul 101,8, Aquin 1676 ff. Qui l'andemain s'en fust ou 

champ ale, Prandre peust armes a grant plante, — Aubr. 156,12. Ne fust si 
lies qui lui donast Paris. So: Aiol 1291, Baud. II. 135,1, Charr. 565, Cygne 

*) »ce« steht haufig fur »se« : Mort G. 243,17 ff., Ogier 4369, 4398 ff., 
4787, 4832, Raoul 140,14, 294,22. etc. 
*♦) cfr. Diez HI 4 384,2. 



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72 



2063 If., Gar. II, 140,25, Viane 2398, 2446 if., — Berte 151,17 ff. Lore ne se 
tenist mie, qui le d6ust tuer, Que son pooir ne faee-< cte s- amour conquester, — 
Looys 910 ff. Parmi le cors son roit espie li passe, Que d' autre part peust 
Ten une chape pendre aufer, qui s'en fust pris bien garde, — Raoul 201,16 ff., 
Encore volsissent la bataille essaier Qui longement les laissast chaploier, Et 
que que soit n'eust nul recourier. etc. 

a 4. Der Nebensatz wird in adversativer Weise dem Haupt- 
satze coordinirt vermittelst der Conjunction »mais« mit dem 
Indicative: 

Alisc. 216,3 ff. Mors fust Baudus, la teste eust copee, Mais Rainouars 
a sa vois escriee . ., — Aubr. 15,10, Ant. II. 88,2. Bien fussent el dessus, 
mais l'eschiete brisoit, — I. 39,2 ff. Tout l'eust porfendu, mais l'espee ens 
torna, — Berte 66,3 ff. II l'6ust ens menee, ja n'en fust trestourn£, Mais il 
avoit le cuer si plain de loyaute, Qu'il . . ., — Doon 167,1. A chest coup 
1 eust.mort, mez maufe li aida, — So: Fierab. 173,26, 174,1, 174,3 ff., Gar. II. 
113,17, Gaafr. 48,1 ff., 117,7, 117,11, K. Reise 826. etc. 

a 5. In ahnlicher Weise wird der Nebensatz dem Haupt- 
satze coordinirt durch quant < mit dem Indicative: 

Aubr. 227,19 ff. Ja se uousist der traiteur vengier, Quant li ramembrc 
de dieu le droiturier, — 234,20. Ja li baisast, quant en fu releues, — Aquin 
953 ff. A mon escient illec fust occis, Quant le due Nesnies i vint tost a 
devis, — 2564 ff. Ja se ne fussent nostre gent derote\ Quant Nesmes garde 
par les boays desert*, — So: Baud. I. 249,23 ff., II. 420,20 ff., Cygne 5973 ff., 
ib. 9431 ff., 26161 ff., Doon 94,24 ff., Gar. I. 126,8 ff., 275,15, II. 121,13 ff„ 
ib. 208, 3 ff., Fierab. 158,2, Gaufr. 178,24, 192,11 ff., Jerus 606 ff., 6654 ff., 
Looys 1915, Main. II. 132 ff., Mac. 409, 432 ff., 2406 ff., Mort G. 14,8 ff., 
ib. 81,13 ff., 111,11 ff., 199,4, Panipl. 146 ff., Paris 8034 ff., 81,11 ff., Ren. 19,20 
ff., 248,8 ff., 439,1, Saisn. I. 260,10 ff. etc. 

a 6. Verbindungen mit »por« , welche einen concessiven 
Sinn haben, stehen an Stelle eines hypothetischen Nebensatzes : 

a. » por mit einem Infinitive: 

Gaufr. 168,11 Mes il ne nienjast mie pour les membres trenchier, 
212,8" ff. — Main. V. 51. Mais il nel vausist faire por a tolir un membre. etc. 

An Stelle des Conjunctives im Hauptsatze tritt das Con- 
ditionalis in: 

Ant. II. 16,14. Car jo ne le feroie por ardoir a torment, — Gorm. 209, 
Jeo ne lerreie pur murir, que jeo ne l'auge ja ferir, 221 ff., Orenge 367, Paris 
89,12 ff., Raoul 10,2, 179,22 ff. etc. 

fi. »por« mit dem Gerundium: 

Main. IV. 130. Ne l'portast une Hue por un membre perdant. 
y. »por« mit einem Sub s tanti vum: 

Alisc. 17,15. Ne fust si liez por Xffl. citez, 172,8, 208,19, ~ Aubr. 
17,3. Ne fust si lie por Toneur d'un pais, 38,13, 100,28, 228,5, Ant. II. 37,9, 



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ib. 79,11, Berte 20,8, Cygne 5661, 34719, Jerus. 6314, 6652, 8029, -Mac. 2722, 
Mort G. 111,15, 144,10, Raoul 138,4. 169,18, Ren. 9,5, 43,14, Viane 3128, 
Paris 25,2, ... . Qu'ele n'alast avant per c. mars d'or pesez. etc. 

a 7. Der hypothetische Nebensatz wird durch »qnand« ein- 
geleitet: 

Pampl. 3495 ff. Pensons done che ferons quand fast aou convenlr 
Rolland e Olivier pour guerre sustenir. 

a 8, Der Hauptsatz des hypothetischen Satzgefiiges ist in 
•dem vergleichendem »eom« oder »qne« angedeutet: 

a. in dem vergleichenden »com« : 

Aquin 2081 ff. En yver chaulde comme ung baign tranp£, En est£ 
frede comme s'il eust gel6, — Ant. I. 79,4. Estatins le trait fors, com s'il fust 
forsenes, — 161,12. Li uns encauce l'autrc con s6 fustaramie, — Capt. 189,10. 
Hautement s'escria, con s'il fust plain et seige, 153,7, So: Cygne 743 ff.. 
Doon 87,2 ff., 83,5, Gui B. 24,5 ff., Jourd. 3883 ff., Ogier 10,8, Raoul 330,19 ff. 
(com ce , . . .), Ren. 17,7 ff., 447,17, Saisn, I, 257,6 ff. 

Ohne »se«: Aubr. 230,31. Ainsi le trenche, com fust I. uies tapis, — ' 
Alisc. 213,7. Ensi le ront com fust I. pelicon, — Avign. 19,17 ff., — Berta 
1015 .... En sa canbre la mene coiement, Si la onore com fust soa parant, — 
Gar. II. 241,9. Hulent et braient com fuissent enragte. So: Mac. 1397 ff., 
ib. 2396 ff., Orenge 1552, Pampl 722, 2193 ff., Ren. 399,25 ff., Saisn. 195,12. etc. 

fi. in dem vergleichenden »anssi .... COm«: 

Alisc. 210,22. . . . Toutausi droit com s'il fustmesure\ Ant, II. 288,4 ff, 
— Mort G. 113,17 . . . Tot enforchie* ausi com s'il fust vis, — Otin. 41,3, 
Aussi se meine com s'il fust forsenez. 

Ohne »se«: Alisc. 132,14. Ausi le lieve com il fust noviaus nes, — 
Jerus, 6366. Cornumerans cort sus, ausi com fust desves, — 6239. Qui ausi 
les regarde com les volsist mengier, — Ren. 250,25. Autresi se contient com 
fust en someillon. 

y. in dem vergleichenden »que« : 

Aubr. 14,10 ff. II ne se muet, tant soit poins ne brochies, Ne que s'il 
fust de III. cordes Hies, — Berta 1054 ff. A celle dameselle prist si dotriner 
Qe plus l'amava qe s'ela fose sa mer, — Gar. I. 98,16. Miens devons faire 
-que se il fust ici. Pampl. 372g ff. 

Auch f olgendes Beispiel ist hierher zu stellen : 
Buev. 2514 ff. Bien li siet en sou chief ses vers hiaumes genius Et li 
•escus au col, si qu'il fust plantes. 



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74 



Haupt- uud Netansatz <k« kypothetiseheii Satzgefttges habeir 
verschiedenen Modus: 

#i. Dsr NetMMasate atehtt w Oonjuncttv , der Hauptsatz im 
liidicativ bezeichnet eine Thatsache, die unter gewissen Unastanr 
den wirkhcb eingetretea ware, als eine wirklich vorhandene 
(Bischoff. pg. 118): 

Aubr. 135,1. S'eusse gens et cheualiers de pris, Taut maintenroie . . . ., — 
Baud. I. 21,34 ff. Se voua Assent pris, ou nous ou vos privez, Par che Roy 
cristien en seroit respitez, — Buer. 940 ff. Se chascuns de nous fust amies 
et fervestis, Nous n'ariiens mais garde deTursne d' Arabes, 137 ff., 1463 ff. f — 
Berta 602. Se U rots non fust en nos tot fies, El no n'averoit qui aloia 
envoies, 411 ff., Berte 102,22 ff., Capt. 76,13. Se Survenus ne fusse, vostre 

mort aprochoit, — Huon 189,9 ff Et par Mahom, cui je doi aourer, Se 

ne me fust por mon core avienter, Je vous feroie de mon puing sor les nes 
Si que le sane en feroie voler, — Gar. I. 100,1 ff. Se Dieu creussent qui en 
la crois fu mis, Plus bele gent onques uns hons ne vit, — Gar. II, 203,5 ff., 
Se je reusse, au mains le mien chier fils, Toute ina terre priseroie petit. — 
So: Hnon 189,9 ff., Jerus. 621 ff, Mong. 431 ff. r Mac. 385 ff., 557 ff., 1953, 
ib. 2882 ff., 3173, 3265 ff., Pampl 274, 591, 661 ff., 760 ff., 1992 ff., 2007, 
ib. 2215, 4655 ff., 4912 ff., Rome 44 ff., 127, Rol. 440, Viv. 1522 ff. etc. etc, 

fi. Umgekehrt steht im Hauptsatze der Conjunctiv und im 
Nebensatzc der Indicaiiv: 

Fierab. 6,13. Se il en prenoit armes, mais fust de moi ames, — Gar. I. 
101,19 ff. Desconflt fussent Paien et Sarrasin Se il savoient que nous fussions 
ici, — Mort G. 14,16 ff. Se nos parajes le poroit consentir, De ceste guerre 
fust accordance et fins, — Ren. 62,38 ff. Mais s'or ne cui doie estre de pecki& 
malbailli, Ja por prendre venjance n'alasse avant de ci. etc. 

Werden mehrere Bedingnngssatze an einander gereiht obne 
Wiederkoim^^des »«e«, so ~ steht der erste Bedingungssatz mit 
»se« im Indicativ, die iibrigen ohne »se« im Conjunctive: 

Alisc. 211,6 ff. Se je n'avoie fors mon seul poig quarre Et vos 
fuissies encor TUT, asamble, Si vos aroie conqnis a l'ajornee, — Gar. II. 
41,3 ff. Se or avoie tout gaste lor pals Et puis si fusse en mon chastel flatis, 
Nes douterois, vaillant un Parisis, — Orenge 308 ff. S'estiez ore c. m. as 
espies, . . . . Et voissiez commencierla melle, N'ieust eve ne nulle destornee, 
336 ff, — Ross. 328,16 ff.. Se crian andui es praz-la-jos, E fusson par home 
iluec rescos, Se Bos la me fereit, si fol ne fos. 



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«. Hypothetische Hauptsatze, deren Nebensatze zu er- 
ganzen sind: 

Alisc, ff. Tex. XV. plaies ii\ el -cors sous* l'ermin De la meneur 

mourust I. fort ronchin 23,8, Main. IV. 128 ff., V. 4 ff., — 219,10 D%n de seep 
poins fust bien I. ors tu^s, — ib. 337,1. Ne p£ust on en nul paiis trover Qui 
miexseust , . ., — Aubr 21,2 ff. De uoBtre pere uos deust ram embrer, Que li 
Lonbart font en prison garder. De uos meismes uos deussies pener, 173,11 ff., — 
Cygne 154 ff. Biaux, dist Matabrune, bien te voy ignorent, Vous ^uissies eut 
la fille au roy Morgbant, Et le royaume oussy, et trestout l'apendant, 4706 ff., — 
Baud. II. 298,3 Car piecba deussies avoir vostre loier, — Gar. II. 241,11 ff.. 
Vous deussiez de moi terre tenir: Je vous feisse chevalier! n. 110,14 ff., — 
ib. III. 26,4 Et Isolds son gage porotrit ]<A le pteivissent et parent et amin, 
ib. II. 160,5. Li grans tournois ja deust departir, — II. 270,1. Jk deussiez 
estre el ouer del'.-p&Ss, — K. Reise 56. Ne deussiez penser, dame, de ma 
vertut, — Huon 176,4 ff. Por poi de cose m'as or coilli en he\ Voir vers ton 
cors ne fesisse pas tel, — Looys 2268 ... En i ot tant venu et assemble^ 
L m. les p£ust Ten esmer! — Mong. 547 ff. Or ne deuss (= deUsse) mi. ou 
V. avoir mort Et ochis a martire, 509 ff., — Ren. 301,4 ff., Ha! Baiart, bons 
chevaus, que ne saves parler! De ma grande dolor m'eussies conforte, — 
Rol. 455. Vos le doussez esculter e on* etc 

Besonders haufig kehren die formelhaften Wendungen 
»veissiez«, »oissiez etc.« wieder: 

vei88fez«: Aubr. 84,25, 118,9, 118.11, 142,12, 185,17, 215,17, 215,6 
Alisc. 2,31, 3,3, 30,9, 69,5, 145,22, 169,19, 177,16, 244,7, Aquin 40, 1642, Amis 
220, 377, 3174, Avign. 57,31, 125,1, Ant. I. 46,8, 195,20, II. 28,2, 123,8, 142,5, 
ib. 208,7, 236,2, Baud. I, 51,15. Cbarr. 1376, 1408, Cygne 5720, 15009, 16019, 
ib. 29447, 34893, Capt. 82,3, 153,20. 175,5, Doon 88,2, 226,22, 339,1, Fierab. 
40,19, 100,4, 148,8, Gar. I. 3,5, 9,8, 9,11, 9,13, 34,16, 36,3, 95,3, 106,1, 131,9,, 
ib. 192,13, 236,9, 240,5, 240,10, 264.6, 264,7. II. 8,7, 48,2, 88,3, 118.8, 162,9, 
ib. 207,7, Floov. 17,24. Gui B. 112,32, Gui B. 2,22, 37,4, Jourd. 208, 1056, 
Jerus. 96, 457, 1571, 2276, 3995, 4134, 6244, ,7721, 8336, Mac. 2366, 2656, 
Mort G. 23,11, 50>6, 60,4, 129,5, 235.2, Ogier 459, 470, 722, 1319, 3256, 5210, 
ib. 5229. 5721, Rol. 349, 1622, Ren. 58,9, 121,25, 235,8. 449,18, Paris 59,1, 
ib, 81,3, 81,7, Pampl. 1937, 1943, Rome 97,100, 833, Saisn. I. 135,10, 195,8, 
Viane 395, 597, 1681, ,2380, Viv. 208/439, 554,. 1201 . etc. 

»oit8iez«: Alisc. 238,11. Dont oissiez molt grande rision Des cevaliers • 
qui sont par la maison. Ant. 1.261,4, II. 27.4, 75 5, 107,17, Berte 171,4, Buev. 
374, Cygne 18223, Fierab. 95,5, Doon 334,24, Gaufr. 91,15, 134,9. Gar. I. 26.5, 
ib. 27,11, 91.4, 170 13, 195,3, Gni B. 112,29, Jerus. 605, 641, 1597, 1669, 
ib. 2278, 7431, 7714, 7716, 8335, Jourd. 3977, Mort G. 50.10, 141,12, 169,10, 
Mac. 2363, Rome 973. Ross. 302.11, 368 23. etc. 

»VM>ir resp. oYr poi&ttoz« : La peusstes veoir mainte tente drecie, 218,8, 
ib. II. 192,10. 208,4, 424,8, Berte 179.18. Capt. 169,21, Cygne 5830, 9438 r . 




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ib. 25464, Dooii .309,28, Gar. I. 289,2. H. 53,2. Gui B, 127,24, Jerus. 98, 188, 

ib. 279, 562, 2735, 7260 7355, 8397, 9027, Pampl. 1925, Gar. 1. 107.16, 

Maiat olifaLit i prtssiez oir, Painpl. 1879, 1919, 2154, Rome 414,— Viv. 417. 
Lore peussiez oir un ploreiz. etc. — Aehnl. Gar. II. 143,11. Onze vint tables i 
poiseiez choisir. 

»la vei8t-on« etc. Cygne 176 ft Bielles noeches . fist-on, de chou neater, 
Et de maint instrument y v&st-qn * juer, — ib. 34899. La v&st-on Ribaus 
rasalir et fraper, — Gar I, 263,4. La veist-on maint bon cheval covrir, ib. 
II. 49,15. — Raoul 49,15. D'une grant liue n'oist-on Dieu tonnant ! . , 

»la poist-on veoir« etc. Gar. II. 96,14. Mainte banniere veoir po'ist-on, 
Et maint archier et maint serjant felon. — Mort G. 28,18. Quatre-vint tables i 
jxtfst Tan choisir, — Ren. 47,30. Et tant conte et tant dac trover i poust-on, 
Saisn. I. 61,12 if. 

fi. Es steht ein Bedingungssatz ohne Folgesatz im Sinne 
eines urierfullbaren Wunsches (Kowalski a. a. O., pg. 49 d.) : 

»qui dont veist . . . « etc.: Aubr. 11,26. Qui les ueist sor les cheuax de 
pris ! — Ant. n. 123,4 ff. Qui v&st nos barons Antioche cerchier, Et ces Paiens 
ocire, et les membres trenchier, L'uns par deseure l'autre verser et trebuchier! — 
Looys 1883. Qui dont veist les aguez debuchier! — Mac. 79,13. Qui doncha 
veist la mer la fia baser! 2310, 2582. So: Alisc. 224,4, Avign. 57,29, 96.20, 
ib. 233,12, Mong. 772, 783 if., MortG. 39.1 ff., 113,1, 247,3, 247,10, Ogier3884, 
ib. 3886,3914, Ren. l%9, 233,22, 239.20, Rol. 1680 ff., 3473, Saisn. I. 28,5, 
Viane 1650, 2352, . Jerus. 651 ff. Qni dont veist St. Joire nos barons 

arester Et ol'st Buiemont et hucher et crier, ib. 4412, — Pampl. 4,804 ff. Chi 
done eust veu Rolland ou Burindal Trencier aobers e lomes e escns 
antretal, . . . . . ! etc. 

Ueber die durch »miex veuist . . . « eingeleiteten unvoll- 
standigen hypothetischen Satze vergleiche pg. 39 Nr. 11. 

Zura Schluss mogen noch die Falle betrachtet werden, in 
denen als einleitende Conjunction des Bedingungssatzes >mais 
que« (=?.. »vQransgesetzt dass, wo£em«) verwendet worden ist: 

Amis 2853 ff. S'on me devoit trestoat ' desheriter, Mais que sante voz 
poiisse donner, Tost le feroie, ge'l voz dis sans fausser, Aubr. 60,17, 175,27 ff., — 
Baud. I. 208,9 ff: Je venderai mon hoste, se il voelt, I. destrier Et trestoutes 
les armes qu'afflert a chevalier, Mais qu'il en voeille chi le carite paier, — 
ib. II. 100,31 ff. Et je vous en donrai largement et haie, Mais que je puisse 
-entreir en la sale voltie Qu la damoisele est qui ensi brait et crie, llj9,23 ff., 
.338,20 ff., — Berte 97,8 ff., Tant li proia la dame que li rois s'assanti A ce 
qu'ele y voi'st, mais que soit par un si Qu'ele amaint, s'ele peut, ou Reinfroy 
ou Heudfi, — 154,2 ff. Mais qu'ele. eust son cor de ce peril get6 Ele a bien 
eu son cuer vraiement empens^ . . . ., Cygne 4723 ff. Ly cambrelens a lui 
escrit et saiela Et que paine m^sist et le pays r'ara, Mais que li roys soit 
mors qui a Sainteron reva, ib. 15522 ff. Jeferay vostre gre\ n'en seres escondis, 
.Mais que des fieux soudant ne m'en soit nul tramis. 33994 ff„ Capt 6,19 ff., 



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77 



104,5 ff., Floov. 53,23. Je vos an faz le don, mas que Francois soient pris, — 
Gar. I. 47,2 ft'.. Et cil respont, volentiers le fera, Mais que il sache quel part 
il tornera, II, 210,6 ff., — - Gaufr. 58,21 ff., Vous ares du meillor, ou il poist 
ou non, Mea que fachies ma dame son talent et son bon, — 213,2 ff. Ele 
vous aime tant, par le cors saint Ligier, Qu'ele se lerroit bien I. des membres 
trenchier Mez qu'ele vous p£ust acoler et beisier. 248,17 ff,. Gui N. 8,22 ff., 
Jourd 3930, — K. Reise 491 ff. Grant Huntage avez dit, mais k'il sacet lit 
reis, En trestote sa vie ne vus amereit. — Mong. 433 ff. Ne li caut gaires 
que on vende le bl6, Mais que il ait son ventre saole\ Ren. 334,19. 

In folgenden Beispielen hat »mais que« eine andere Be- 
deutung: 

a. »mais« hat seine gewohnlichliche Bedeutung »aber«, 
que fiihrt eine vorangehende Conjunction weitier: 

Viane 528 ff. Gardeiz k'il soit et retenus et pris, Mais k'il ne soit ne 
blesciez ne malmis. 

fi. »mais que« ist rein conditional gebraucht = »a con- 
dition que« : 

Buev. 2140. Mais qu'il ne vous anuie, d'une chose vous pri, — Mong 
797 ff. Et dist Guillaumes: trestout merci aur6s, Mais que vous faites chou 
que j'ai enpense\ 

y. »mais que« = »nur dass« (err, Kowalski a. a, O.- 
pag. 49): 

Jourd. 3158 ff. Puis la guerpirent iluecques maintenant, Que de riens 
nulle ne les vont araisnant Mais que Jouelmus lor dist seulement tant: 
<$. »mais que« in prapositionaler Verwendnng: 
Amis 2500 ff. Ne li faut chose au soir qu'il n'ait au main, Mais que 
santez dont il est desirranz. cfr. 2766 ff. Ne li faut riens au chevalier Francor 
Fors que santez dont il est desirroz. 2499, etc. 



Wie bereits bemerkt worden, ist das Gebiet des Conjunctives 
in hypothetischen Satzen im Altfranzosischen und noch mehr im 
Neufranzdsischen hedeutend eingeengt worden, namentlich durch 
das Eintreten des Conditionalis zunachst in den Folge- dann auch 
in den Bedingungssatz; Beispiele von hypothetischen Satzgefiigen 
in verschiedenem Modus lernten wir bereits friiher (pg. 74.) 
kennen, der Vollstandigkeit halber mogen nun noch einige Bei- 
spiele erwahnt werden, in denen nur der Indie ativ zurVer- 
wendung gekommen ist: 



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a. Yollstandige hypothetische Satzgefftge im Indicativ. 

Aubr. 63,28. Bien sai, s'il ert der Borgoin acointies, Plus l'ameroit que 
home qui seit nes. — Berte 112 5 ff, S'il savoitque sa fille 6usse ainsi trouvee 
.. . . . Moult tost sevoit sa joie & grant duel atornee, — Cygne 4676 ff. Mais 
se prendre voltes le saint baptisement Encore vous laroye goyr paisiblement 
Du royalme, quant iert a mon conimandement, — 31184 ff. Qui me donreit 
tout Tor qui onques fu ouvr^s. Je n'en fauroie point, mais se Mahoins est 

ies , — Gui B. 9,3 ff. Car, se revenoit Karles ariere en son 

ren£, Et il me trovoit ci que fuisse querone\ II mc todroit la teste, jel sai de 
verity. — Huon 34,9 ff. Se jou savoie homme qui fust vivant Que jou eusse 
tolu ne tant ne quant, Pour I. denier r£aderoit I. besant, — 170,9, Se tu 
n'avoies Vc. hommes tu6, N'aras tu garde por homme qui soit ne, — Gar. I. 
150,10. S'an voliez une, vous en auriez dis, — Jerus 1637 ff. Qui chaperoit 
la terre dusc' a 1'iaue del Ring, Ne troveroit ensemble tant bon vassal meschin, 
Looys 2289 ff., — Mort G. 120,6 ff. Et se vers ax vos voleiez tenir, Et vos, 
et ax feroie repentir. Ren. 134,17 ff., — 172,11. Je le feroie volan tiers, Sire 
fils, se»je veoie o pol'st avenir, — Viane 66. Se vos perdoie, ne seroie muis 
liez. etc. 

fi. Unvollstfindige hypothetische Satzgeftige im Indicativ. 

Beispiele in denen der Hauptsatz im Conditionalis ohne be- 
gleitenden Nebensatz steht, sind sehr zahlreich: 

Aquin 548. II vouldroit miex aver perdu la vie ! — Amis 1017. Or voldroie 
mors iestre! Aehnl. Alisc. 82,11, Jourd. 637, 2805, Ogier 5572. etc. etc. 




Disposition. 



A. Der Conjunctly im Wunschsatze. 

I. Der Conjunctly in den unabh&ngigen 
Wunschs&tzen: 

a. in den unfeedkigten, rcalen WwMChsatzen. 
b! in den btfrfhfyten, realen Wnftsctfcatztn. 

c. in den irrealen (unerfiillten Oder unerfuJIbaren) Wunschsatzen. 

d. in den unabhangigen Aufforderungssatzen. . 

e. in den unabhangigen Einraumungssatzen. 

II. Der Conjunctly in den abhangigen Wunschs&tzen. 

a. in Wunschsatzen im engeren Sinne. 

b. nach den Verben resp. verbalen Ausdriicken des Furchtens. 

c. in Satzen, in denen der Wunsch sich aussert in einer Handlung, die auf 

ein Ziel hingeht. 

d. nach den Verben resp. verbalen Ausdriicken der Aufforderung. 

e. in Satzen, iiher deren Inhalt im Hauptsatze ein Urtheil ansgesprochen wird, 

welches derart ist, dass damit ein Wunscb oder eine Besorgniss 
des Urtheilenden verbunden ist. 

f. nach den Ausdriicken des Affects. 

g. nach den Ausdriicken des Zugestehens und Erlaubens. 

B. Der Conjunctiv der Irrealitiit 

I Der Conjunctiv in Sufostaiitivsiitzeii. 

a. der Substantivsatz ist Subject eines Verbums des Seins. 

b. der Substantivsatz ist Object: 

1. eines Ausdrucks der Wahrnehmung. 

2. eines Ausdrucks der Gedankenvorstellung. 

3. eines Ausdrucks der Aussage. 

c. der Conjunctiv nach den Ausdriicken des Scheinens. 

d. der Conjunctiv in indirecten Fragesatzen. 



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II. Der Conjuntiv in determinirenden Sfttzen. 

a. der Conjynctiv in den adjectivischen Determinirungssatzen. 

1. die qualitativ determinirenden Relativsatze. 

2. die quantitativ determinirenden Relativsatze. 

b. der Conjynctiv in den adverbial determinirenden Satzen. 

1. negative Nebenstttze, mit »que....ne« eingeleitet, denen ein negativer 

Hauptsatz vorangeht; sie konnen meistens durch »ohne dass« 
wiedergegeben werden. 

2. adverbial determinirende Satze, welche einen die Handlung des 

Hauptsatzes begleitenden Nebenumstand angeben. 

3. adverbial determinirende Satze, welche die Art, wie eich die Hand- 

lung des Verbums im Haupteatze vollzieht, in sofern n&her 
bestimmen, als sie die durch dieselbe hervorgebrachte Wirkung 
angeben. 

4. die Temporalsatze. 

!. Der GopnctiY in hypothetischen Satzen. 

a. die vollstandigen hypothetischen Satzgefiige. 

b. die unvollatandigen hypothetischen Satzgefiige. 



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Vita. 



Ich, Gustav Louis William Busse, geb. zu Sossmar den 13. 
April 1859, besuchte von Ostern 1873 an das Konigl. Gymnasium- 
Andreanum zu Hildesheim, woselbst ich in die Quarta aufgenom- 
men wurde. In Folge besonders giinstiger Versetzungsresultate 
konnte ich bereits Ostern 1879, nach bestandenem Maturitats- 
examen, die Universitat beziehen. Speciell widmete ich mich dem 
Studium der neueren Philologie, und zwar an den Universitaten 
Gottingen und Kiel. Vom Ende des Sommersemesters 1881 an 
bis zum Beginn des Sommersemesters 1882 hielt ich mich behufs 
practischer Ausbildung in der Conversation in England auf , welche 
Zeit ich zum Theil als foreign master an der Salthill-Grammer- 
School des Rev5: Mr. Thompson, near Windsor, zum Theil pri- 
vatim in London verlebte. Meine Absicht London mit Paris zu 
vertauschen, scheiterte ; Familienverhaltnisse riefen mich in die 
Heimath zuriick. Das examen rigorosum bestand ich am 4. August 
1884; wenige Wochen nachher entriss mir der Tod meine ge- 
liebte Mutter nach langem schweren Krankenlager. Vom 1. April 
1885 bis zum 1. April 1886 geniigte ich meiner einjahrigen Militiir- 
ptiicht beim Konigl. 2. Hess. Inf.-Reg. Nr. 82. 

Wahrend meiner Studienzeit horte ich die Vorlesungen fol- 
gender Herren Professoren und Docenten: Andresen, Baumann, 
Krohn, Kriimmel, Lotze, E. Miiller, Th. Miiller, Napier, Sarrazin, 
Sterroz, Stimming, Vollmoller, Volquardsen, Wagner, Weiland. 
Ihnen alien, besonders aber Herrn Prof. Dr. Stimming, spreche 
ich meinen warmsten Dank aus fiir die vielfache Aiiregimg und 
Forderung meiner Studien. 




Thesen. 



i. 

Die burgundische Form amoie-es-t (— sg. conj. praes.) ist ent- 
standen durch Einfluss von soie-es-t. 

II. 

Als Etymon von »aquiter« ist nicbt nach Koschwitz (»Lex. 
Anhg. z. K. Reise«) ein »ad -f- quietus «, sondern ein »ad -j- quittus « 
anzunehmen. 

III. 

»Regnet« (regnatum)istim Altfrauzosischeii ohne »mouillirtes n« 
gesprochen worden. 

IV. 

In »mon, ton, son« hat sich der geschlossene Olaut regel- 
recht aus lat. »u« durcb Accentverschiebung und Verscbleifung des 
vorbergebenden »e« (— - »meum«) entwickelt. 

V. 

In Cyinbeline IV. 11,229 ist zu lesen : 
Tbe ruddock would 
With charitable bill (O, bill, sore-shaming 
Those rich-left heirs that let their fathers lie 
Without a monument !) bring thee all this ; 
Yea, and furred moss besides, when flowers are none, 
To winter-guard thy corse. 

VI. 

In Chaucer's Rom. v. d. Rose (Grlasg. Ms.) ist zu lesen: 
2125,6 »And if thy trouthe to me thou kepe 

J shall unto thyn helping (eke) lepe.« 
und 4826,7 »Of other fruyt by engendrure 

Which love to God is not (plesing) p 1 e s u r e.« 



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